Ganiordaes

Ganiordaes ist eines der bedeutendsten Reiche am Gwandalischen Meer. Es liegt im Westen der gwandalischen Halbinsel und besteht zum größten Teil aus warmen Steppen. Die Küstenregionen sind regenreich und fruchtbar.
Ursprünglich eine Provinz des Großreiches Gwandalien, wurde es nach dem Drachensturm (3000 v.K.) ein unabhängiges Reich.
Die Hauptstadt Gvanifay ist eine der größten Städte Angraenors.
Das Reich erlangte seinen Status als eines der mächtigsten und bedeutendsten Reiche Angraenors durch das Große Portal des Ostens, ein gigantisches permanentes Portal zur Astralen Ebene, das sich im Jahre 1800 v.K. manifestierte.
Das Portal ist Segen und Fluch zugleich, denn neben den unermesslichen Reichtümern, die der Handel mit den Völkern der Ebenen einbringt, ist es zugleich eine Pforte für außerweltliche Eroberer, die immer wieder versuchen, in Ganiordaes einzufallen.
Die hartnäckigsten Feinde des Reiches sind die Teufel der berüchtigten Pestkönigin Aralaika, mit denen sich Ganiordaes seit Jahrhunderten in einem blutigen Krieg befindet.
Doch auch andere Reiche Angraenors neiden dem Reich seinen unermesslichen Wohlstand.
Die Kreshh aus Nord-Bornesh, die wilden Orkstämme des Westens oder die räuberischen Hobgoblins von Orgish sind eine stetige Bedrohung für Ganiordaes.
Die zunehmende Piraterie im Gwandalischen Meer und die Bedrohung durch die Xurakon, ein Volk plündernder Seeräuber von den Blutigen Inseln im fernen Westen, gefährden ebenfalls Ganiordaes’ Frieden und Wohlstand. Die Bedrohung durch außerweltliche Eroberer und die Feinde aus dem Süden und Osten ist allgegenwärtig und jeder Ganiordi weiß, daß Frieden trügerisch sein kann.
Zu oft schon durchlebte das Reich schreckliche Tragödien, grauenhafte Kriege und Zeiten von Not und Ungewissheit.
Vor allem seit die räuberischen Teufel der Pestkönigin mit Hilfe des verräterischen Handelshauses der Kontezzani eine Enklave in der nord-bornesischen Hafenstadt Hellnura gründen konnten und somit über einen festen Stützpunkt auf der Materiellen Ebene verfügen, rechnet Ganiordaes stets mit einer Invasion.

Beherrscht wird Ganiordaes von den Damaritern, die ursprünglich ein Zirkel von Ebenenwanderern waren, die die Eigenschaften des Portals erforschten und die sich irgendwann, mit wachsender Bedeutung, zu den weltlichen Herrschern des Reiches aufschwangen. Ihr Führer, der Damar, hat den Status eines Kaisers.
Unterstützt werden die Damariter vom Ganiordischen Rat, einer Versammlung von Adeligen, Vertretern der Provinzen und anderen Würdenträgern (Priester, Gildenvertreter u.ä.), der alle Vierteljahr in Shembanyor zusammen tritt und der jeglichen Entscheidungen der Damariter zustimmen muss, bevor sie in Kraft treten.
Ausnahmen sind Kriegszeiten, in denen der Damar ohne Zustimmung des Rates herrscht, allerdings muss der Rat dazu vorher das Kriegsrecht aussprechen.
Das Reich besteht aus acht Provinzen, die jeweils von mächtigen Adelshäusern beherrscht werden.
Die reichsten und einflussreichsten Adelshäuser sind die Häuser Umbralor, Braskolyr und Makeiros.
Ganiordaes ist ein Reich, in dem eine Vielzahl von Rassen anzutreffen ist. Menschen sind die größte ethnische Volksgruppe, gefolgt von Merkaniern, Gnome und Hobgoblins. Doch durch das Große Portal des Ostens findet man nirgendwo in Angraenor eine solche Vielzahl von Rassen und Völkern wie im Reich der Damariter. Die Tatsache, daß all' diese Völker in Ganiordaes größtenteils friedlich zusammen leben, verdankt man der Toleranz und der fortschrittlichen Weltanschauung der ganiordischen Bevölkerung.
Im Reich der Damariter ist man stolz darauf, daß Leute dort ausschließlich nach ihren Taten und nicht nach ihrer Herkunft beurteilt werden. Allerdings gibt es durchaus Ausnahmen von dieser Tradition, wie die rassistische Politik der mächtigen Handelsstadt Glazuria gegen das Volk der Hobgoblins auf unangenehme Weise belegt.
Die ganiordaesche Toleranz zieht sich durch alle Bereiche des täglichen Lebens.
Es herrscht Religionsfreiheit und selbst das Verehren zwielichtiger Götter wie Gondrakuul oder Vikonas wird toleriert, solange der Frieden und die Ordnung im Reiche dadurch nicht bedroht werden.
Die vorherrschende Religion in Ganiordaes ist der Barnazul-Kult.
Die Verehrung der 'Schlange der Zeit' geht bis zu den Traditionen des alten Gwandaliens zurück.
Der Barnazul-Kult predigt den stetigen Wandel und die Unbeständigkeit von allen Dingen.
Obwohl die Lehren Barnazuls deutlich komplexer sind, ziehen die einfachen Gläubigen eine vorherrschende Schlussfolgerung: man sollte seine Gelegenheiten nutzen, denn sie können im Handumdrehen verflogen sein. Ein typischer Ganiordi versucht seinen Tag zu nutzen, so gut er kann und keine Gelegenheiten verstreichen zu lassen. Sie gelten als risikofreudig und spontan, werden aber genauso oft als wankelmütig und sprunghaft angesehen.
Ganiordaes ist eines der fortschrittlichsten und wohlhabendsten Reiche Angraenors.
Während man in den barbarischen Weiten des Nordens bei Kerzenschein sitzt, erhellen in Ganiordaes magische Laternen die Straßen während Talium-Luftschiffe lautlos über die Städte gleiten.
Magie ist in Ganiordaes allgegenwärtig.
Dadurch daß Magie selbst für alltägliche Dinge wie Baukunst, Transport und ähnliches benutzt wird, ist die moderne Dampfmechanik, die im Norden Angraenors so weit verbreitet ist, in Ganiordaes nicht sonderlich häufig anzutreffen.
Eine Ausnahme stellen dabei Konstrukte dar. Die Ganiordi lieben Konstrukte und man findet sie in den großen Städten ebenso häufig, wie in Grauflucht, Severna oder Ambreszand. Die Damariter verfügen über mehrere Kampfkonstrukt-Bataillone, die ihnen in den Kämpfen gegen die Feinde des Reiches immer wieder von Nutzen sind. Auch Feuerwaffen gehören zu den Innovationen, die im Reich der Damariter weit verbreitet sind.
Ganiordaes wirtschaftlicher Reichtum basiert vor allem auf dem Handel mit exotischen Waren von den Ebenen und magischen Gegenständen.
Ansonsten ist Ganiordaes als Weinanbaugebiet geschätzt und für edles Kunsthandwerk bekannt.
Der Westen des Reiches bringt wertvolle Bodenschätze wie Silber und Mithril hervor.
Ganiordaes treibt vor allem mit dem Nachbarreich Skaliverni und den freien Städten der gwandalischen Halbinsel Handel, exportiert seine Waren über den Scherbenstrom allerdings auch in nördliche Reiche wie Ornien oder Gwendell.
In den letzten Jahrhunderten hat vor allem der wachsende Überseehandel zu den fernen Reichen von Mandrill und Nova Bakairis zu Ganiordaes' Reichtum beigetragen.
Das Reich ist wohlhabend und Hunger unter der Bevölkerung kennt man nur aus Krisenzeiten.
Die politische Lage im Land ist wechselhaft.
Der größte Teil des Volkes legt eine patriotische Neigung an den Tag und steht hinter den Entscheidungen der Damariter. Viele Ganiordi halten ihr Reich für die fortschrittlichste Nation unter der Sonne, allerdings wird dieser Stolz von vielen Bewohnern anderer Länder als Hochnäsigkeit ausgelegt.


Die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte von Ganiordaes

ca. 6000 – 5000 v.K.
In der Region, die später einmal als Ganiordaes bekannt wird, lebt das Volk der Tryliden. Sie errichten terrassenartige Städte an den Hängen der Slaadspitzen. Kaum etwas ist aus dieser Zeit überliefert und nur Fresken in den Ruinen ihrer Siedlungen geben Aufschluss über die Kultur dieses geheimnisvollen Volkes. Bei den Tryliden handelt es sich um ein Volk dreiäugiger Reptilienmenschen; möglicherweise die Vorfahren der Reptilienvölker, die heute die Regionen des Gwandalischen Meeres bevölkern. Die Fresken erzählen von einem martialischen Volk, das von Zauberern beherrscht wurde und grauenhafte kannibalische Riten vollzog. Über den Niedergang der Tryliden ist kaum etwas bekannt. Möglicherweise führten inzestuöse Sitten zu ihrer Degeneration und dem Untergang ihrer Kultur.

ca. 4000 v.K.
Gwandalische Siedler erschließen die Provinz Ganiordaes und gründen die Hafenstadt Shembanyor.

ca. 3900 v.K.
Zum Schutz vor den plündernden Horden aus dem Alt-Orkischen Königreich errichtet Gwandalien die Palisade von Merlosh.

ca. 3850 v.K.
Die Vollendung des prächtigen Smaragd-Tempels von Shembanyor zu Ehren der Göttin Barnazul markiert den vorläufigen Höhepunkt der Ausbreitung des Kultes um die Schlange der Zeit in den Ländern am Gwandalischen Meer.
In allen bedeutenden Städten der Region finden sich die markanten Schlangentempel Barnazuls und Priester dieses Kultes finden sich sogar unter den Vertrauten mächtiger Herrscher.

3000 v.K.
Das Geisterhafte Orakel im Gwandalischen Meer entsteht und zeigt als erste überlieferte Prophezeiung die Silhouette eines Drachen.
Noch in der selben Woche fällt eine große Schar zorniger Drachen, Überlebende der Drachenkriege von Ernambor, über die blühenden Provinzen Gwandaliens her und entfesselt ein Schlachtfest der Zerstörung.
Innerhalb weniger Wochen werden ganze Landstriche in Schutt und Asche gelegt und allein bei der vollständigen Vernichtung Gwandalurs sterben Zehntausende.
Mehr als die Hälfte der Bewohner der gwandalischen Länder verliert während der Zeit des Drachensturms das Leben.
Binnen eines Monats fällt die mächtige Allianz und Ströme von Flüchtlingen wandern in die Regionen, die von dem Drachensturm verschont blieben; die Provinzen Ganiordaes, Skaliverni und einige wenige Hafenstädte der Gwandalischen Halbinsel.
Zum Glück für die angrenzenden Reiche toben unter den Drachen brutale Machtkämpfe, in denen ein Großteil der Bestien vernichtet wird.
Einige Drachen fliehen in andere Regionen Angraenors und nur die Mächtigsten unter ihnen leben noch heute in den Ruinen Gwandaliens.

2997 v.K.
Ganiordaes und das Nachbarreich Skaliverni erklären sich zu souveränen Nationen. Der ganiordische Rat wird gegründet und ernennt den Heerführer Ulianis Sporgaster zum ersten König des Reiches. Die Hafenstadt Shembanyor wird zur Hauptstadt ausgerufen. Ganiordaes und Skaliverni schließen den so genannten Freundschaftspakt; ein Bündnis, das den beiden Reichen gegenseitige Hilfe im Falle eines Angriffs zusichert und Handelsvorteile mit sich bringt.

ca. 2900 v.K.
Der junge Prinz Hakeshi von den Kreshh kommt in Nord-Bornesh an die Macht und beginnt einen Krieg gegen die geschwächten und zerschlagenen Reiche am Gwandalischen Meer.
Die Kreshh scheuen keine Mühen, um die Herrschaft über die Region an sich zu reißen und schicken Zehntausende von Soldaten und Sklaven in den Krieg.
Der so genannte Sklavenkrieg breitet sich über das gesamte Gwandalische Meer aus und bringt den Handel zwischenzeitlich für Jahre zum Erliegen.
Der bornesische Versuch, die Ufer der Asche zu besiedeln, wird von mehreren Überfällen der Drachen aus Zentral-Gwandalien vereitelt.
Als die Hobgoblins von Orgish schließlich damit beginnen, ihrerseits bornesische Hafenstädte zu überfallen und im Jahre 2887 v.K. die bedeutende Stadt Hellnura nahezu niederbrennen, ziehen sich die Invasoren der Kreshh zurück und versuchen, mit subtileren Methoden ihre Ambitionen in die Tat umzusetzen.

ca. 1800 v.K.
In den Reichen Angraenors beginnt eine Zeit unnatürlicher Ereignisse.
Grausige Stürme wüten wochenlang, Flutwellen vernichten weite Teile von Angraenors Küsten, die Erde bebt und reißt ganze Städte in die Tiefe und an etlichen Orten entstehen temporäre Tore zu fremden Ebenen.
Die Priester Aulets in den Geheiligten Hallen Varnishandors prophezeien den Anfang des Weltuntergangs.
Unbekannte, gefährliche Kreaturen tauchen plötzlich in einigen Städten und Siedlungen auf und verursachen überall in den Reichen Panik und Entsetzen.
Zentrum dieser Geschehnisse scheint das bis dato unbedeutende Reich Ganiordaes an den Ufern des Gwandalischen Meeres zu sein.
Die Gelehrten von Ganiordaes und den umliegenden Reichen vermuten eine Unebenheit im Gefüge der Ebenen.
Die Katastrophen und der Einfall dämonischer Horden von den unteren Ebenen richten große Verwüstungen an und drohen, dass Reich ins Chaos zu stürzen.
Nach einem mächtigen Sturm entsteht in der Stadt Gvanifay schließlich das Große Portal des Ostens, ein riesiges permanentes Tor zur Astralen Ebene.
Die Stürme und Beben vergehen, doch das Phänomen der temporären Öffnungen zu anderen Ebenen bleibt in vielen Regionen Angraenors bis heute bestehen.
Gelehrte aus aller Herren Länder reisen nach Ganiordaes um das Portal zu studieren und seine Eigenschaften zu enträtseln.

1791 v.K.
Botschafter aus Merkanien, einem Reich fern im Südwesten, nehmen Kontakt zu den Herrschern von Ganiordaes auf.
Die erfahrenen merkanischen Ebenenwanderer lehren Ganiordaes den Umgang mit dem Portal und läuten damit eine Zeit unermesslichen Wohlstands ein, die Ganiordaes zur mächtigsten Nation am Gwandalischen Meer aufsteigen lässt.
Die einstmals unbedeutende Stadt Gvanifay wird zur Hauptstadt erklärt.

1789 v.K.
Der Orden der Damariter, ein Bund von Gelehrten, die von den [angraenor.wikidot.com/merkanier Merkaniern] Wissen über das Portal und die Natur der Ebenen erlangt haben, wird gegründet.
Die Damariter erhalten von den Herrschern Ganiordaes’ die Aufgabe, das Portal zu bewachen und kontrollieren.

ca. 1750 v.K.
Die ersten skalivernischen Luftschiffe bereisen das Gwandalische Meer.
Reiche wie Ganiordaes oder Nord-Bornesh zahlen astronomische Preise für diese Wunderwerke der Taliumtechnik.

1237 v.K.
Yukalaz, letzter König von Ganiordaes stirbt. Der ganiordische Rat beschließt, die Herrschaft den Damaritern zu übertragen und so wird in Gvanifay der erste Damar gekrönt.
Damit übernehmen die Herren des Portals die weltliche Macht über das blühende Reich.
Das Geisterhafte Orakel prophezeit, dass eines Tages das Portal den Niedergang des Landes und seines Volkes bringen werde.

1235 v.K.
Der Damar gründet die Wissenshüter von Shembanyor, ein Orden von Magier, Terkispriestern und Schriftgelehrten, die das arkane Wissen, das daß Reich im Laufe seiner Geschichte angesammelt hat, zum Arkanen Archiv zusammen tragen. Die Wissenshüter suchen in den Dokumenten nach den Lösungen alter Geheimnisse und sichten Schriften von den Ebenen nach unbekanntem Wissen. Über die Jahrhunderte wird der Orden der Wissenshüter zur unangefochtenen Autorität des Damariter-Reiches für alle arkanen Angelegenheiten und zum Bewahrer mannigfaltiger Geheimnisse.

102 v.K.
Eine mysteriöse Katastrophe vernichtet die ganiordaesche Hafenstadt Prinubria aus heiterem Himmel.
Von den wenigen Überlebenden berichten mehrere von einer gigantischen schwarzen Flutwelle.
Die Ermittler der Damariter können keinerlei Hinweise auf die Ursache finden, doch es entstehen hartnäckige Gerüchte, dass ein mächtiges Artefakt für die Zerstörung verantwortlich sei.
Die Bestrebungen der Herrscher von Ganiordaes, die Stadt wieder aufzubauen und Bewohner dort anzusiedeln, sind erfolglos.
Im Volk erzählt man sich, dass ein Fluch auf den Trümmern der Hafenstadt läge.
Die Ruinen Prinubrias verkommen zu einer Geisterstadt und zum Mittelpunkt zahlreicher Schauermärchen.

5 n.K.
In Lykestra wird der erste Krom-Tempel von Ganiordaes gegründet. Krom findet viele Anhänger im Reich der Damariter, kann jedoch die traditionelle Verehrung Barnazuls nicht verdrängen. Im Gegensatz zu vielen anderen Reichen Angraenors erlangen die Anhänger Kroms in Ganiordaes keinen politischen Einfluss.

155 n.K.
Der Überfall auf Naviria durch die ‚Söhne der Naga’, einer Piratenhorde aus Nord-Bornesh, markiert den Beginn einer Hochzeit der Piraterie im Gwandalischen Meer.
Vor allem Orgish entwickelt sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer Hochburg der gwandalischen Seeräuberbanden. Ganiordaes und Skaliverni rufen ein Handelsembargo gegen das Inselreich aus, um es dazu zu bewegen, gegen die Piraterie in seinen Hoheitsgewässern vorzugehen. Das Embargo bewirkt aber das Gegenteil, denn die Herrscher Orgishs erklären ihre Häfen daraufhin zu sicheren Anlegeplätzen für die Piraten des Gwandalischen Meeres. Die Piraten zeigen sich dem Reich dadurch erkenntlich, daß sie das Embargo umgehen, indem sie Schmuggelwaren und die Prisen ihrer Beutezügen in Orgishs Häfen bringen.

325 – 328 n.K.
Stämme von Steinriesen aus den Slaadspitzen überfallen die Regionen um Haglas und Sporgaster und lassen sich dort nieder. Der Damar entsendet seine Streitmächte, um die Eindringlinge zu vertreiben und der daraus resultierende, blutige Konflikt geht als Riesenkrieg in die Geschichte des Reiches ein. Ganze Bataillone der ganiordischen Streitkräfte werden von den Riesen vernichtet und die östlichen Provinzen werden für Jahre zum Schauplatz blutiger Schlachten. Die Landwirtschaft des Reiches kommt durch den Krieg fast vollständig zum Erliegen, was Hungersnöte in weiten Teilen des Reiches nach sich zieht. Erst der Einsatz von Soldmagiern aus Gwendell bringt die Wende und treibt die Riesen zurück in die Slaadspitzen.

ca. 600 n.K.
Teufel aus den Scharen der Pestkönigin Aralaika, einer Höllenfürstin aus dem Feurigen Abgrund, nutzen die Natur der temporären Portale, um in Ganiordaes einzudringen und heimlich kleine Enklaven zu gründen.
Die Damariter vertreiben die Invasoren schließlich, doch es kommt immer wieder zu unerwarteten Übergriffen.
Auch die Zahl anderer fremdartiger Kreaturen von den Unteren Ebenen scheint beständig zuzunehmen.
Der sagenhafte Reichtum Ganiordaes’ lockt Besucher aus den entferntesten und fremdartigsten Winkeln des Multiversums herbei.

616 n.K.
Der Damar von Ganiordaes wird von einem Meuchelmörder im Auftrag der Pestkönigin Aralaika ermordet.
Eine Flotte Astralgaleeren der Teufel greift Gvanifay an und zerstört große Teile der prächtigen Stadt.
Fast gleichzeitig fällt eine zweite Armada über die skalivernische Hauptstadt Respia her und richtet ebenfalls massive Zerstörungen an.
Es folgt ein fast fünfjähriger Krieg, der zu gleichen Teilen in Angraenor und auf der Astralen Ebene stattfindet.
Weite Teile von Ganiordaes und Skaliverni fallen zwischenzeitlich unter die Herrschaft der außerweltlichen Invasoren. Zeitweilig wird sogar das Große Portal des Ostens verschlossen.
Erst 621 n.K. gelingt es den Verteidigern mit der Hilfe bornesischer Söldner die Eroberer zu vertreiben.

623 n.K.
Gelehrte aus Shembanyor erfinden den Astral-Sextanten, der das Vorhersagen und Aufspüren temporärer Portale, ihrer Beständigkeit und ihrer Zielebene erlaubt.
Die Damariter versuchen eine Verbreitung dieses Gegenstandes zu verhindern, um einen Missbrauch durch potentielle Invasoren zu verhindern, doch merkanische Händler kommen ihnen zuvor.
Die Astral-Sextanten verbreiten sich rasch auf allen bekannten Ebenen.

ca. 700 n.K.
Der aufkommende Überseehandel mit den fernen Reichen von Mandrill und Nova Bakairis bringt neue Reichtümer nach Ganiordaes; markiert jedoch auch den Beginn eines rücksichtslosen Konkurrenzkampfes mit dem einstmaligen Schwesterreich Skaliverni um die Vorherrschaft im lukrativen Handel mit dem fernen Süden.

717 n.K.
In Glazuria verursachen zwei rivalisierende Magiergilden die Katastrophe, die später als das ‚Shingenyis-Disaster’ eine traurige Berühmtheit erlangt. Ein arkanes Ritual, das daß herrschende Adelshaus Bucanistro auslöschen soll, schlägt fehl und entfesselt den schrecklichen Elementar-Dämon Shingenyis. Selbst die Wissenshüter von Shembanyor können das Scheusal nicht bannen, sondern lediglich vertreiben. Bis heute fordert der grauenvolle Dämon jährlich dutzende Tote in der Provinz Glazuria.

802 n.K.
Die Raubsegler der Xurakon tauchen erstmals im Westen des Gwandalischen Meeres auf und überfallen die skalivernische Hafenmetropole Naviria. Auch einige kleine Siedlungen an der ganiordischen Küste fallen den Plünderern zum Opfer. Die große Werft von Braxis wird von den Xurakon nieder gebrannt.

811 n.K.
Der vandelarische Groß-Patriarch Anthargios erklärt den Umgang mit anderen Ebenen zur Blasphemie und erklärt die Reiche Ganiordaes, Nord-Bornesh und Skaliverni zu Orten des Bösen.
Die Inquisitoren der Verkünderkirche beginnen im Geheimen gegen die Damariter, die ganiordaeschen Portale und die Ebenenwanderer vorzugehen.

844 n.K.
Die Xurakon dringen ins Gwandalische Meer vor und plündern mehrere Häfen in Orgish, Nord-Bornesh und Ganiordaes. Am schlimmsten trifft es die Stadt Caliphor, die von einem gewaltigen Feuer fast vollständig zerstört wird. Die ganiordische Hafenstadt Glazuria ist fast ein Jahr lang in den Händen der Eroberer, bevor eine Allianz ganiordischer und skalivernischer Kriegsschiffe die furchterregenden Xurakon vertreiben kann. Zum Schutz vor zukünftigen Überfällen durch die Eroberer sowie der zunehmenden Bedrohung durch Piraten befiehlt der Damar von Ganiordaes die Gründung des Goldenen Geschwaders; einer Kriegsschiff-Flotte der ganiordischen Marine, die gegen Piraten, Plünderer und andere Gesetzlose auf dem Gwandalischen Meer vorzugehen beginnt.

925 n.K.
Die Kontezzani verbünden sich mit der mächtigen Pestkönigin Aralaika und erlauben ihren Teufeln, eine Enklave in Hellnura zu errichten.
Die ‚Augen von Farghest’ enthüllen schließlich, dass die Reichtümer zum Erwerb Hellnuras aus den Schatzkammern der Pestkönigin stammten.
Die Kreshh und die Damariter von Ganiordaes wittern ein Komplott und beginnen, ihre Reiche auf eine mögliche Invasion der höllischen Eroberer vorzubereiten.

927 n.K.
Aralaikas Astralgaleeren überfallen die skalivernische Hafenstadt Naviria und richten massive Zerstörungen an.
Der skalivernische Erzmagier Orislain, der seine Heimatstadt gegen die Invasoren verteidigt, und der teuflische Psioniker Szligzz vernichten sich gegenseitig in einem mörderischen Kampf.
Die Auflösung dieser mächtigen Männer lässt einen gigantischen Wirbelsturm entstehen, der noch heute auf dem Gwandalischen Meer tobt.

931 n.K.
Ein Kader teuflischer Yrthakreiter der Pestkönigin überfällt die Hafenstadt Glazuria und richtet immense Schäden an.

933 n.K.
Die Kreshh schließen mit den Damaritern von Ganiordaes ein Handelsabkommen um ihre Flotten vor Überfällen der Pestkönigin zu schützen und das aufstrebende Hellnura zu isolieren. Die Kreshh entsenden einen Handelskonsul in die bedeutende ganeordische Hafenstadt Glazuria.

939 n.K.
Der Krieg zwischen den Kreshh und den Kontezzani weitet sich auf das gesamte Gwandalische Meer aus. Orgish verbündet sich mit Hellnura und schickt seine gefürchtete Flotte gegen die Kreshh. In mehreren Hafenstädten – auch in Glazuria – kommt es zu Schlachten zwischen Kontezzani und Truppen der Kreshh. Teile der Altstadt von Caliphor werden bei einem Bombenanschlag auf den Botschafter von Hellnura zerstört.

943 n.K.
Der Handel im Gwandalischen Meer kommt fast völlig zum Erliegen. In Ganiordaes und Skaliverni toben Hungersnöte, während die Erträge in den Speichern der Handelshäfen verrotten. In Glazuria und mehreren anderen Hafenstädten kommt es zu Aufständen der Bevölkerung.
Maturgon Makeiros, die Große Schlange von Shembanyor, ruft im Namen des Barnazul-Kults zum Frieden auf.
Alle Kriegsparteien beugen sich dem Erlass der mächtigen Priester, nur die Pestkönigin erscheint nicht zur Unterzeichnung des Friedensvertrags auf der Insel des Orakels.
Während die Oberhäupter der Kreshh und der Kontezzani und die Herrscher von Orgish und zahlreicher Handelsstädte unter der Aufsicht des Barnazul-Kults Frieden schließen, fällt ein Schwarm von Yrthakreiter der Pestkönigin über den Smaragd-Tempel von Shembanyor her und tötet Hunderte von Gläubigen.
Die Große Schlange ruft daraufhin zu einem Heiligen Krieg gegen die Teufel der Pestkönigin und ihren Verbündeten auf, dem fast alle Völker der Region folgen.

944 n.K.
Im Frühjahr des Jahres stürmen Orgish-Hobgoblins unter dem Banner Barnazuls nach langer Belagerung die Zitadelle der Pestkönigin in Hellnura. Die Teufel werden vernichtend geschlagen, doch die Höllenfürstin selbst entkommt. Die Kontezzani sind vernichtend geschwächt und Khan Vyglo verlangt die Wiedervereinigung der Enklave mit Nord-Bornesh. Die Große Schlange widerspricht der Forderung und gewährt den Kontezzani Schutz und Hilfen zum Wiederaufbau ihrer Stadt unter der Voraussetzung, daß das Haus den größten Barnazul-Tempel am Gwandalischen Meer errichten lässt. Dennoch vergehen Jahre, bis die Kontezzani wieder spürbaren Einfluss auf den Handel auf dem Gwandalischen Meer erlangen.
Die Kreshh halten als einzige Handelsmacht ihr Handelsembargo gegen Hellnura aufrecht.

992 n.K.
Ein Überseefahrer aus Nova Bakairis bringt die gefürchteten Purpurpocken erstmals nach Angraenor. In der völlig unvorbereiteten Hafenstadt Glazuria stirbt ein Fünftel der Bevölkerung, bevor Priester der Barnazul die Seuche eindämmen können. Die Seuche greift auch auf Gvanifay, Respia und Shembanyor über und fordert zehntausende Opfer, bevor sie endlich ausgemerzt werden kann.

996 n.K.
Stämme von Sargon-Reptilienvölkern verbünden sich und rufen die Nation Pangesha im Gwandalischen Meer aus. Eine Flotte von Kriegsschiffen aus Ganiordaes versucht, den Bund der Wilden zu zerschlagen, muss sich jedoch nach großen Verlusten zurückziehen.
Es gehen Gerüchte um, daß die Armeen der Sargon von Kriegsschiffen der Xurakon unterstützt werden.

999 n.K.
Kampagnenbeginn.


GaniordaesSkaliverni.jpg

Erläuterungen zur Karte

Hinweis: Die Länder nördlich und östlich des Scherbenstroms gehören zu Skaliverni. Die dort verzeichneten Orte werden im Artikel über Skaliverni (gegenwärtig noch nicht online) beschrieben.

Aschenforst: Dieser Wald wird von der Hafenstadt Glazuria für Forstwirtschaft genutzt. Dort werden Teufelsholzbäume und Schwarzeichen gefällt, die an die Werften von Braxis, Naviria und Gvanifay verkauft werden. Im Aschenforst gibt es ungefähr ein Dutzend Holzfällerlager. Über den Kaltschaum und den Russfluss (nicht auf der Karte abgebildet) wird das Holz direkt nach Glazuria transportiert, wo es verschifft wird. Gelegentlich verschwinden Holzfäller im Aschenforst und es geht das Gerücht, daß eine Schwarze Nymphe, ein boshaftes Feenwesen, dort sein Unwesen treibt.
Axanyr: Axanyr ist die westlichste Siedlung der Provinz Shembanyor. Diese kleine Stadt wird überwiegend von Fischern und Walfängern bewohnt, da der Hafen für große Handelsschiffe zu seicht ist. Noch vor wenigen Jahrzehnten galt Axanyr als Schlupfloch für Piraten, doch die erbarmungslose Jagd durch das Goldene Geschwader von Glazuria hat die Seeräuber vertrieben. Für eine einfache Fischersiedlung ist Axanyr allerdings erstaunlich wohlhabend und in Shembanyor vermutet man, daß der Ort noch immer gelegentlich von Piraten angelaufen wird, die dort ihre Beute an Hehler und Schmuggler verkaufen.
Braxis: Diese Stadt nördlich von Glazuria ist um die berühmte Orventar-Werft herum entstanden. Die Orventar-Werft ist die größte Werft von Ganiordaes und befindet sich im Besitz der einflussreichen Schiffsbauer-Dynastie gleichen Namens. In Braxis legen nur selten größere Handelsschiffe an, da es dort kaum Niederlassungen von Handelsgilden gibt.
Glazuria: Glazuria ist die bedeutendste Hafenstadt des Reiches und wird nunmehr seit mehr als einem Jahrhundert von Haus Ricomantris beherrscht, das den Erzherzog stellt. Es ist der erste Hafen für Handelsschiffe von Übersee und Sitz der einflussreichen Gilde der Überseefahrer. Glazuria gilt als sicherster Hafen des Reiches, denn es dient als Stützpunkt für das Goldene Geschwader, der berühmten Piratenjäger-Flotte des Damariter-Reiches. In jüngster Zeit ist Glazuria Schauplatz blutiger Rassenunruhen.
Gvanifay: Gvanifay, Hauptstadt von Ganiordaes, ist eine der größten Städte der bekannten Welt. Dort steht das Große Portal des Ostens, ein gewaltiges, permanentes Tor zur Astralen Ebene, das die Grundlage für Ganiordaes’ unermesslichen Reichtum gilt. Gvanifay ist Sitz des Damar, des mächtigen Herrschers des Reiches, und des Bund der Damariter, einer einflussreichen Gilde von Ebenenwanderern. In Gvanifay findet man Handelsvertreter von überall im Multiversum und die Stadt ist ein Schmelztiegel von Völkern und Kulturen, wie es ihn in der nord-westlichen Hemisphäre kein zweites Mal gibt.
„Was es hier nicht gibt, gibt es nirgendwo“ ist eine bekannte und allzu wahre Redensart der Händler von Gvanifay.
Haglas: Haglas ist eine kleine, entlegene Siedlung, die fast ausschließlich durch die Abtei des Leuchtenden Lebens bekannt ist. Die Mönche dieses Klosters praktizieren geheimnisvolle, psionische Disziplinen und einen Kampfstil, den sie Shardarez nennen. Diese Mischung aus waffenlosem Kampf und geistigen Kräften befähigt die Meister dieser Kunst zu nahezu übernatürlichen Taten, um die sich viele Legenden ranken. Die Mönche von Haglas verlassen nur selten ihre Abtei und scheren sich kaum um die weltlichen Anliegen des Reiches. Der gegenwärtige Damar, Xandyr der III., lebte lange Jahre als Schüler der Mönche, bevor er sich den Damaritern anschloss. Noch immer besucht er in regelmäßigen Abständen das Kloster, um einige Wochen bei den Mönchen zu leben.
der Hungrige Nebelwald: Dieses Gehölz ist der größte Wald von Ganiordaes; ein gewaltiger Urwald, der mehrere hundert Quadratkilometer bedeckt. Der Wald ist uralt und noch immer weitestgehend unerforscht. Der Hungrige Nebelwald, der seinen Namen daher hat, daß er beständig in einem feuchten Nebel liegt, der unabhängig von Jahreszeit und Temperatur zu sein scheint, ist möglicherweise eine der gefährlichsten Regionen von ganz Angraenor. Gelehrte vermuten, daß es daran liegt, daß der Wald mit dem Zwielicht koexistiert; jener unheimlichen Ebene, die die Heimat der Feen darstellt. Anders sind die unheimlichen Phänomene nicht zu erklären, die Besucher des Waldes erleben und die dafür sorgen, daß Reisende gewöhnlich einen großen Bogen um das Gehölz machen. Unheimliche Feen und blutrünstige Bestien nennen den Wald ihr Heim und dies sind lediglich die gewöhnlichen Gefahren dieses Waldes. Unzählige Leute sind über die Jahrhunderte in diesem Wald verschwunden und viele von denen, die wieder herausgefunden haben, waren verändert, verängstigt, wahnsinnig oder alles zugleich. Eine Frau aus Sylganur, die am Rand des Waldes Reisig sammelte, versäumte es, auf ihren jungen, fünfjährigen Sohn zu achten, der beim Spielen in den Wald lief und verschwand. Viele Leute durchkämmten den Rand des Waldes und fanden nichts außer den Spuren des Jungen, die tiefer und tiefer in das Gehölz führten. Zwei Wochen später, nachdem man das Kind bereits aufgegeben hatte, klopfte eines Abends ein alter Mann an die Türe der unglücklichen Mutter, der behauptete, ihr Sohn zu sein. Der Mann war fast doppelt so alt wie die Frau, konnte ihr jedoch Dinge berichten, die nur ihr Sohn wissen konnte und er hatte die selben Narben und Muttermale wie das verschwundene Kind. Gelehrten berichtete der Alte später von dem Leben, das er im Hungrigen Nebelwald geführt hat, von Feen, die ihn in die Tiefe des Waldes lockten, von einer silbernen, uralten Stadt, die halb hier und halb im Zwielicht lag und von einer wunderschönen, doch grausamen Königin, die dort herrschte. Eine Woche nach seiner Rückkehr starb der Mann an Altersschwäche. Die Einwohner der Waldarbeiter- und Köhlersiedlungen, die rings um das Gehölz zu finden sind, können unzählige solcher Geschichten erzählen, von denen erschreckend viele auf wahren Begebenheiten beruhen. Sie berichten von unheimlichen Lichtern, die nachts zu sehen sind, von unheimlichen Wesen, die in der Dunkelheit um ihre Häuser schleichen und von den grauenvollen Bestien, die von Zeit zu Zeit aus dem Unterholz hervorkommen und Tod und Verderben über jene bringen, die ihren Weg kreuzen. Obwohl der Wald groß und alt ist und einen schönen, gesunden Baumbestand hat, wird nur der Rand bewirtschaftet. Als Faustregel gilt, daß man sich nur soweit hinein wagen soll, daß man noch den Rand sehen kann…
der Klagende Wald: Der Klagende Wald, der sich weit über die Grenzen des Reiches in den Süden erstreckt, kann es in Sachen Größe mit dem Hungrigen Nebelwald aufnehmen. Früher wurde dort viel Holz geschlagen, doch seit dem Niedergang Prinubrias kommen nur noch wenige Leute hierher. Seinen Namen hat der Wald durch die wirbelnden Winde, die von den Ausläufern der Slaadspitzen hinab fegen und mit einem unheimlichen Heulen durch die Bäume wehen. Es gibt eine alte Legende über Geister, die in den Tiefen des Waldes hausen und für das Klagen verantwortlich sind, doch dabei handelt es sich vermutlich um Ammenmärchen. Allerdings findet man im Klagenden Wald eine sehr reale Bedrohung: Orks. Vor einigen Jahrhunderten ließ sich dort ein Stamm dieser Wilden nieder, der offenbar von seinen Artgenossen aus den Orkländern vertrieben wurde. Diese Orks, die von den Bewohnern Shembanyors die Bleichen Orks genannt werden, sind dafür bekannt, eine außergewöhnliche Leidenschaft für Menschenfleisch zu haben. Gelegentlich überfallen sie Karawanen oder kleine Gruppen Reisender auf der Straße nach Orch-Gaskar, doch im Gegensatz zu ihren Vettern aus dem Norden und Süden haben die Bleichen Orks kaum Interesse am Plündern. Meist lassen sie Reichtümer und Waren achtlos liegen und sie verschonen auch Alte, doch alle anderen Reisenden, die nicht fliehen können, werden verschleppt und aufgefressen. Einige wenige, die ihren Häschern entkommen konnten, berichten von unheimlichen, dämonischen Ritualen, die diese Wilden vollführen, von Opfern zu unheimlichen und unbekannten Göttern und davon, daß sie ihre Beute bei lebendigem Leibe verspeisen.
Lykestra: Lykestra ist eine geschäftige Karawanensiedlung westlich von Gvanifay. Sie liegt an einem Punkt, an dem sich die Routen vieler Karawanen aus den Provinzen des Reiches kreuzen und wo seit Jahrhunderten reger Handel getrieben wird. Viele Händlergilden und Transportunternehmen haben Niederlassungen in Lykestra und selbst die zurückgezogenen Sand-Iqueri aus der Sonnenglutsteppe kommen gelegentlich hierher, um Handel zu treiben. In Lykestra gibt es den größten Krom-Tempel des Reiches und die Stadt gilt als die Hochburg des Glaubens in Ganiordaes.
Merlosh: Merlosh ist die nördlichste Handelsstadt des Reiches und gilt als Tor in den Norden. Von hier aus brechen Karawanen und Flussschiffe in auf, um Handel mit Orkev, Ornien und noch ferneren Ländern und Städten zu treiben.
Haus Pudris, das über Merlosh und die umliegende Provinz herrscht, sieht sich als Beschützer des Reiches gegen die wilden Orkhorden aus dem Norden. Berühmt ist die Abraskyr-Akademie in Merlosh, in der die Elite des ganiordischen Heeres ausgebildet wird. Es heißt, die Rekruten müssten schier unmenschliche Prüfungen bewältigen, um in die kleine Akademie aufgenommen zu werden. Absolventen der Akademie steht jedoch in den meisten Fällen eine glanzvolle Karriere in den Streitkräften der Damariter bevor.
der Moloch: Der Moloch ist einer der gewaltigsten Vulkane Angraenors. Gegenwärtig scheint er inaktiv zu sein, doch keineswegs erloschen. Die Geschichte des Reiches berichtet von grauenhaften Ausbrüchen des Molochs, bei denen Zehntausende starben und deren Ascheregen Ganiordaes für Wochen in Finsternis tauchte. An den Hängen des Molochs gibt es einige Minen, in denen die Bergzwerge vom Clan Yurtus Kristalle und Edelsteine fördern, die die Eruptionen der Vergangenheit aus den Tiefen der Welt heraus gespiehen haben. Die Zwerge berichten, daß das Unterreich tief unter dem Moloch noch immer unglaublich heiß ist und ganze Seen aus Magma in den finsteren Tiefen brodeln. Möglicherweise ist auch ein permanentes Portal zur Elementarebene des Feuers die Ursache für das nimmermüde Rumoren des gefürchteten Berges.
der Narbenwald: Der Narbenwald ist einer der am meisten genutzten Wälder des Reiches. Im Schatten seiner Bäume finden sich etliche Holzfällerlager und Sägewerke, die ihren Ertrag mit Karawanen nach Shembanyor transportieren. Die größte Gefahr für die Holzfäller des Narbenwaldes und für die wenigen Siedlungen, die entlang seines Randes existieren, sind Banden blutrünstiger Trolle, die nachts auf der Jagd nach leichter Beute den Wald verlassen.
Orch-Gaskar: Orch-Gaskar ist die entlegendste Stadt des Reiches und existiert fast völlig abgeschottet von der Politik der Damariter. Höchstens Steuereintreiber nehmen den beschwerlichen Weg von Shembanyor auf sich, um das entlegene Fürstentum zu besuchen. Fürst Quontos, der Herrscher von Orch-Gaskar, stammt von einem Adelshaus ab, das vor Jahren aus mittlerweile fast vergessenen Gründen ins Exil geschickt wurde. Seitdem schützt seine Familie das Reich vor den Orks des Südens und heißt jeden willkommen, der sich in dieser Einsamkeit niederlassen will. In Orch-Gaskar stellt man nur selten Fragen über die Herkunft von Neuankömmlingen, denn es ist bekannt, daß Straftäter auf der Flucht, religiös Verfolgte, zweifelhafte Adelige im Exil und anderes zwielichtiges Volk die Anonymität der entlegenen Stadt zu schätzen weiß. Trotz dieser explosiven Mischung von Bewohnern ist Orch-Gaskar kein Sündenpfuhl oder vergleichbar mit den gesetzlosen Piratenstädten des Ostens. Fürst Quontos herrscht gerecht, aber mit eiserner Hand. Er ist stolz auf die Taten seiner Familie, die schon häufiger Invasionen von Orkhorden abgeschmettert haben. Quontos ist davon überzeugt, daß irgendwo in den Weiten der Orkländer ein gewaltiges Taliumfeld – ähnlich jenen, die Skaliverni zu immensem Reichtum verholfen haben – existieren muss. Er träumt davon, dieses Feld zu erschließen, um dann als wohlhabendster Mann des Reiches nach Gvanifay zurück zu kehren. Für dieses visionäre Unternehmen nutzt er fast sämtliche seiner privaten Ressourcen, und heuert immer wieder Abenteurer und Glücksritter an, die diesen legendären Schatz für ihn suchen.
die Orkländer: Diese karge Weite, die sich über hunderte von Kilometern in den Süden und Westen erstreckt und in dessen Mitte die Goldstaubwüste liegt, ist eine sengend heiße, lebensfeindliche Region. Lediglich Stämme wilder Orks und nomadische Sand-Iqueri nennen diese Region ihre Heimat. Die Orks der so genannten Orkländer sind wilder und unzivilisierter als die Nachfahren des Alt-Orkischen Königreichs im Norden und nur ihre Uneinigkeit, Primitivität und Wildheit hat Ganiordaes bisher davor bewahrt, unter den Füßen hunderttausender plündernder Orks zertrampelt zu werden.
die Palisade von Merlosh: Dieses gewaltige Bauwerk, das aus einem gewaltigen steinernen Wall mit unzähligen hölzernen Palisaden und massiven Festungsanlagen besteht, wurde um 3900 v.K. zum Schutz vor den Heeren des Alt-Orkischen Königreichs errichtet. Seither schützt dieses Bollwerk das reiche Ganiordaes vor plündernden Horden aus den nördlichen Ländern. Gerade jetzt, nachdem sich die Orks der Schänderspitzen unter ihrem Großkönig Shaster Dredshogg vereint und Ornien überrannt haben, erscheint die Palisade wertvoller denn je, denn Reisende aus dem Norden berichten in jüngster Zeit immer wieder von orkischen Spähern, die dem Schwertträgerweg auf der Suche nach reicher Beute gen Süden folgen.
Pelessia: Diese kleine Handelsstadt an den Ufern des Gwandalischen Meeres ist vor allem als Ort für Vergnügungen aller Art bekannt. Seit die Fürsten des Hauses Falkone das Glücksspiel und den Verkauf von Schwarzem Lotus, der auf den bewaldeten Hängen rund um die Stadt blüht und gedeiht, legalisiert und besteuert haben, gedeiht der einstmals unbedeutende Hafen. Seefahrer aus aller Herren Länder folgen dem Brauch, nach einer langen Reise ihre Heuer in Pelessia durchzubringen, bevor sie erneut auf große Fahrt gehen. Vergnügungssuchende kommen selbst aus Nord-Bornesh, Skaliverni und den Freien Städten, um sich der exklusiven Dekadenz Pelessias hinzugeben und ein paar Tage (oder Wochen) im Rausch der Sinnesfreuden zu verleben. Pelessias Freudenhäuser, Poklash-Stuben und Tavernen sind legendär und die Krönung der Vergnügungen in der verruchtesten Hafenstadt des Reiches bildet zweifellos die Arena der Gefallenen; die größte Arena am Gwandalischen Meer. Blutige Gladiatorenkämpfe, verwegene Wagenrennen und spektakuläre Massenschlachten ziehen Woche für Woche Scharen von Besucherströmen auf die Ränge des gewaltigen Bauwerks. Die Falkones, die Herrscher über diese Dekadenz, werden von den übrigen Adelshäusern des Reiches mit Herablassung betrachtet und ihre Stadt wird als Sammelbecken für Abschaum aller Art verpönt, doch der Damar ist ihnen wohl gesonnen, denn höchstens Glazuria spült mehr Steuergelder in die Kassen des Reiches, als das sündhafte Pelessia.
Prinubria: Eine mysteriöse Katastrophe vernichtete die ganiordaesche Hafenstadt Prinubria aus heiterem Himmel im Jahre 102 vor Krom. Von den wenigen Überlebenden berichteten mehrere von einer gigantischen schwarzen Flutwelle, die über die Hafenstadt hinein gebrochen sei. Die Ermittler der Damariter konnten keinerlei Hinweise auf die Ursache finden, doch es entstanden hartnäckige Gerüchte, dass ein mächtiges Artefakt für die Zerstörung verantwortlich war.
Man erzählt sich, daß die Schwarze Flut die Bewohner der Stadt in blutrünstige Bestien verwandelt hat, die sich gegenseitig auffraßen. Die Herrscher Prinubrias hätten mit mächtigen Dämonen paktiert und seien hintergangen worden oder wurden von den Göttern bestraft…
Die Bestrebungen der Herrscher von Ganiordaes, die Stadt wieder aufzubauen und Bewohner dort anzusiedeln, waren erfolglos. Im Volk erzählt man sich, dass ein Fluch auf den Trümmern der Hafenstadt liegt.
Heutzutage ist Prinubria eine Geisterstadt und Mittelpunkt zahlreicher Schauermärchen. Nur selten kommen Reisende zu den entlegenen Ruinen, und wenn doch, dann sind es meistens Abenteurer, Grabräuber und Plünderer.
Die Trümmer von Prinubria sind weitläufig, denn die Stadt beherbergte zu Zeiten ihres Untergangs mehrere tausend Bewohner. Auch wenn die meisten Häuser der Stadt fast vollständig zerstört wurden, so sollen doch die weitläufige Kanalisation und viele Kellergewölbe und Verliese noch überwiegend intakt sein.
Viele der Bauwerke und ihre Reste wurden im Laufe der Jahrhunderte vom Sand der Steppe vergraben, der nun so manchen Reichtum verbirgt. Immer wieder finden mutige Schatzsucher in den Trümmern immense Reichtümer, aber ebenso oft auch den Tod. Es heißt, gefährliche Raubtiere wie Ankhegs und monströse Aasfresser lauern in den Ruinen auf Beute und gelegentlich lassen sich Banden von Banditen oder Stämme wilder Orks aus dem Klagenden Wald in den Randgebieten Prinubrias nieder.
Schatzsucher berichteten auch schon von untoten Geschöpfen in den Gewölben der Kanalisation und es hält sich außerdem das hartnäckige Gerücht, daß irgendwo im Zentrum der Ruinen ein Blauer Drache mit einem gewaltigen Hort haust.
Rakenhild: Diese Stadt ist das Zentrum des Bergbaus in den nördlichen Slaadspitzen und Sitz vieler Manufakturen. Der Bergzwerg-Clan Dolgur herrscht über diese Ansammlung glühender Essen, rauchender Schlöte und nimmermüder Schmiedehämmer. In Rakenhild werden die meisten Waffen und Konstrukte von Ganiordaes hergestellt und die Erzeugnisse aus den zahlreichen Werkstätten und Manufakturen haben selbst über die Grenzen des Reiches hinaus einen hervorragenden Ruf.
die Säbelwüste: Diese Region zählt zu den kargsten und lebensfeindlichsten Gegenden in ganz Angraenor. Pflanzen und Wasser sucht man dort fast vergeblich und die Hitze ist mörderisch. In den Sommermonaten erreichen die Temperaturen regelmäßig die Marke von 50°C, während in den Nächten klirrende Kälte herrscht. Die einzigen Bewohner dieser Todeszone sind die geheimnisvollen Sand-Iqueri, die seit Jahrhunderten durch die sandigen Weiten ziehen, als sei es das Paradies auf Erden. Es heißt, daß unter dem Sand der Wüste immense Bodenschätze liegen – Erdöl, Diamanten und vielleicht sogar Talium – doch bisher ist jeder Versuch, diese Schätze zu suchen und zu fördern, an den erbarmungslosen Umweltbedingungen der Säbelwüste gescheitert.
der Scherbenstrom: Dieser gewaltige Fluss, der an manchen Stellen eine Breite von 50 km und mehr erreicht, ist seit jeher der Grenzfluss zwischen Ganiordaes und Skaliverni. Er zieht sich hunderte von Kilometern nordwärts, bis er schließlich in den Goldenen Strom mündet. Der Scherbenstrom dient als Verbindung der Länder am, Gwandalischen Meer zu den Reichen des Nordens und ermöglicht selbst den Handel mit so weit entfernten Reichen wie Gwendell. Folglich gehört der Scherbenstrom zu den am stärksten befahrenen Wasserstraßen Angraenors und die anfallenden Zölle sind sowohl für Ganiordaes als auch für Skaliverni äußerst lukrative Einnahmequellen.
der Schwertträgerweg: Dieser steinerne Weg wurde einige Jahre nach der Gründung Orniens (um 100 v.K.) gebaut; in der Hoffnung, daß sich Siedler entlang des Weges ansiedeln und so die weiten Steppen zwischen der Nordgrenze des Damariter-Reiches und den Schänderspitzen besiedeln. Die Erwartungen an den Weg erfüllten sich nicht und seitdem wird er seinem Schicksal überlassen. Selten wird er von Karawanen genutzt, denn der größte Teil des Handels läuft über den Scherbenstrom. Entlang des Weges findet man immer wieder die Ruinen aufgegebener Siedlungen. Auf halbem Wege zu den Schänderspitzen befindet sich Burg Olborn, die nördlichste Enklave des ganiordischen Reiches. Heutzutage wird Burg Olborn von Soldaten aus Merlosh besetzt und dient vor allem dazu, rechtzeitig Anzeichen für eine bevorstehende Invasion der wieder erstarkten Orks unter Shaster Dredshogg zu bemerken.
Shembanyor: Shembanyor, die ehemalige Hauptstadt des Reiches, ist die zweitgrößte Stadt von Ganiordaes. Hier befindet sich der Palast der Eintracht, in dem sich alle drei Monate der Ganiordische Rat versammelt und über die Zukunft des Reiches berät. Bekannter ist Shembanyor jedoch durch den gewaltigen Smaragdtempel, der das religiöse Zentrum des Barnazul-Kults am Gwandalischen Meer darstellt. Täglich legen Schiffe im Hafen an, die hunderte von Pilgerfahrern aus aller Herren Länder an Bord haben. Auch wenn Shembanyor wirtschaftlich nicht mit Häfen wie Glazuria konkurrieren kann, so spülen die Pilger doch einen stetigen Strom von Gold in die Kassen der Großstadt. Shembanyor ist außerdem der Sitz des Arkanen Archivs der Wissenshüter von Shembanyor, der größten arkanen Bibliothek Angraenors. Die Adelshäuser Braskolyr und Makeiros ringen um die Vorherrschaft in der Stadt. In jüngster Zeit, nachdem viele bedeutende Mitglieder des Hauses Makeiros plötzlich verschwanden, hat Haus Braskolyr einen deutlichen Vorteil im Buhlen um die Macht in der Stadt errungen.
Slaadspitzen: Dieser gewaltige Gebirgszug bildet Ganiordaes’ westliche Grenze. Die höchsten Gipfel der Slaadspitzen erreichen fast zehntausend Meter Höhe und sind ganzjährig mit Schnee bedeckt. Die Slaadspitzen sind reich an Bodenschätzen, doch nur im nördlichen Teil wird Bergbau betrieben. Der restliche Teil der Slaadspitzen ist größtenteils unerschlossene und unerforschte Wildnis. Greife segeln dort majestätisch durch die Lüfte und streiten mit Riesenadlern um ihr Revier. In den Slaadspitzen haust außerdem mindestens ein großer, roter Drache namens Iblasthakyr, der ein Überlebender des legendären Drachensturms (ca. 3000 v.K.) sein soll. Zum Glück für die Bewohner des Reiches wurde das Ungeheuer schon seit mehreren Jahrhunderten nicht mehr gesichtet. In den Slaadspitzen westlich von Haglas hausen Stämme von Steinriesen, die die Bewohner des Damariter-Reiches zuletzt im Riesenkrieg (325 – 328 n.K.) heimsuchten. Gelegentlich kommen die Riesen in die besiedelten Regionen hinab und überfallen an der Straße zwischen Haglas und Shembanyor Reisende oder ganze Karawanen. Bisher duldet der Damar diese spärlichen Überfälle, denn der Riesenkrieg wird in den Archiven des Reiches als äußerst brutaler, verlustreicher Konflikt geführt und der Herrscher möchte ein erneutes Blutvergießen dieses Ausmaßes um jeden Preis verhindern. Sollte ein zukünftiger Angriff sich jedoch gegen Haglas oder eine andere Siedlung der Region richten, verspricht Xandyr der III. blutige Vergeltung.
In den südlichen Slaadspitzen findet man zahlreiche Ruinen der geheimnisvollen Terrassenstädte der Tryliden, in denen etliche Abenteuer schon immense Reichtümer, aber ebenso häufig auch den Tod gefunden haben.
die Sonnenglutsteppe: Dieses heiße, ausgetrocknete und von der Sonne gemarterte Land ist die Heimat vieler Stämme von Sand-Iqueri. Diese Nomaden sehen die Sonnenglutsteppe als ihr Reich an und verachten die Herrscher von Ganiordaes, die die formale Herrschaft über die Region beanspruchen. Trotz dieser Aufsässigkeit bleiben die Sand-Iqueri der Steppe von der Obrigkeit weitestgehend unbehelligt, denn die meisten Ganeordi meiden die Region. Die Sonnenglutsteppe ist von ausgedörrtem Buschland, felsigen Geröllebenen und staubigen Hügellandschaften bedeckt. Die erbarmungslose Sonne verbrennt die meiste Vegetation, so daß man dort Grasland oder gar Wälder vergeblich sucht. Regen fällt nur selten in der Region, doch wenn dies geschieht, verwandelt sich die Steppe innerhalb von Stunden in eine Schlammwüste, die von reißenden Flüssen durchzogen ist. Überwiegend wird das Klima dort jedoch von gnadenloser Dürre und flirrender Hitze geprägt. Sandstürme sind dort keine Seltenheit und es heißt, manche dieser Stürme würden eine solche Kraft entwickeln, daß sie Leuten das Fleisch von den Knochen schälen. In den Sommermonaten kommt es immer wieder zu ausufernden Flächenbränden, deren Rauchwolken bis Gvanifay und Glazuria zu erkennen sind. Neben den Sand-Iqueri leben vor allem Stämme wilder Gnolle in der Steppe, die gelegentlich Raubzüge in die bewohnten Randgebiete ihrer Heimat unternehmen. Die Sonnenglutsteppe ist außerdem bekannt für die schrecklichen Bestien, die dort auf Beute lauern. Ankhegs, Purpurwürmer und die äußerst territorialen Landhaie sind eine stete Bedrohung für Reisende, die sich in dieses Gebiet wagen. Es heißt, ohne einen kundigen Führer ist man in der Sonnenglutsteppe so gut wie verloren…
Sporgaster: Diese Stadt gilt als Zentrum der Landwirtschaft und des Weinanbaus von Ganiordaes. Sie liegt in einer äußerst fruchtbaren, grünen Landschaft, die einen Großteil der im Reich benötigten Lebensmittel produziert. Weite Felder wechseln sich dort ab mit Weinbergen, Gutshöfen und kleinen Dörfern. Im Vergleich zu den übrigen Regionen des großen Reiches ist die Region um Sporgaster sehr dicht besiedelt. Der Riesenkrieg von 325 – 328 n.K. hat die Region empfindlich getroffen und viele Einwohner fürchten, daß sich dieses Ereignis eines Tages wiederholen und die Riesen erneut von den Slaadspitzen herunter kommen könnten. Als Vorsichtsmaßnahme für diesen Fall hat der Damar im Jahre 334 n.K. die Gründung der Arkanen Speere von Sporgaster befohlen; einer Gilde von Kriegsmagiern, die für den Schutz der Provinz zuständig sind. Neben dieser Aufgabe widmen sich die Speere vor allem dem Auffinden und Ausradieren von Stützpunkten der Teufel aus dem Gefolge der Pestkönigin Aralaika, die eine stete Bedrohung für den Frieden im Reich darstellen.
Sylganur: Sylganur wurde ursprünglich als Karawanenstadt gegründet, die Reisenden auf dem langen Weg von Lykestra bis zur Küste eine Zuflucht und die Möglichkeit zum Aufstocken von Proviant und frischen Lasttieren bieten sollte. Mittlerweile ist Sylganur jedoch vor allem für den großen Tempel des Andrinus mit seiner heilenden Quelle und die angeschlossenen Häuser der Genesung bekannt. Die Priester des Tempels sind äußerst erfahren in der Heilung selbst seltenster Krankheiten und für viele Kranke ist eine Reise nach Sylganur die letzte Hoffnung auf ein Ende ihres Leidens. In Sylganur findet sich jedoch auch die Halle der Entrückten, die größte Irrenanstalt des Reiches, in der auch gefährliche Wahnsinnige verwahrt werden, bei denen man die Hoffnung auf Heilung schon längst aufgegeben hat.
Vastrya: Diese größte Insel im Hoheitsgebiet des Damariter-Reiches gilt offiziell als unbewohnt. Es ist jedoch bekannt, daß ihre unzähligen, versteckten Buchten und das weitläufige Gebirge im Inselinneren vor allem Piraten und anderem Gesindel als Versteck dienen. Die Herrscher von Ganiordaes vermuten außerdem, daß sich Aralaika, die gefürchtete Pestkönigin, mit einem Großteil ihres Gefolges dort versteckt. Diverse Säuberungsaktionen der ganiordischen Armee scheuchten zwar viele Seeräuber und andere Kriminelle auf, brachten jedoch keinen Hinweis auf den Verbleib der Erzfeindin des Damariter-Reiches. Vastrya ist außerdem bekannt für die Schwärme von Lindwürmern, die auf den höchsten Gipfeln der Insel hausen und die gelegentlich Schiffe angreifen, die dicht an der Insel vorüber fahren.
die Zikadenhöhen: Dieser Gebirgszug hat seinen Namen von den gewaltigen Zikadenschwärmen, die dort nisten und die das Gebirge bei Nacht in eine Kakophonie von Zirpen hüllen, das bei günstigem Wind bis nach Gvanifay zu hören ist. Kaum ein intelligentes Lebewesen kann diesen Krach ertragen, so daß das Gebirge und seine Ausläufer nahezu unbewohnt sind. Die einzigen Bewohner der Zikadenhöhen sind Stämme degenerierter Oger, die sich gegenseitig bekriegen und deshalb nur selten in zivilisierte Regionen eindringen. In den Zikadenhöhen findet man jedoch auch weitläufige, uralte Ruinen des geheimnisvollen Volks der Tryliden, in denen seit Jahrtausenden unschätzbar wertvolle Reichtümer schlummern sollen.

Unless otherwise stated, the content of this page is licensed under Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 License