Drachenbein

Diese höchst seltene Substanz gehört zu den begehrtesten Rohmaterialien, die überhaupt bekannt sind. Ähnlich wie Himmelsstahl und andere exotische Rohstoffe ist Drachenbein so selten, daß es nur für astronomische Preise zu haben ist – wenn man es denn überhaupt bekommt.
Gegenstände, die aus Drachenbein gefertigt sind, sind oft noch seltener zu bekommen, denn das rare Material kann nur mit großem Aufwand bearbeitet werden.
Es heißt, daß es höchstens zwei Dutzend Schmiede und Handwerker in Angraenors Reichen gibt, die überhaupt in der Lage sind, Drachenbein zu verarbeiten.

Ihren Namen hat diese Substanz völlig zu Recht.
Drachenbein ist eine Substanz, die sich aus den Knochen toter Drachen bildet.
Gelehrte vermuten, daß sie sich aus dem Knochenmark des Drachens entwickelt und nach dessen Tod aus dem Markkanal ins Knochengewebe übergeht und die Knochen zu jenem Material werden lässt, das Drachenbein genannt wird.
Genaue Details über diesen Prozess sind jedoch größtenteils unbekannt.
Es scheint, als müssten etwa hundert Jahre vergehen, bis der Prozess der Verwandlung in Drachenbein abgeschlossen ist und es scheint, als würden auch nicht alle toten Drachen diese Substanz bilden.
Lange vermutete man, daß dies von der Art des Drachen abhängig ist, doch diese Theorie scheint sich nicht zu bestätigen.
Vielmehr wird vermutet, daß Drachenbein nur aus den Knochen jener Drachen entsteht, die zu ihren Lebzeiten über mächtige Magie geboten haben. Möglicherweise ist es diese Magie, die das Knochenmark dieser Geschöpfe so verändert, daß sich anschließend Drachenbein bildet.

Man findet Drachenbein nur an Orten, an denen die Leichen von Drachen zu finden sind. Aus diesem Grund ist es die Region Gwandalien, die von jenem Ereignis, das als Drachensturm in die blutige Geschichte Angraenors eingegangen ist, fast gänzlich entvölkert wurde, in der das meiste Drachenbein zu finden ist. Immer wieder machen sich Gruppen von Abenteurern auf den Weg ins verlassene Landesinnere Gwandaliens, um in den Ruinen der zerstörten Städte und in den Höhlen der Gebirge nach den Leichen von Drachen zu suchen.
Da sich in Gwandalien jedoch noch immer etliche lebendige Drachen aufhalten und diese plündernden Leichenfledderern niederer Rassen mit wenig Wohlwollen begegnen, ist ein solches Unternehmen stets äußerst gefährlich. Viele dieser Gruppen, die aufbrechen, um Drachenbein zu suchen, kehren nie zurück.
Der Reichtum, der einen erwartet, wenn man ein altes Drachenskelett aus Drachenbein findet und es einem gelingt, dieses lebendig in die Zivilisation zu bringen, ist unermesslich und so brechen - trotz der immensen Gefahr – immer wieder Abenteurer zu derartigen Expeditionen auf. Ein einziger Drachenbein-Fund reicht meist schon aus, um einem Abenteurer ein ganzes Leben in Reichtum und überschwänglichem Luxus zu bescheren.
Was soll man mit dem Zeug?!
Drachenbein wurde erdacht, um die Einschränkungen abzuschwächen, denen einige Klassen des Angraenor-Settings ausgesetzt sind, weil sie Arkane Magie ablehnen oder ihnen diese verboten ist.
Die Grundklasse Inquisitor der Verkünderkirche und die Magierjäger-PrC sind Beispiele für solche Klassen. Da das System davon ausgeht, daß jeder Charakter im Rahmen seiner Klassenfähigkeiten Magische Gegenstände, Waffen, Zauber etc. ohne weitere Einschränkungen benutzen kann, sah ich es für nötig, ein Element in das Spiel einzubinden, das diesen Umstand ausgleichen kann.
Die erwähnten Klassen sollten auf Grund ihrer anderen Fähigkeiten auch ohne Arkane Magie bestehen können, doch für Spieler, die sich benachteiligt fühlen, stellt Drachenbein eine faire und stilvolle Alternative dar.
[Absinth]

Drachenbein ist eine pechschwarze, steinharte Substanz, die auf eine ähnliche Weise wie kalt geschmiedetes Eisen verarbeitet werden kann. Der Prozess ist jedoch um einiges aufwändiger und beinhaltet die Verwendung diverser geheimer Substanzen, die kostspielig und schwierig zu handhaben sind.
Ein Schmied muss über mindestens 15 Ränge in Handwerk (Schmiedekunst) verfügen, um Drachenbein verarbeiten zu können und muss außerdem das Geheimnis seiner Verarbeitung kennen.
Unter Schmieden wird dieses Wissen nur unter der Prämisse der Verschwiegenheit mündlich weiter gegeben und traditionell niemals niedergeschrieben.
Die häufigste Verwendung für Drachenbein ist das Schmieden von Waffen.
Drachenbein hat eine außergewöhnliche Eigenschaft, die die Ursache dafür ist, daß diese seltene Substanz so wertvoll und begehrt ist.
Drachenbein ignoriert jeglichen magischen Schutz, wenn die Waffe auf eine verzauberte Rüstung oder eine schützende Aura durch einen Gegenstand trifft.
Sie gewährt keinen Bonus auf den Angriffswurf – es sei denn, es handelt sich dabei um eine Meisterarbeit.
Die Qualität einer Waffe aus Drachenbein richtet sich nach der Reinheit des verwendeten Materials. Ebenso wie magische Waffen kann die Reinheit einer Drachenbeinwaffe in einen Grad von +1 bis +5 eingeteilt werden.
Wenn eine Kreatur von einer solchen Waffe getroffen wird, werden alle Boni auf die Rüstungsklasse, die als Magiebonus klassifiziert werden, in der Höhe des Reinheitsgrads ignoriert.
Wenn beispielsweise ein Kämpfer einen Magier mit einer Drachenbeinklinge mit einer Reinheit von +4 angreift, werden magische RK-Boni in Höhe von +4 ignoriert. Verfügt der Magier z.B. über einen magischen RK-Bonus von +5, wird er für den Kampf so behandelt, als verfüge er nur über einen Bonus von +1.
Tritt der selbe Kämpfer gegen einen Gegner ohne magischen Schutz an, hat die Reinheit der Drachenbeinklinge keinerlei Effekt und wird behandelt, als sei sie eine gewöhnliche Waffe ihrer Art.
Da eine Waffe aus Drachenbein nicht-magisch ist, addiert sie keinen Bonus auf den Schaden, kann nicht von Magie gebannt und nicht einmal durch diese entdeckt werden. Sie wird aber im Spiel behandelt, als sei sie magisch, wenn es z.B. um das Überwinden von Schadensreduzierung oder Immunitäten geht.
Das Herstellen einer Waffe aus Drachenbein dauert so lange, wie das Herstellen einer gewöhnlichen magischen Waffe mit einem Verbesserungsbonus des entsprechenden Grads. Da eine Drachenbeinwaffe jedoch keinen Bonus auf den Schadenswurf gestattet, reduzieren sich die Herstellungskosten um 30%.
90% dieses Wertes stellen die Materialkosten des Drachenbeins dar, während die übrigen 10% auf die zusätzlichen, geheimen Substanzen entfallen.
Eine Drachenbeinwaffe kann nicht mit einem Zauber belegt werden. Es scheint, als würde sich die Eigenart des Drachenbeins nicht mit Magie vertragen.
Jede Drachenbeinwaffe, die verzaubert wird, verliert ihre besonderen Eigenschaften und verwandelt sich in eine gewöhnliche magische Waffe ihrer Art.

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