Die Erzengel

Die Wesen, die unter Sterblichen als Erzengel bekannt sind, sind die Fürsten der Adelshäuser des Volks der Engel – das edelste Blut auf den Ebenen des Lichts.
Diese Fürsten, deren Macht selbst die der allmächtigen Solare übersteigt, gehören zu den ältesten Engeln des Multiversums.
Viele von ihnen waren schon da, bevor die Materielle Ebene und die ersten Sterblichen existierten.
Erzengel sind die Personifizierung von Gutem und Ordnung und jeder unter ihnen verspürt eine enge Bindung zu einer dieser Mächte.
Erzengel und ihre Anhänger
Ähnlich wie Heilige sind Erzengel zwar Kreaturen, die über göttliche Macht verfügen, aber im Vergleich zu Göttern und Halbgöttern ist diese gering.
Erzengel sind auch unter den Sterblichen als die Bewahrer des Guten bekannt und so beten nicht selten Sterbliche zu ihnen und bitten sie um Beistand.
Erzengel können diesen Beistand in Maßen auch gewähren, doch sie verfügen nicht über das göttliche Bewusstsein, um unzähligen Anhängern Aufmerksamkeit schenken zu können.
Oft erhören Erzengel nur besonders dringende oder verzweifelte Gebete, da sie andere schlicht nicht wahrnehmen.
Ein Erzengel besitzt immense göttliche Macht, über die er nach seinen Wünschen verfügen kann und er könnte Sterbliche von tödlichen Krankheiten befreien, Tyrannen stürzen oder Unglück ungeschehen machen, doch die wenigsten tun dies. Erzengel intervenieren meist nur, wenn Sterbliche von bösen Mächten bedroht werden, die ihre eigenen Kräfte übersteigen und denen sie nahezu hilflos ausgeliefert sind. Ein goldgieriger Fürst, der seine Untertanen knechtet und sie hungern lässt, ist auch in den Augen eines Erzengels ein Unhold, doch keiner, der das Eingreifen göttlicher Macht rechtfertigt. Wäre selbiger Fürst jedoch ein mächtiger Teufel, der nicht nur seine Untertanen quält, sondern auch ihre Seelen korrumpiert und sie zum Bösen verführt, könnte dies einen Erzengel auf den Plan rufen.
Auch wenn Erzengel von vielen Sterblichen verehrt werden, existieren keine Tempel zu ihren Ehren und es werden keine Gottesdienste in ihrem Namen gefeiert.
Erzengel können einem Anhänger die Macht eines Priesters verleihen, doch im Gegensatz zu Gottheiten ist diese Gabe begrenzt. Ein Erzengel kann nur einer Anzahl von Anhängern in Höhe seiner Trefferwürfel die Macht eines Klerikers, göttliche Zauber o.ä. verleihen, weshalb die Zahl von Priestern eines Erzengels im Vergleich zu den Anhängern wahrer Götter verschwindend gering ist. Es ist durchaus möglich, daß ein Erzengel in den Rang der Götter aufsteigen könnte, wenn er genügend Anhänger unter den Sterblichen sammelt, aber bisher schien noch kein Erzengel solche Ambitionen gehegt zu haben.
Jeder Erzengel schart Heere niederer Engel unter seinem Banner und sie bewohnen mächtige Festungen auf allen Ebenen des Lichts.
Ein Engel muss sich erst durch herausragende Heldentaten und außergewöhnliche Verdienste für das Gute und die Ordnung auszeichnen, bevor gewöhnliche Engel beginnen, ihn zu verehren und in die Ränge der Erzengel zu erheben.
Diese Anhänger eines jüngst erhobenen Erzengels bilden das Fundament seines Hauses.
Unter den Engeln ist es Gesetz, daß nur ein Erzengel ein Haus um sich sammeln darf.
Neben den Uralten Engeln der Schöpfung (wie die vier alten Erzengel Raziel, Mikhail, Garviel und Erach genannt werden) gibt es auch jüngere Erzengel, die erst seit – im kosmischen Sinne – kurzer Zeit zu den Rängen der Erzengel gehören.
Dies sind Kinder der uralten Engel der Schöpfung, Helden aus den Kriegen gegen die Abgründe oder Emporkömmlinge, die sich während des Aufruhrs ihre Sporen verdient haben.
Die genaue Zahl der Erzengel ist den Sterblichen nicht bekannt; man weiß aber, daß mindestens neun von diesen Mächten existieren.
Die Erzengel sehen es – vor allem seit dem Aufruhr und dem Bruch mit Krom – als ihre Pflicht, die Idee des Guten auf den Ebenen zu verteidigen.
Wenn es zu einer der seltenen Zusammenkünfte der Erzengel kommt – die gewöhnlich in Palis, Raziels Stadt der Solare, stattfindet und zu der nur Seraphin geladen werden – geht es häufig um die Machenschaften der Erzteufel und der Dämonenprinzen.
Gelegentlich verbünden sich die Seraphin miteinander oder mit anderen Erzengeln, um einen der Abgründe zu überfallen und der Bevölkerungsexplosion auf den Unteren Ebenen entgegen zu wirken.
Dennoch werden die Kriege stetig weniger, denn im Gegensatz zu den schier unermesslich erscheinenden Horden aus den Abgründen, hat das Volk der Engel seinen Tribut entrichtet.
Seine Zahl sinkt beständig und die Erzengel sind vorsichtiger geworden, wenn es um die Frage geht, ob die Himmlischen Heerscharen in den Krieg ziehen.
Die Erzengel sehen sich selbst als die mächtigsten Kräfte des Guten und der Ordnung und sehen oft geringschätzig auf Sterbliche hinab. Dennoch sehen sich vor allem die Seraphin als die Beschützer der sterblichen Völker. Sie wissen, daß die wankelmütigen und so leicht zu verführenden Sterblichen sich niemals ohne ihre Hilfe der beständigen Drohung durch seelenhungrige Teufel und Dämonen erwehren könnten.
Viele Erzengel (vor allem die uralten Engel der Schöpfung) besitzen mächtige Waffen oder gar Artefakte, die ihnen vor dem Aufruhr oft von den Göttern selbst zur Nutzung oder auch zur Verwahrung überlassen wurden. Nicht wenige dieser potenten Gegenstände sind von immenser Macht und werden aufwändig bewacht.
Die Erzengel wachen aufmerksam darüber, daß kein Sterblicher seine Hand an eines dieser Wunderwerke legt, denn die Folgen für das gesamte Multiversum könnten verheerend sein.

Im Folgenden werden die einzelnen Erzengel und ihre Eigenschaften beschrieben:

Die Uralten Engel der Schöpfung

Die Jüngeren Erzengel

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