Barandinus

(Junger, niederer Gott, RG)

genannt der Heilsbringer oder der Beschützer; Schutzpatron der Bedürftigen und Notleidenden, der Tapferen und Aufopferungsvollen

Domänen: Herrlichkeit*, Freiheit**, Gutes, Licht

Symbol: Barandinus’ Symbol ist eine strahlende Sonne (üblicherweise in Gold oder Platin) auf einem violetten, gleichschenkligem Kromkreuz

„Alles sei Licht“
- Leitspruch der Priester des Barandinus

Barandinus wird in den zivilisierten Reichen Angraenors als Beschützer und Wohltäter der Armen und Bedürftigen verehrt.
Seine Priesterschaft ist überall dort anzutreffen, wo Menschen hungern, Not leiden oder von den Mächten des Bösen bedroht werden.
Er ist der Gott jener, die ihren Nächsten helfen und für die Gemeinschaft sorgen und die Angesichts des Bösen ihr Schwert heben und sich ihm mutig entgegen stellen.
Er bringt Licht in die Regionen der Finsternis, spendet Hoffnung, Leben und Gerechtigkeit.
Er hasst Unterdrückung und Tyrannei und ist der Überzeugung, daß alle Wesen einander achten und in Freiheit leben sollten.
Barandinus sorgt sich um die Belange der Sterblichen und entsendet seine Gläubigen in aller Herren Länder, um Not zu lindern und Licht zu bringen.
Er erhört die Gebete der Schwachen und Unterdrückten und stellt sich solchen entgegen, die andere mit Angst und Gewalt gefügig zu machen suchen.
Er ist ein Gott des Friedens, der das Schwert erhebt, wenn Frieden und Freiheit in Gefahr geraten und der erklärte Feind aller Tyrannen, Despoten und Unterdrücker.
Untote und andere Kreaturen, die das Licht scheuen, sind ihm besonders verhasst und er stellt sich ihnen entgegen, wo immer sie sich rühren.
Barandinus’ bevorzugte Waffe ist das Langschwert.

Barandinus war einst ein Sterblicher, ein einfacher Soldat aus dem Reiche Zalaniris in Thalisien, der sich dem Schöpfer auf dessen Wanderung durch die Reiche der Sterblichen in den Weg stellte, um sein Dorf zu beschützen.
Der Schöpfer war beeindruckt von der Unerschrockenheit des Mannes, denn die Kunde seiner Ankunft war ihm vorausgeeilt und dieser einfache Mann wusste, daß er sich einem entgegen stellte, der behauptete, ein wandelnder Gott zu sein.
Doch Barandinus wich nicht, denn er hatte von den Revolten und Aufständen gehört, die Kroms Reise durch die elfischen Königreiche begleiteten und er drohte dem Gott ihn niederzustrecken, wenn er Leid in seiner Siedlung sähe und erst zurück zu weichen, wenn der Tod ihn dazu zwänge.
Krom betrachtete voll Wohlwollen diesen mutigen Mann und beschenkte ihn mit seinem Segen, denn er war ein Beispiel für den Mut und die Liebe zur Freiheit, die er an seinen Kindern so schätzte.
Und Krom setzte seinen Weg fort und Barandinus erkannte, daß die Ziele des Krom ein Reich ohne Sklaverei und Unterdrückung in Einklang mit den Völkern verhießen und er schloss sich dem Schöpfer an, um ihn auf seinem Wege zu begleiten und zu beschützen.
In den Schriften des Krom ist Barandinus eine der schillerndsten Figuren und sein Mut und sein unverwüstlicher Glaube ist längst legendär.
Er beschützte den Schöpfer vor den Meuchelmördern der Elfenkönige, rettete die Stadt Armal-Vernikas vor dem Ansturm der Riesen von Anghmir und stürzte den Mumienzaren von Ygsklavaresh.
Als Krom von der Welt der Sterblichen schied, schickte er Barandinus aus, die Lehren in die Welt zu tragen und Unrecht zu richten und die Ordnung zu wahren.
Und Barandinus tat wie ihm geheißen und er führte ein langes, ereignisreiches Leben und brachte Linderung und die Worte des Krom, wohin er auch ging.
Seine letzte Reise führte ihn an der Seite des Priesterkönigs Tengbran von Yalta in den Osten und nach Angraenor.
An der Seite der mutigen Missionare stürzte er Vandelaris Nekromantenkönige und kümmerte sich um die Armen und Kranken, die das Schreckensregime der Magier hinterlassen hatte.
156 n.K. starb Barandinus bei der Schlacht von Mynedra durch die Hände eines Schwarzmagiers, als er versuchte, eine Schar Waisenkinder aus der brennenden Stadt zu führen.
Tage später bemerkten seine trauernden Kameraden, daß die Hinterlassenschaften des Barandinus mächtige magische Fähigkeiten entwickelt haben und Mut und Licht spendeten.
Die ersten Kromgläubigen Angraenors hielten das Andenken an den Auserwählten des Schöpfers in Ehre und bald ereigneten sich Wunder an solchen Orten, die seinem Andenken geweiht waren und seine Anhänger erhielten magische Gaben, um seine Taten fortzuführen.
Barandinus’ Verdienste als Sterblicher hatten den Schöpfer bewogen, ihm die Macht eines niederen Gottes zu verleihen damit er von nun an und für immer den Hilfsbedürftigen und Notleidenden ein Licht in der Finsternis sei.
Barandinus war der Einzige unter den Jüngern des Krom, der nach seinem Tod den Status eines wahren Gottes erhielt.

In den seltenen Fällen, in denen Barandinus selbst seinen Gläubigen erscheint oder in der Welt der Sterblichen wandelt, erscheint er als hoch gewachsener, blonder Thalisier mit freundlichen, weichen Zügen und einem Bart.
Es wird berichtet, daß sein Haar und Bart Licht verbreiten wie der Schein einer Fackel, allerdings kann er dieses Leuchten unterdrücken, wenn er unerkannt bleiben möchte.
Diese Gestalt gleicht seiner sterblichen Gestalt und Personen, die Zeichnungen oder Gemälde von ihm gesehen haben, können ihn erkennen.
Es heisst das Barandinus in einer mächtigen Festung auf den Ebenen des Lichts residiert, doch bis heute hat noch kein Ebenenwanderer diesen Ort gefunden und auch die Bewohner dieser Ebenen kennen ihn nicht.
Sein Herold ist Tygus, ein Archont (Kleriker des Barandinus 20.), den er gewöhnlich entsendet, wenn er seinen Anhängern wichtige Botschaften überbringen möchte.
Tygus hat eine gutherzige, fröhliche Persönlichkeit, ist jedoch auch von einer beachtlichen Neugier beseelt.
Wenn sein Herr seine Dienste nicht benötigt, ist er oft auf der Materiellen Ebene unterwegs, wo er sich jedoch für gewöhnlich unsichtbar bewegt und sich nur Anhängern des Barandinus offenbart.
Die Anhänger des Barandinus träumen von einer besseren Welt, in der alle Völker in Freiheit und Frieden mit einander leben.
Sie sind vorwiegend Rechtschaffen-Gut oder Neutral-Gut und nur sehr selten Rechtschaffen-Neutral oder Chaotisch-Gut.
Anhänger des Heilsbringers folgen Barandinus’ Idealen und führen sein Werk fort.
Sie möchten allen friedfertigen Kreaturen das Licht bringen, allerdings nicht ausschließlich im wörtlichen Sinne.
Licht symbolisiert für Barandinus’ Anhänger Freiheit, Wohlstand und Nächstenliebe.
Und in einer Welt, die vom Licht durchflutet ist, so glauben die Barandiner, gibt es keinen Hunger, keine Not und Sklaverei und weder Neid noch Unterdrückung.
Die Gläubigen des Heilsbringers wissen, daß dieses Ziel fast illusorisch ist; zumindest in heutigen Zeiten, wo bösartige Gottheiten um Macht über die Leben der Sterblichen streiten und die Reiche beständig am Rande des Chaos treiben.
Sie wissen, daß ein langer, steiniger Weg vor den Anhängern des Barandinus liegt, bevor ihre Vision Wirklichkeit werden kann.
Doch sie glauben daran, daß ihre Taten den Weg in diese bessere Welt ebnen und andere ihrem Vorbild folgen werden und sie somit eines Tages Wirklichkeit wird.
Mit nimmermüdem Eifer folgen sie den Idealen ihres Gottes, denn sie wissen, daß die Taten eines jeden Einzelnen zählen, um eine bessere Welt zu errichten.
Auch wenn sie selbst nicht in den Genuss kommen werden, dieses gelobte Land zu erleben, so finden sie doch Befriedigung in den kleinen Zielen die sie erreichen können, in der Dankbarkeit der Notleidenden und dem Gefühl, ein Teil im Werk des Guten zu sein.
Ebenso wie die Jünger des Andrinus kümmern sie sich im Alltag um die Bedürfnisse ihrer Gemeinde, speisen die Armen, pflegen die Gesundheit ihrer Schutzbefohlenen und spenden spirituellen Beistand.
Im Gegensatz zu ihren Glaubensbrüdern machen die Barandiner jedoch nicht Halt, wenn die Wunden geheilt und der Hunger gestillt ist, denn es geht ihnen nicht nur um leibliches Wohlsein, sondern um alle Aspekte des Lebens.
Wenn Barandiner Notleidenden helfen, geht es ihnen immer darum, zu lehren und den Bedürftigen Wege zu weisen, wie sie ihr Dasein meistern können.
Und sie möchten ein Beispiel gesunden Miteinanders geben in der Hoffnung, daß Notleidende sich dem Weg des Heilsbringers verschreiben und das Gute, das ihnen widerfährt, an ihre Mitmenschen weitergeben.
Die Priester des Barandinus kümmern sich um alle Notleidenden, nicht nur solchen, die zu den Gläubigen ihres Gottes zählen.
Sie unterscheiden die Sterblichen nicht nach ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder ihrer Religion.
Priester des Barandinus wissen, daß ihr Dienst auch solchen zu Gute kommt, die Böses in ihrem Herzen tragen, doch sie sehen sich nicht als Richter.
Angehörigen feindlicher Religionen (zumindest solchen, die sich offen zu ihrem Glauben bekennen) und auch solchen, die ihren Gott verhöhnen, verweigern manche Barandiner den Beistand.
Teufel, Dämonen, Untote und andere Kreaturen, deren Bosartigkeit in ihrer Natur liegt, gelten unter Barandinus’ Anhängern als unbekehrbar und erfahren weder Gnade noch Hilfe in irgendeiner Weise.
Wenn Diener des Heilsbringers sich mit derart verdorbenen Kreaturen einlassen, muss es von großem Nutzen für den Glauben und die einzige Möglichkeit sein, ein wichtiges Ziel zu erreichen.
Armen und Mittellosen helfen die Priester des Barandinus selbstlos, doch sie bitten jeden um das Versprechen, es ihnen in Zukunft gleich zu tun und einem Notleidenden zu helfen, wenn es in ihrer Macht steht.
Dieses ist ein Versprechen gegenüber Barandinus selbst und die wenigsten Wesen würden es wagen, diesem nicht nachzukommen und einen Gott zu verärgern.
Feiertage des BarandinusTag des Brotes: Dieser Feiertag wird üblicherweise in der letzten Woche des Nortum’s Mond begangen.
An diesem Tag verteilen Anhänger des Barandinus Brot an die Armen und Hungernden.
Während die Tempel des Heilsbringers das ganze Jahr über die Armen speisen, sind an diesem Tage die gewöhnlichen Gläubigen aufgefordert, es ihnen gleich zu tun und die Vorräte zu verschenken, die sie erübrigen können.
In den Tempeln des Barandinus finden an diesem Tag mehrmals Gottesdienste statt, die von dem Verteilen der Spenden unterbrochen werden.
Mittsommertag: Der 15te Tag des Kreevaltin wird in fast allen Regionen der Reiche gefeiert.
Barandiner feiern an diesem Tag das Geschenk des Lichts und richten fröhliche Feste für ihre Gemeinden aus.
Üblicherweise sorgen sie mit Wetter-Zaubern dafür, daß es sonnig ist, denn die Feierlichkeiten werden im Freien begangen.
Am Abend des Tages werden überall in der Gemeinde große Feuer entzündet, die bis zum folgenden Morgen die Nacht erhellen sollen.
Diese Barandinus-Feuer symbolisieren, daß es auch in Zeiten von Not und Finsternis immer Hoffnung gibt.
Die Diener und Gläubigen feiern dieses Fest sehr ausgelassen und es ist ihnen auch erlaubt, über die Stränge zu schlagen und an diesem Tage das Gebot der Enthaltsamkeit zu missachten und nach Herzens Lust zu essen, zu trinken und zu tanzen.
Üblicherweise richten reiche Anhänger das Fest aus.
In manchen Städten, wie Gwendrynn und Farghest, bezahlt die Obrigkeit die Feierlichkeiten, um den Priestern des Heilsbringers für ihre wertvollen Dienste an der Bevölkerung zu danken.
Fest des Märtyrers: An diesem Tag, dem vierten Tag des Klarakin, wird Barandinus’ Tod und seinen Verdiensten gedacht.
Gläubige gedenken an diesem Tag jenen, die im Dienste des Heilsbringers ihr Leben gelassen haben und feiern ihren Mut.
In den Tempeln werden die Geschichten dieser Männer und Frauen erzählt und oft werden an diesem Tag Gedenktafeln oder Statuen enthüllt, die diesen Leuten gedenken.
Traditionell werden an diesem Tag Gräber geschmückt, Barden singen Lieder über die Märtyrer und manchmal werden Stücke aufgeführt, die die Taten dieser Helden erzählen.
Das Fest des Märtyrers ist kein trauriges Fest, sondern eines, das Hoffnung spenden soll.
Von wohlhabenden Bittstellern (beispielsweise solchen, die um Heilung bitten), erwarten die Priester eine Spende an den Tempel und sie erwarten, daß die Höhe der Spende die Dankbarkeit des Bittstellers widerspiegelt.
Anhänger des Heilsbringers bringen für derlei Dienste teilweise beachtliche Spenden auf, um ihrem Dank und ihrer Ehrfurcht vor Barandinus’ Gabe Ausdruck zu verleihen.
Die Tempel gewähren Notleidenden außerdem Zuflucht und Obdach, wenn es von Nöten ist und in der Geschichte der Reiche kam es schon häufig vor, dass politisch Verfolgte in den Kirchen des Glaubens Unterschlupf suchten.
Viele Tempel nehmen auch Reisende auf, verlangen für Kost und Unterkunft jedoch eine angemessene Spende.
Diese Gastfreundlichkeit führt dazu, daß häufig Reisende in den Tempeln des Glaubens anzutreffen sind und die Priester auf diesem Wege Neuigkeiten aus anderen Ländern erfahren und ihnen so auch zu Ohren kommt, wenn anderswo Not herrscht und ihre Hilfe benötigt wird.
Die Annehmlichkeiten, die Gäste eines Barandinus-Tempels erwarten dürfen, sind allerdings spärlich.
Enthaltsamkeit ist eine der Tugenden des Glaubens und von den Priestern und Paladinen des Heilsbringers wird erwartet, daß sie nicht mehr Besitz anhäufen als den, den sie zum Leben brauchen.
Sollte ein Diener des Barandinus zu Reichtum kommen (beispielsweise während eines Abenteuers oder durch eine Erbschaft), wird erwartet, daß dieser Reichtum dem Heimattempel des Gläubigen gespendet oder in einer anderen Form für die Ziele des Glaubens verwendet wird.
Auch wenn die meisten Barandiner ein gutes Essen und einen ordentlichen Wein schätzen und ihnen diese Gaumenfreuden nicht versagt sind, so scheuen sie doch Luxus jeder Art und geben sich mit einfachen Dingen zufrieden.
Ein Paladin, der sich sein Schwert vergolden lässt, würde von seinen Glaubensbrüdern getadelt werden, ist es allerdings durch eine Erbschaft oder als Geschenk in seinen Besitz gelangt, so wird dies geduldet (auch wenn erwartet wird, daß er es verkauft und sich mit einem einfachen Schwert begnügt, wenn sein Tempel oder Orden Gold benötigt).
Enthaltsamkeit beinhaltet unter Dienern des Barandinus nicht die Freuden des Fleisches, doch Heirat und das Gründen einer Familie ist ihnen versagt.
Der Dienst am Heilsbringer ist mit Entbehrungen und mannigfaltigen Gefahren verbunden und nicht mit den Pflichten zu vereinbaren, die Ehe und Familie mit sich bringen.
Enthaltsamkeit in mannigfaltigster weise ist eine der ältesten Traditionen des Glaubens und oft erlegen sich Priester oder Paladine selbst ein derartiges Gelübde auf, wenn sie der Meinung sind, versagt oder gesündigt zu haben.
Ein solches Gelübde könnte ein Schweigegelübde sein, ein Verzicht auf Schuhwerk oder der Schwur, für eine gewisse Zeit ausschließlich zu Fuß zu reisen.
Gemeinsam haben solche Gelübde, das sie für den Betroffenen eine Entbehrung darstellen und nicht leichtfertig abgelegt werden.
Wenn es in einem Tempel oder Orden vorkommt, daß ein Mitglied der Gemeinschaft für ein Vergehen bestraft werden muss, findet dies oft in dieser Weise statt, doch gewöhnlich legt der Hohepriester die Art der Entbehrung fest (es sei denn, der Schuldige bietet eine Entbehrung an, die akzeptiert wird).
Die Magie, die ihr Gott seinen Priestern und Paladinen gewährt, wird als heiliges Geschenk verstanden und die meisten Gläubigen bemühen sich, alle ihre täglichen Zauber anzuwenden und keine Gaben ihres Gottes zu verschwenden.
Gerade in großen Städten und Regionen, die Not leiden, kommt es selten vor, daß ein Priester sich abends zur Ruhe legt, ohne all’ seine Zauber gesprochen zu haben.
Zauber der Kategorien Dunkelheit und Negative Energie (z.B. die Zauber Wunden Verursachen) werden von Dienern des Barandinus gemieden, selbst wenn ihr Gott sie gewährt, und nur gewirkt, wenn es die Umstände erfordern. Zauber des BarandinusLicht des Barandinus
Hervorrufung [Gutes]
Grad: KLE (Barandinus) 3
Dieser Zauber funktioniert wie Gleißendes Licht, mit dem Unterschied, daß er auch Externare böser Gesinnung betrifft.
Bösartige Externare erleiden durch diesen Zauber Schaden, als wären sie Untote.
Der Zauber ersetzt Gleißendes Licht in der Domäne Licht.
Er kann nur von Charakteren gewirkt werden, die Barandinus als ihre Schutzgottheit gewählt haben (dies gilt auch, wenn der Zauber auf einen Gegenstand gelegt wurde oder auf einer Schriftrolle steht).

Zauber oder Gegenstände, die Untote erschaffen oder stärken, sind Gläubigen des Barandinus verboten.
In Zeiten, in denen die Diener des Barandinus selbst in Not geraten, kommt es vor, daß der Heilsbringer ihnen göttliche Zauber gewährt, die sie vor drohendem Unheil bewahren.
Als die Stadt Xerkestina 998 n.K. in einem Feuerregen zerstört wurde, überlebten alle Diener des Barandinus durch göttliche Magie, die ihr Gott auf sie gewirkt hat.
Auch wenn in den Schriften des Krom geschrieben steht, daß arkane Magie nicht in die Hände von Sterblichen gehört, begegnen Barandiner Anwendern dieser Künste nicht mit Ablehnung, solange sie diese nicht auf eine Weise einsetzen, die den Lehren des Heilsbringers widersprechen.
Sollten Zauberer oder Magier allerdings den Wunsch verspüren, zu Priestern oder Paladinen des Glaubens geweiht zu werden, wird von ihnen erwartet, ihren magischen Künsten zu entsagen.

Die bedeutendsten Schriften der Anhänger des Barandinus sind die Worte des Krom, die die Grundlage für alle religiösen Riten wie Gottesdienste, Taufen, Eheschließungen oder Beerdigungen bilden.
Neben diesem Werk gilt ein Buch mit dem Namen Pfade zum Licht als die wichtigste schriftliche Überlieferung des Glaubens.

Anhänger des Barandinus treten Gläubigen anderer Religionen üblicherweise mit Respekt und Toleranz entgegen, es sei denn, sie verehren Götter, die den Idealen des Heilsbringers widersprechen.
Besonders verbunden fühlen sich die Barandiner ihren Glaubensbrüdern vom Andrinus-Orden und häufig gehen sie gemeinsam gegen Leid und Not vor.
Gerade in Kriegsgebieten und Regionen, in denen Seuchen wüten, kümmern sich die Andriner um die Kranken und Verwundeten, während die Diener des Barandinus ihre pazifistischen Brüder und Schwestern beschützen und gegen die Ursachen der Not vorgehen.Heilige Schriften des Barandinus-GlaubensPfade zum Licht: Dieses Buch enthält den Wortlaut vieler Predigten, die Barandinus zu Lebzeiten gehalten hat und die seine Philosophie erläutert.
Außerdem enthält es Erzählungen über den Heilsbringer und seine Taten, die nach dessen Ableben vom Bund der ersten Barandiner zusammen getragen wurden.
Es existieren verschiedenste Versionen der Pfade zum Licht.
Manche beschränken sich auf den ursprünglichen Inhalt, während andere erweitert wurden und religiöse Schriften und Abhandlungen bedeutender Priester des Barandinus zu wichtigen Aspekten des Glaubens enthalten.

Auch die Anhänger Kroms sind ihre Glaubensbrüder und in den meisten Aspekten stimmen Barandiner mit ihnen überein.
Unterschiede gibt es in der Sicht der Völker, denn die Anhänger Barandinus teilen nicht die Ansicht der Kromaner, daß die Menschen geboren wurden, um die Welten zu beherrschen.
Die Barandiner halten diese Ansicht für gefährlich und das Vorgehen des Verkünderordens, der den Glauben der Kromaner in deutlich radikalerer Weise teilt, scheint ihre Befürchtungen zu bestätigen.
Zum Terkis-Kult haben Barandinus’ Diener ein freundliches Verhältnis, auch wenn viele der Ansicht sind, daß sich dieser zu weit von den Idealen der Kromanischen Götter entfernt und in die Bedeutungslosigkeit manövriert hat.
Die Diener des Barandinus sehen vor allem die Anhänger von Hoztrek, Saluku, Szinderis, Vikonas und Gondrakuul als ihre Feinde an, denn die Taten dieser Leute bringen nur allzu oft Not, Leid, Krankheit und Zerstörung über die Reiche.
Diener des Heilsbringers sehen es als ihre Pflicht an, jederzeit gegen diese Knechte des Bösen vorzugehen, wenn die Umstände es ihnen erlauben.
Den Gläubigen Corbanduus als Göttin der Dunkelheit begegnen Barandiner traditionell mit Misstrauen, doch trotz der Gegensätzlichkeit existiert keine offene Feindschaft zwischen diesen Religionen.
Den Anhängern Klaraknis fühlen sich die Gläubigen des Barandinus verbunden, auch wenn deren Vertrauen ins Glück nicht ihrer Weltanschauung entspricht.
Doch da auch Klarakni Mut schätzt und für Freiheit einsteht, sehen die Barandiner viele Gemeinsamkeiten und begegnen seinen Anhängern mit Brüderlichkeit.

Die meisten Anhänger des Heilsbringers sind Menschen und unter diesen sind es überwiegend Thalisier, die den Heilsbringer verehren.
Da sich die Anhänger des Barandinus, im Gegensatz zu denen anderer Kromanischer Gottheiten, der Ansicht verwehren, daß Menschen die Herrscherrasse der Welten sind, hat Barandinus viele nicht-menschliche Anhänger.
Vor allem Gnome und Hügelzwerge sind unter den nicht-menschlichen Gläubigen häufig vertreten.
Wenig zivilisierte Völker wie Orks sind unter Barandinus’ Gefolgschaft allerdings äußerst selten.
In Kandamur beten erstaunlich viele Duergar zum Heilsbringer, denn nach Jahrhunderten der Unterdrückung durch die Herrscher des Kaiserreiches finden die Dunkelzwerge die Ideale des Barandinus erstrebenswert.
Gerüchten zufolge haben menschliche Barandinus-Priester die Duergar bei ihrer Revolte gegen die Unterdrücker maßgeblich unterstützt.
Allerdings legen die Duergar eine sehr egoistische Auslegung des Barandinus-Glaubens an den Tag, denn anderen Völkern, allen voran Gnomen, stehen sie überwiegend ablehnend und oft feindselig gegenüber.
In den meisten zivilisierten Reichen Angraenors kann man heutzutage Priester des Barandinus antreffen und Tempel oder Schreine finden, die dem Heilsbringer geweiht sind.
Die Priester des Barandinus sind vor allem in reich besiedelten Regionen anzutreffen, denn vor allem anderen geht es ihnen um den Dienst an den Hilfsbedürftigen und das Lindern von Not.
Schreine und Tempel in dünn besiedelten Regionen sind eher selten und Klöster des Glaubens existieren nicht, denn ein Rückzug in Abgeschiedenheit widerspricht den Grundsätzen ihres Gottes.
In den freien Städten und in Metropolen wie Inspirandor, Respia und Gwendrynn sind die Diener dieses Gottes hoch angesehen und werden vor allem von den einfachen Leuten verehrt.
Durch ihre Abneigung gegen despotische Herrscher aller Art werden Barandinus-Anhänger von der Obrigkeit häufig mit Misstrauen betrachtet.
In Regionen in denen Unterdrückung und Sklaverei an der Tagesordnung sind, kennt man sie als Aufrührer und Anstifter von Revolten und duldet sie nicht.
Anhänger des Heilsbringers sind dort üblicherweise incognito unterwegs und verfolgen ihre Ziele im Geheimen.
Vor allem in Tandiak und den von Skrigg kontrollierten Regionen müssen Diener des Barandinus um ihr Leben und ihre Freiheit fürchten.
In den Nationen und freien Städten am Gwandalischen Meer haben sie in den mächtigen Sklavenhändlern gefährliche Gegner und leben außerhalb der Sicherheit ihrer Tempel in stetiger Bedrohung.
Auch in Vandelari leben die Heilsbringer gefährlich, denn die Verkünderkirche bezichtigt sie der Ketzerei.
Obwohl Barandinus auch in Vandelari verehrt wird, gilt er dort nur als Heiliger und als Jünger des Krom und ihn als eigenständige Gottheit zu verehren, empfinden die Verkünder als blasphemisch.
Die Barandiner Vandelaris teilen zwar die Ansichten ihrer Glaubensbrüder in den übrigen Reichen, allerdings vermischt mit den radikalen Ansichten des Verkünderordens.
Auch wenn das Gerücht umgeht, daß viele vandelarische Barandiner im Geheimen in Verbindung mit anderen Barandinus-Orden stehen und ihn auf die selbe Weise verehren, leugnen die Vandelari jegliche Verbindungen zu den so genannten Ketzern.
Dies äußert sich auch in der traditionellen Grußformel der vandelarischen Barandiner: „Krom ist mein Gott und Barandinus sein Prophet“.
Der Konflikt mit den Glaubensbrüdern des Verkünderordens ist ein Schmerzlicher für die Diener des Barandinus, denn ihre Gemeinschaft hat sich in Vandelari gegründet und einer der heiligsten Orte ihres Glaubens, der Tempel des Lichts in Thevin, befindet sich dort.
Der Bund der Barandiner, die ursprüngliche Glaubensgemeinschaft des Heilsbringers, floh im Jahre 169 n.K. ins benachbarte Reich Ornien und noch heute ist dieses Land die Hochburg ihres Glaubens.

Die Priester und Kleriker des Barandinus leben meist in Tempelgemeinschaften beisammen, die sich in größeren Städten ansiedeln.
Priester des Barandinus kleiden sich meist in weiße Gewänder und tragen violette Schärpen.
Priester höherer Ränge tragen üblicherweise violette Roben und weiße Schärpen aus gewöhnlichem Leinen.
Anhänger des Barandinus tragen das Sonnenzeichen ihres Gottes als heiliges Symbol, meist als Amulett oder als Ring.
Hohepriester tragen das Symbol des Barandinus auf der Brust ihrer Gewänder.
Es gibt Tempel in unterschiedlichster Größe.
Während in kleineren Städten häufig nur eine Hand voll Priester den örtlichen Tempel betreut, findet man in großen Städten und Metropolen oft Dutzende und manchmal gar Hunderte von Priestern unter den Dächern gewaltiger Tempel.
Tempel des Heilsbringers finanzieren sich überwiegend durch die Spenden reicher Gläubiger und in manchen Städten werden sie von der Obrigkeit aus Dank für ihren Dienst an der Bevölkerung unterstützt.
In ländlichen Gegenden bewirtschaften Priester des Barandinus Felder, um die Gemeinschaft zu ernähren, doch auch dort sind sie meistens auch auf Gaben der Gläubigen angewiesen.
Die Tempel des Heilsbringer sind meist einfache, schmucklose Gebäude, denn Barandiner halten nichts von Protz und errichten keine Paläste zur Ehre ihres Gottes.
Der Reichtum eines Tempels wird für das Wohl der Notleidenden verwendet und nicht für vergoldete Altäre, wie es in anderen Religionen üblich ist.
Viele Tempel (gerade in großen Städten) unterhalten Waisenhäuser und Notunterkünfte für Obdachlose.
Meistens wird ein Barandinus-Tempel von einem Hohepriester (oder einer Hohepriesterin) geführt, der sich dieses Amt durch große Verdienste im Namen des Heilsbringers verdient hat.
Hohepriester sind fast ausschließlich Kleriker oder Paladine des Barandinus, manchmal auch Kleriker / Kämpfer oder Kleriker / Waldläufer.
Die Hierarchie der Tempel gliedert sich immer nach den Verdiensten ihrer Mitglieder, so daß üblicherweise die bedeutendsten Priester auch die Hochstufigsten und die Oberhäupter sind.
Allerdings ist den Priestern des Gottes die Gemeinschaft wichtiger als eine strenge Hierarchie und alle Priester sind gleichberechtigt, wenn es um Entscheidungen des Tempels geht.
Priester des Barandinus beten zu Sonnenaufgang um ihre Zauber, meist in der Gesellschaft ihrer Tempelbrüder und –Schwestern.
Nach einem gemeinsamen Frühstück gehen die gewöhnlichen Priester ihren mannigfaltigen Pflichten nach.
Sie sammeln Spenden und Almosen für die Hilfsbedürftigen, speisen die Armen und unterrichten Waisen und die Kinder armer Leute, die sich eine Schulbildung nicht leisten können.
Andere bleiben im Tempel zurück, um sich um Gläubige zu kümmern, die mit Bitten und Anliegen an ihre Türe kommen.
Sie halten Gottesdienste und führen Gespräche mit Notleidenden und versuchen ihnen mit Rat zur Seite zu stehen, schließen Ehen oder führen Bestattungsrituale durch.
Personen, die mit den Ritualen des Barandinus beerdigt werden, können niemals als untote Kreaturen auferstehen, es sei denn, durch den Einfluss anderer Götter.
Das Vorgehen gegen untotes Leben sehen viele Barandiner als eine ihrer wichtigsten Aufgaben und in vielen Städten bewachen sie Friedhöfe und suchen nach Spuren für die Aktivitäten untoter Kreaturen.
Oft arbeiten die Priester auch gemeinsam, wenn größere Dienste an der Gemeinde verrichtet werden müssen, wie beispielsweise das Graben eines Brunnen oder das Bestellen von Feldern.
Die höheren Priester koordinieren die Aufgaben der Priesterschaft und halten den Kontakt zu den weltlichen Herrschern der Region und zu reichen Wohltätern, die bereit sind, die Taten des Tempels mit Gold oder Rohstoffen zu unterstützen.
Es herrscht ein freundschaftlicher Wettkampf unter den Priestern, doch wirkliche Konkurrenz wird nicht geduldet, denn die Ziele des Glaubens sind wichtiger als die Ambitionen Einzelner.
Die Tempel des Barandinus sind unabhängig von einander und es besteht keine strenge Struktur unter ihnen, wie es beispielsweise beim Verkünderorden üblich ist.
Allerdings unterhalten benachbarte Tempel gewöhnlich regen Kontakt zu einander und helfen sich gegenseitig, wo sie können.
Gerade wenn gefährliche Mächte den Frieden einer Region bedrohen, sammeln die Tempel ihre Anhänger, um gemeinsam gegen den Feind vorzugehen.
Häufig sind es die größten Tempel des Ordens, wie beispielsweise die Sonnenhalle in Gwendrynn, die solche gemeinschaftlichen Bemühungen koordinieren, denn meist unterhalten diese Zentren des Glaubens Kontakte zu einer Vielzahl kleinerer Tempel.
Die Vorsteher dieser großen Tempel, die Meister des Lichts, gelten als die spirituellen Führer aller Barandinus-Gläubigen und entsprechen am ehesten den Gottgeweihten anderer Religionen.

Die Tracht der Paladine ähnelt der der Priester.
Unter ihren Rüstungen tragen sie weiße Gewänder und häufig violette Mäntel oder Umhänge.
Die Ausrüstung eines Paladins des Heilsbringers besteht traditionell aus einem Ketten- oder Schuppenpanzer oder einer Brustplatte.
Als Waffen bevorzugen sie die heilige Waffe ihres Gottes; das Langschwert.
Paladine, die Streitkolben oder Flegel führen, sind nicht selten, doch auch diese besitzen immer Langschwerter, die sie bei religiösen Festen oder Zeremonien tragen.Die Barandinischen TugendenDienst an den Sterblichen: Hierzu gehören Gnade, Tapferkeit, Heldenmut, Gerechtigkeit und Schutz der Schwachen.
Teil dieser Tugend ist die Bereitschaft, das eigene Leben für Andere zu geben, sei es für einen Notleidenden, einen Kameraden, einen Hohepriester oder König.
Vor Barandinus sind all’ diese Personen gleich und das Leben eines Hohepriesters ist nicht mehr wert, als das eines Bettlers.
Dienst am Heilsbringer: Diese Tugend umfasst die Kenntnis der Lehren des Barandinus und die Bereitschaft, nach diesen zu leben und zu handeln.
Die Ideale des Barandinus stehen über allen weltlichen Gesetzen und es ist die Pflicht des Paladins, für diese zu streiten und sich all’ jenen in den Weg zu stellen, die diesen zuwider handeln.
Dienst an der Gemeinschaft der Gläubigen: Diese Tugend beinhaltet die Obrigkeit des Ordens oder des Tempels anzuerkennen und den Weisungen der Anführer zu folgen, wenn sie den Idealen des Heilsbringers entsprechen.
Ein Paladin kann einem Befehl nur ehrenhaft verweigern, wenn dieser den Lehren des Heilsbringers widerspricht.
Eine Order des Barandinus selbst oder seines Herolds steht über allen Gesetzen und Weisungen seiner sterblichen Diener.

Das Symbol ihres Gottes findet sich häufig auf ihren Mänteln, Rüstungen oder Schilden.
Bei den Söhnen des Lichts, einem Orden ornischer Paladine des Barandinus, ist das Symbol in die Visiere ihrer Helme integriert.
Paladine des Barandinus reisen durch die Reiche und sind auch in entlegendsten Regionen anzutreffen, wenn Not und Unrecht sie dort hinführen.
Sie werden vielerorts als strahlende Helden verehrt, denn sie setzen sich ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben für das Gute ein.
Die Paladine des Barandinus verstehen sich als die Vorstreiter ihres Gottes, als Waffen des Lichts, die zwischen ihren Schutzbefohlenen und der Bedrohung durch Finsternis, Leid und Böses stehen.
Von Paladinen des Heilsbringers wird erwartet, daß sie sich diesen Mächten mit Mut entgegen stellen, allerdings nicht blind oder tollkühn.
Paladine des Barandinus sollten wagemutig sein, jedoch nicht unbesonnen vorgehen oder sich auf ihr Glück verlassen.
Auch wenn es eine noble Tat ist, sein Leben im Kampf gegen das Böse zu lassen, so sollte dies nicht leichtfertig geschehen.
Sich vor einer Übermacht zurückzuziehen und später aus einer Position der Stärke erneut anzugreifen, ist eine weisere Entscheidung.
Neben den Idealen ihres Gottes wie Enthaltsamkeit und dem Dienst an den Armen und Notleidenden folgen Paladine des Barandinus ihren eigenen Tugenden, die sich von Orden zu Orden in Einzelheiten unterscheiden können, jedoch grundsätzlich identisch sind.
Wenn ein Gläubiger zum Paladin des Barandinus ernannt wird, muss er einen Schwur leisten, den Barandinischen Tugenden zu folgen.
Viele Paladine des Heilsbringers verzieren ihre Rüstungen, Helme, Waffen oder Schilde mit drei Sonnen, um an die Tugenden zu erinnern.
Manche Paladine lassen sich diese Zeichen auch tätowieren, doch in vielen Orden und Tempeln ist diese Praktik verpönt.

Üblicherweise wird nur ein Anhänger des Barandinus, der sich durch seinen Dienst am Heilsbringer ausgezeichnet und seine Fertigkeiten im Umgang mit den Waffen des Glaubens bewiesen hat, von einem Ordensführer oder den höchsten Priestern des Glaubens (üblicherweise Meister des Lichts) zum Paladin geweiht.
Ein einziger Beweis dieser Fähigkeiten reicht üblicherweise nicht aus und ein Gläubiger muss sich wieder und wieder beweisen, um für die Weihe zum Paladin vorgeschlagen zu werden.
Häufig dienen angehende Paladine mehrere Jahre lang als Knappen eines geweihten Paladins oder als Tempelwächter.
Die Ernennung zum Paladin des Barandinus gilt ein Leben lang und nur ein Ordensführer oder ein Meister des Lichts kann den Paladin von seinem Dienst entbinden.
Meist geschieht dies erst, wenn der Paladin ein hohes Alter erreicht hat oder körperliche Gebrechlichkeit ihn in der Ausübung seiner Pflichten behindert.
Nur wenige Paladine des Barandinus erleben diesen Ruhestand und solche, die es tun, werden von ihren Glaubensbrüdern und –Schwestern mit einem Höchstmaß an Respekt behandelt.
Neben dem Schwur, den Tugenden zu folgen, leistet jeder Paladin dem Führer seines Ordens oder dem Hohepriester seines Tempels einen Treueeid, der üblicherweise jährlich erneuert wird.
Paladine leben entweder in Orden zusammen oder werden einem Tempel zugewiesen, dem sie Treue schwören müssen.
Ordens-Paladine verbringen den größten Teil ihres Lebens auf der Reise.
Sie halten sich nur in den Festen ihres Ordens auf, wenn es ihnen dessen Anführer befehlen (beispielsweise um für den Schutz der Festung zu sorgen oder einen Auftrag zu erhalten), um zwischen Reisen ihren Führern Bericht zu erstatten oder ihren Eid zu erneuern.
Auch Verwundungen oder Krankheiten können ein Grund für einen Paladin sein, sich längere Zeit im Schutze seiner Ordensfestung aufzuhalten.
Meist reisen Paladine des Barandinus allein oder in kleinen Gruppen mit anderen Paladinen, Knappen und freien Knechten.
Üblicherweise planen sie ihre Reisen nicht, sondern verlassen sich darauf, daß der Heilsbringer sie führt und sie wissen lässt, wo sie gebraucht werden.
Orden des Barandinus sind üblicherweise unabhängige Organisationen, die niemandem Rechenschaft ablegen müssen, außer den Meistern des Lichts.
Die Ordensführer entsprechen in ihrem Status einem Hohepriester.
Gewöhnlich hat ein Orden des Barandinus ein oder zwei Dutzend Mitglieder.
Nur die bedeutendsten Orden, wie die Söhne des Lichts aus Ornien, haben mehr Mitglieder.
In den Paladin-Orden des Barandinus herrscht eine strengere Hierarchie als in den Tempeln.
Gewöhnlich sind die ältesten Paladine die Einflussreichsten, denn häufig sind sie es, die die meisten Taten im Dienste ihres Gottes vollbracht haben.
Nur selten kommt es vor, daß ein Paladin schon in jungen Jahren auf eine Vielzahl von Verdiensten verweisen kann und eine gehobene Position im Orden bekleidet.

Die bedeutendsten Paladin-Orden des Barandinus sind die Söhne des Lichts, die Templer von Thevin und die Brüder vom Pfahl.
Es existiert jedoch eine Vielzahl weiterer, kleinerer Orden, die oftmals nur in bestimmten Regionen aktiv sind.
Die Söhne des Lichts haben ihre Ordensfestung im ornischen Draegish und sind der größte Orden des Heilsbringers in Angraenor.
Sie gehen vor allem gegen ihre Glaubensbrüder vom Verkünderorden vor und haben es sich zum Ziel gesetzt, die brutale Herrschaft dieses Ordens über Vandelari zu beenden.
Doch sie beschränken sich nicht ausschließlich auf dieses Ziel und legen Wert darauf, die Ideale des Heilsbringers in allen Reichen Angraenors zu verteidigen.
Das Symbol der Söhne des Lichts ergänzt das Zeichen des Barandinus mit zwei gekreuzten Schwertern im Vordergrund.
Die Templer von Thevin sind der älteste Barandinus-Orden Angraenors und seine Gründer waren die Gefährten des Heilsbringers selbst.
Auch dieser Orden ist in ganz Angraenor aktiv, allerdings haben sie es sich zur Pflicht gemacht, ihren jährlichen Eid im Tempel des Lichts in Thevin, dem traditionellen Muttertempel ihres Ordens, zu erneuern.
Da die Templer von Thevin vom Verkünderorden als Bund von Ketzern angesehen wird, müssen sie dies heimlich tun und sich oftmals in große Gefahr begeben, um ihre Pflicht zu erfüllen.
Das Symbol der Templer ist die Silhouette des Tempels des Lichts vor der barandinischen Sonne.
Die Brüder vom Pfahl sind der einzige Orden des Barandinus, in dem gleichermaßen Paladine und Kleriker dienen, denn dieser Orden hat es sich zur Aufgabe gemacht, gegen die Bedrohung durch untote Kreaturen vorzugehen.
Dies bedeutet nicht, daß die Brüder vom Pfahl die anderen Pflichten ihres Glaubens vernachlässigen, doch ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Verfolgung und Vernichtung von Leichnamen, Vampiren und anderen untoten Schrecken.
Die Gefährlichkeit dieser Aufgabe bewirkt, daß der Orden zahlenmäßig sehr klein ist, denn Brüder vom Pfahl lassen beim Kampf gegen diese gefährlichen Gegner häufig ihr Leben.
Der Orden stand schon einige Male vor seiner vollständigen Auslöschung, doch es gelang den Priestern und Paladinen der Bruderschaft jedes Mal, ihre Reihen zu schließen.
Das Symbol der Brüder vom Pfahl ist ein hölzerner Pflock vor der barandinischen Sonne.

Die Gläubigen des Barandinus kennen eine Vielzahl legendärer Relikte, die der Heilsbringer hinterließ, als in die Ränge der Götter aufgestiegen ist.
Zum größten Teil sind dies Gegenstände, die Barandinus zu Lebzeiten besaß und die nun Spuren seiner göttlichen Macht enthalten.Vorteile für Kleriker und Paladine des BarandinusDiener des Barandinus sind selbstsichere Persönlichkeiten, die sich nur schwerlich einschüchtern lassen. Wenn eine Person versucht, einen Kleriker oder Paladin des Barandinus einzuschüchtern, erhält dieser die Hälfte seiner Klassenstufe als Kleriker oder Paladin als Bonus zu seinem Stufenwurf hinzu.
Manche dieser Gegenstände sind im Besitz von Tempeln und befinden sich meist im Besitz eines Meisters des Lichts.
Andere sind verschollen und nur aus Legenden oder den Erzählungen einzelner, die behaupten sie gesehen zu haben, bekannt.
Einige dieser Relikte werden von Barandinus selbst vergeben und tauchen in Zeiten von Not und Bedrohung in der Welt der Sterblichen auf, nur um wieder zu verschwinden, wenn die Gefahr gebannt ist.
Viele dieser Relikte sind mächtige Gegenstände des Guten, die von den Dienern des Barandinus ausschließlich eingesetzt werden, um die Ziele ihres Gottes zu verfolgen.
Einige Relikte werden im Folgenden erläutert:

Das Hemd des Heilsbringers: Dieses goldene Mithril-Kettenhemd taucht immer wieder auf, wenn Gläubigen des Heilsbringers eine bedeutende und gefährliche Aufgabe bevorsteht. Ehemalige Träger des Hemds berichteten, daß es morgens plötzlich in ihren Gemächern gelegen habe und am folgenden Morgen wieder verschwunden war. Hin und wieder bleibt das Hemd auch für längere Zeit im Besitz eines Trägers wie bei dem Barandinus-Paladin Mikorviel von Korsinth, der das Relikt trug, als er 918 n.K. Tandiak bereiste, um die Lehren des Heilsbringers zu verkünden.
Das Hemd des Heilsbringers ist ein Mithril-Kettenhemd +4, das seinem Träger einen Resistenzbonus von +4 auf Rettungswürfe und +4 auf sämtliche Würfe für das Vertreiben Untoter gewährt. Verbündete innerhalb von 30m um den Träger genießen die Auswirkungen des Zaubers Göttliche Führung, als wäre dieser permanent auf sie gewirkt.
Das Schwert des Beschützers: Dieses schmucklose Langschwert befindet sich im Besitz des Oriphanios, Meister des Lichts in der Sonnenhalle von Gwendrynn.
Es ist ein Langschwert des Strahlenden Lichts +3, mit dem Unterschied, daß es Untote treffen kann und +2W6 zusätzlichen Schaden gegen diese Kreaturen anrichtet.
Das Schwert des Beschützers ist ungefähr ein Jahr nach Barandinus’ Ableben zum ersten Mal aufgetaucht und befindet sich seitdem in den Händen seiner Priesterschaft. Es gilt als eines der mächtigsten Relikte des Heilsbringers und wird unter den Meistern des Lichts weitergegeben. Wenn ein Träger stirbt, taucht es bei einem anderen Meister des Lichts auf, der es bis zu seinem eigenen Tod behält.
In Zeiten großer Bedrohung durch untote Schrecken kommt es vor, daß der Träger des Schwertes es an einen Paladin des Glaubens weitergibt, damit er es im Kampf führt. Dies geschieht jedoch nur, wenn der Träger zuvor durch eine Vision oder den Besuch des Herolds des Heilsbringers darum gebeten wird. Nachdem die Gefahr beseitigt wurde, kehrt es unverzüglich und auf magische Weise in den Besitz des Trägers zurück.
Das Amulett der Furchtlosen: Dieses einfache, hölzerne Amulett hat die Form einer Sonne. Es existieren mindestens zwölf dieser Stücke, die sich häufig im Besitz verdienter Paladine befinden. Manche Amulette der Furchtlosen sind auch verschollen. Das Amulett der Furchtlosen gewährt seinem Träger permanent die Auswirkungen des Zaubers Furcht Bannen. Außerdem kann er durch das Amulett drei Mal täglich den Zauber Licht des Barandinus wirken. Die Zauberstufe entspricht der Charakterstufe des Trägers.
Jolgurs Vergeltung: Jolgurs Vergeltung ist ein Streitkolben, der einst dem Paladin Jolgur Lichthelm gehörte, der heutzutage wegen seines Mutes und seiner bedeutenden Taten im Dienste des Barandinus als Heiliger verehrt wird.
Nach Jolgurs Ableben entwickelte der Streitkolben (seine bevorzugte Waffe im Kampf) magische Kräfte.
Jolgurs Vergeltung ist ein schwerer Streitkolben, der +4 auf Angriffswürfe und 2W8 zusätzlichen Schaden gegen körperliche Untote gewährt.
Zusätzlich dazu gewährt Jolgurs Vergeltung dem Träger einmal täglich den Zauber Genesung (keine Materialkomponente nötig) und zwei Mal täglich den Zauber Schwere Wunden heilen (Zauberstufe 10).
Jolgurs Vergeltung befindet sich gegenwärtig im Besitz der Bruderschaft des Pfahls.

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