Haus Makeiros

Das Adelshaus Makeiros gehört zu den drei reichsten und einflussreichsten Häusern von Ganiordaes.
Gegründet wurde es, als Presko Makeiros (586 – 648 n.K.), ein Offizier im Heer der Damariter, für seine Verdienste im Krieg gegen die Pestkönigin Aralaika (616 – 621 n.K.) im Jahre 618 n.K. in den Adelsstand erhoben wurde. Nur Presko Makeiros’ hervorragender Strategien war es zu verdanken, daß die Teufel der Pestkönigin aus der Hauptstadt Gvanifay vertrieben werden konnten.
Presko Makeiros machte das Beste aus dem Land und dem Gold, das der Adelstitel mit sich brachte. Er ließ sich nach dem Ende seiner Militärlaufbahn in Shembanyor nieder und nutzte die Ländereien des jungen Hauses an den Hängen der Slaadspitzen für den Weinanbau. Innerhalb weniger Jahre gelang es ihm, hervorragende Reben zu züchten und so das Fundament für den zukünftigen Reichtum seiner Familie zu begründen.
Heute besitzt das Haus Makeiros mehrere der besten Weinanbaugebiete des Reiches, deren Erträge in aller Herren Länder exportiert werden und ein exzellenten Ruf genießen.
Neben dem Weinanbau investierte das Haus in den vergangenen Jahrzehnten vor allem in Manufakturen und Schiffbau. Dem Haus Makeiros gehört die bekannte Makeiros-Werft in Shembanyor, in der ein großer Teil der Kriegsschiffe des Reiches gebaut werden, sowie die Tulandur-Manufaktur in Pelessia, die für ihre Waffen und Arbeitskonstrukte bekannt ist.
Haus Makeiros ist so wohlhabend, daß es dem Reich schon mehrfach Kredite für größere Investitionen einräumte; eine Praxis, die sich bisher als äußerst lukrativ erwies.
Das Haus Makeiros ist seit jeher für seine extreme Loyalität gegenüber dem Damar bekannt und hat einen festen Sitz im Rat des Reiches inne.
Auch gesellschaftlich ist das Haus Makeiros von großer Bedeutung. Nach Presko Makeiros brachte es noch eine Vielzahl verdienter Soldaten hervor, die in den mannigfaltigen Kriegen und Konflikten, die Ganiordaes seitdem erschütterten, Ruhm und Ehre erwarben.
Mit Maturgon Makeiros (893 – 956 n.K.) stellte das Haus erstmals den Gottgeweihten des Barnazul-Kults und auch heute wird das Amt der Großen Schlange von einem Angehörigen des Hauses – Tefano Makeiros – bekleidet.
In der einfachen Bevölkerung ist das Haus für seine Wohltätigkeit bekannt. Es finanziert Waisenhäuser, unterstützt die wohltätigen Arbeiten von Tempeln und vergibt Stipendien an viel versprechende Sprösslinge armer Familien. In vielen Städten gründete das Haus Schulen, in denen Kinder umsonst unterrichtet werden. Arme Bürger in den von Haus Makeiros verwalteten Regionen sind sogar von ihrer Steuerpflicht befreit.
Als im Jahre 992 n.K. die Purpurpocken in Ganiordaes wüteten, stellte das Haus große Mengen Gold zur Verfügung, um die Seuche zu bekämpfen.

Seit einigen Jahren liegt jedoch Unheil über der einflussreichen Familie. Mehrere Mitglieder des Hauses sind verstorben oder verschollen und im Jahre 998 n.K. musste das gegenwärtige Oberhaupt Tefano Makeiros – dessen Amt als Große Schlange ihm die aktive Herrschaft über die Angelegenheiten des Hauses verbietet – sogar eine Verwalterin einsetzen, die während der Abwesenheit der übrigen Familie die Geschäfte des Hauses führen.

Bekannte Mitglieder des Hauses Makeiros:

Tefano Makeiros
Tefano, ein charismatischer Mann mit eisgrauem Haar und stahlblauen Augen, ist das Oberhaupt des Hauses. Seit 988 n.K. dient Tefano als Große Schlange – Gottgeweihter der Barnazul – im Smaragdtempel der Göttin in Shembanyor. Tefano ist als Große Schlange eine der mächtigsten Personen in den Reichen am Gwandalischen Meer und selbst mächtige Herrscher wie der Damar oder Khan Nerus von Nord-Bornesh beugen sich seinem Wort. Die Gebote des Kultes verbieten es Tefano dennoch, sich selbst um die Angelegenheiten des führungslosen Hauses zu kümmern, weshalb er eine mysteriöse Frau namens Renski als Verwalterin des Besitzes einsetzte. Es geht das Gerücht, daß diverse Abenteurer und Kopfgeldjäger in Tefanos Diensten stehen, die den Auftrag haben, seine verschwundenen Kinder wieder zu finden.
Skarbald Makeiros
Skarbald (960 n.K. geboren) war der älteste Sohn des Tefano. Er wurde 990 n.K. von Ragnolio von Borvis, Ziehsohn des Tefano, erschlagen, als er diesen des Mordes an Milano Pudris bezichtigte.
Shefton Makeiros
Shefton, der im Jahre 962 n.K. zur Welt kam, ist der Zweitgeborene des Tefano.
Shefton wurde von den Wissenshütern von Shembanyor in den Arkanen Künsten ausgebildet und anschließend in die Gilde aufgenommen, wo er lange Zeit im Arkanen Archiv tätig war. Shefton hat großes Interesse an der magischen Geschichte seines Heimatlandes und gilt als Autorität für die merkwürdigen Geschehnisse, die zum Untergang der Hafenstadt Prinubria führten. Shefton unternahm mindestens drei Studienreisen zu der unheimlichen Ruinenstadt, während der er wertvolle Erkenntnisse über die Vorgänge erlangte, die zum Untergang Prinubrias führten. Nach Skarbalds Tod forderte Tefano ihn auf, seine Studien zu beenden und sich fortan um die Belange des Hauses zu kümmern, doch Shefton weigerte sich.
Während seiner letzten Studienreise nach Prinubria wurde er des Diebstahls wertvoller Schriften aus dem Arkanen Archiv verdächtigt und sollte verhaftet werden, doch Shefton kehrte von dieser Reise nicht zurück.
Seit 997 n.K. gilt er als verschollen. Gerüchte besagen, er habe sich dem Geächteten Zirkel angeschlossen.
Ivendra Makeiros
Ivendra, 965 n.K. geboren und einzige Tochter des Tefano, führte mehrere Jahre lang ein Leben als Söldnerin. 990 n.K. wurde sie Milano Pudris, ältestem Spross des aufstrebenden Adelshauses Pudris, zur Heirat versprochen. Während eines Abenteuers mit ihrem Bruder Skarbald und Tefanos Ziehkindern Ragnolio und Samerion, kam Milano ums Leben. Skarbald bezichtigte Ragnolio des Mordes und wurde bei dem anschließenden Duell ebenfalls getötet. Ivendra beharrt bis heute darauf, daß Milanos Tod ein Unfall war. 990 n.K. brachte sie ihre Tochter Mirena zur Welt, die sie mit Milano wenige Tage vor dessen Tod zeugte.
Nach Skarbalds Tod und Sheftons Weigerung, sich um die Angelegenheiten des Hauses zu kümmern, führte Ivendra die Geschäfte des Familienbesitzes. Sämtliche Heiratsanträge gut gestellter Adeliger lehnte sie bisher ab; sehr zum Leidwesen ihres Vaters Tefano. Im Jahre 998 n.K. verschwand Ivendra mitsamt ihrer Wache, dem Hauptmann Jarvondo Trask und ihrer Tochter spurlos. Spione ihres Vaters fanden heraus, daß sie nach Skarfell, einer Hafenstadt südlich von Viviandis, reiste und dort gemeinsam mit Ragnolio von Borvis ein Schiff bestieg, dessen Ziel unbekannt ist. Es geht das Gerücht um, daß Ivendra versucht, ihren Bruder Shefton zu finden, um ihn zur Rückkehr zu bewegen.
Mirena Makeiros
Mirena, Tochter der Ivendra, kam 990 n.K. zur Welt. Eine Untersuchung durch Magier ergab, daß das kleine Mädchen über großes arkanes Talent verfügt und es war geplant, sie im Alter von zehn Jahren den Wissenshütern von Shembanyor zur Ausbildung zu übergeben. Mirena ist 998 n.K. gemeinsam mit ihrer Mutter verschwunden. Ihr Zustand und ihr Aufenthaltsort sind unbekannt.

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