Cherubin

Die Cherubin sind die Barden der Engel und Troubadoure der Himmlischen Heerscharen. Sie sind die zahlenreichste Kaste der mächtigeren Engel.
Nur jene Engel oder Sterbliche werden zu Cherubin, die die Kraft erhebender Musik nutzen, um Gutes zu tun oder die Ordnung zu wahren.
Von dem Augenblick an, in dem sich ein Cherubin manifestiert, besitzt er ein ihm eigenes Instrument – zumeist eins, zu dem er einen besonderen Bezug hat oder das am ehesten seinem Charakter entspricht. Ein standhafter, selbstbewusster Cherubin könnte eine Posaune erhalten, während ein eher zurückhaltender, ruhiger Cherubin möglicherweise eine Harfe erhält.
Das Instrument eines Cherubin ist immer aus purem Silber und hat einen reinen, überirdischen Klang. Es ist kein natürlicher Gegenstand, sondern ein Teil der Seele des Engels, der sich als Instrument (fast immer eine Posaune, Harfe, Geige oder Laute) manifestiert. Spielleiter-Hinweis: Errata
Im Spiel benutzt ein Cherubin die Werte eines Posaunen-Archon (D&D Monsterhandbuch, S.20). Zu dem dortigen Eintrag liegen Errata vor.

Verliert ein Cherubin sein Instrument oder wird es gestohlen, verwandelt es sich in eine gewöhnliche Meisterarbeit seiner Art ohne übernatürliche Kräfte.
Ein Cherubin weiß stets, in welcher Richtung und Entfernung sich seine Posaune befindet, solange er sich auf der gleichen Ebene befindet.

In den Himmlischen Heerscharen nutzen Cherubin ihre musischen Kräfte, um ihren Brüdern und Schwestern im Kampf Mut und Hoffnung zu spenden.
Häufig werden Cherubin auch als Herolde oder Boten der Erzengel eingesetzt, denn sie sind äußerst wehrhaft und können sich auch in feindlichen Regionen allein behaupten. Jeder Erzengel hat einige Cherubin in seinem Gefolge, doch über die meisten Cherubin verfügt Uries, Herr der Posaunen von Palis.
Fast alle Seelen, die Uries in die Ränge der Engel beruft, manifestieren sich als Cherubin, doch einige von diesen schließen sich später anderen Erzengeln an.
Dadurch, daß die Erzengel bevorzugt Cherubin schicken, wenn sie Sterblichen oder anderen Wesen Botschaften übermitteln, haben Cherubin stark das Bild, das Sterbliche von den Engelsvölkern haben, geprägt. In den religiösen Darstellungen vieler Völker werden Engel deshalb meistens als Cherubin dargestellt.

Cherubin haben stets helles Haar und helle Haut. Sie haben ein menschliches, jugendhaftes und leicht androgynes Äußeres. Wenn sie inkognito unter den Sterblichen wandeln, hält man sie oft für gerade erst dem Kindesalter entwachsene Jugendliche – selbst wenn sie Jahrhunderte alt sind.
Ihr zartes, jugendliches Äußeres täuscht meist oft über die immensen Mächte hinweg, über die Cherubin gebieten.
Die meisten Cherubin tragen luftige Gewänder in weiß oder gelb und tragen nur selten Rüstungen oder sichtbare Waffen.
Cherubin haben meist einen fröhlichen, schöngeistigen Charakter.
Sie lieben den Gesang und die Musik und diese Macht gilt als die Einzige, die einen Cherubin vorübergehend von seinen Aufgaben ablenken kann. Wenn es um Musik geht, verspüren Cherubin oft eine schier unwiderstehliche Neugier, der sie nur allzu häufig nachgeben. Man hört gelegentlich von Barden oder anderen Musikanten, die an einem einsamen Ort üben und sich plötzlich einem Cherubin gegenüber sehen, der von ihrer Musik angelockt wurde und sie heimlich belauscht.
Dieser Umstand ist unter den Teufeln des Feurigen Abgrunds wohl bekannt und wenn sie einen Cherubin fangen wollen, nutzen sie nicht selten die Dienste eines Barden, um den Engel in eine Falle zu locken.
Viele Cherubin verfolgen die Laufbahn bestimmter Musiker, die ihre Sympathie oder Achtung wecken konnten und achten auf sie – oft ohne daß sich der Nutznießer dieser Fürsorge seines Gönners bewusst ist.
Manche Cherubin machen Musikern, deren Darbietung sie besonders beeindruckt hat, wertvolle Geschenke als Zeichen der Anerkennung. Man hat schon von Barden gehört, die von einem Cherubin ein magisches Instrument oder ein längst vergessenes Lied geschenkt bekommen haben.

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