Haus Azuul

Haus Azuul, eine Seitenlinie der Kreshh, das sich offiziell Haus Azuul-Kreshh nennt, ist ein Geschlecht von Erkenntnismagiern, das großen Einfluss in Nord-Bornesh genießt. Die Erkenntnismagier der Azuul, die Magiergilde und Familie in einem sind, bevorzugen die Arkanen Künste gegenüber der Psionik, die in den meisten anderen Linien des Hauses praktiziert wird. Haus Azuul stellt seine Dienste ausschließlich dem Haus Kreshh und seinen Seitenlinien zur Verfügung, doch es hält sich das Gerücht, daß sie für astronomische Summen und unter dem Siegel der Verschwiegenheit auch Außenstehenden ihre Dienste zur Verfügung stellen.
Haus Azuul hat seinen Sitz im Azuul-Thur, dem Turm der Propheten, der in den Kossischen Bergen östlich von Linderil liegt. Die Seher des Hauses Azuul sind bekannt dafür, ihre Visionen durch den Gebrauch von Schwarzem Lotus zu verstärken und häufig erkennt man Mitglieder des Hauses an den schwarzen Lippen, die der Gebrauch der Droge verursacht. Viele Seher des Hauses sind durch diese Praxis allerdings schon dem Wahnsinn verfallen und bei den Bewohnern Linderils fürchtet man das unberechenbare Wesen dieser Magier.
Die uneingeschränkte Herrscherin des Azuul-Thur ist Amiko Azuul-Kreshh; genannt „die Schwarze Amiko“. Sie gilt als eine der fähigsten Seherinnen der Nord-Westlichen Hemisphäre und es heißt, sie kenne sogar den Zeitpunkt ihres eigenen Todes. Ihre Fähigkeiten haben das Haus Kreshh bereits mehrere Male vor Intrigen, Attentaten und anderen Gefahren bewahrt. Meuchelmörder der Kontezzani und der Xurakon versuchten bereits vergeblich, sie zu ermorden.
Seit etwa zehn Jahren lebt Amiko völlig zurückgezogen in ihren Gemächern auf der Spitze des Turms. Sie vermeidet sämtlichen Kontakt zur Außenwelt und zu den Angehörigen ihres Hauses und lediglich ihre Tochter Yinzagi wird von ihr empfangen.
Selbst Einladungen an den Hof des Großkhans schlägt sie aus und ranghöchste Botschafter schickt sie fort, ohne ihnen gegenüber zu treten. Die Gründe für diese Isolation sind gänzlich unbekannt und Gegenstand einer Vielzahl von Gerüchten.
Manche vermuten, daß Amiko durch die Vielzahl der Visionen, die sie in ihrem Leben gesehen und die unüberschaubare Anzahl möglicher Zukunftsszenarien, die sie erblickt hat, ihr den Verstand geraubt haben. Möglicherweise ist eine außergewöhnlich schreckliche oder bedrohliche Vision der Grund für diesen Rückzug.
Andere Stimmen behaupten, Amiko bete zu unbekannten, geheimnisvollen Göttern und habe sich vom Leben der Sterblichen losgesagt.
Ihre Tochter Yinzagi schweigt zu all’ den Vermutungen und verrät nicht mal, ob ihre Mutter noch lebt. Mysteriöse Lichter unbekannten Ursprungs in der gläsernen Kuppel des Azuul-Thur sprechen jedoch dafür, daß die „Schwarze Amiko“ noch am Leben ist und Angehörige ihres Hauses vermuten, daß es nur eine Frage der Zeit ist, bis Amiko Azuul-Kreshh ihre Isolation beendet.

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