Herolde des Vikonas

Jene, die Vikonas als Sterblichen verrieten und ihn so auf seine unheilvolle Reise schickten, die ihn zum Gott werden ließ, wurden die ersten, die der Wurmgott zu seinen Herolden ernannte. Doch neben diesen drei Leichnamen, deren Schicksal Strafe und Ehre zugleich darstellt, hat Vikonas in den vergangenen Jahrhunderten noch einige andere als Herolde erwähnt. Dies sind ausschließlich ehemalige Priester, die sich durch ihren Mut, ihren Machthunger und ihre Ruchlosigkeit auszeichneten, jedoch allesamt darin versagten, den Schleichenden Tod vom Thron zu stürzen. Vikonas' Herolde sind allesamt von der Macht des Wurmgottes durchströmt und somit winzige Teile seiner eigenen Persönlichkeit. Zwar verfügen sie dadurch über Kräfte, die die Macht eines Sterblichen bei weitem übersteigt, doch verwehrt es ihnen dieser Aspekt auch, ihren Herrn zu hintergehen. Vikonas ist sich stets und überall bewusst, was seine Herolde tun und jeglicher Versuch des Verrats ist somit zum Scheitern verursacht. Es genügt nur ein Fingerzeig des Wurmgottes, um die geschenkte Macht zurück zu erlangen und den abtrünnigen Herold wie ein Insekt zu zerquetschen. Es heisst, erst wenn es einem gelänge, den Wahnsinn des Anarphis in die Welt zurück zu holen und ihn auf den Wurmgott zu wirken, wäre ein Herold in der Lage, es mit seinem Herrn aufzunehmen. Doch das Versteck von Anarphis' unheilvollem Erbe ist eines der größten Geheimnisse des Multiversums; eines, das dem Schleichenden Tod nur schwerlich zu entreißen ist.
Wenn Vikonas seine Herolde nicht mit besonderen Aufgaben betreut, sind diese bestrebt, auf eigene Faust die Ziele ihres Herrn zu verfolgen. Die Herolde ringen stets darum, Erster in der Gunst des Wurmgottes zu werden und Vikonas fördert diesen Wettbewerb und ergötzt sich an dem Ränkespiel seiner Vasallen.
Sylombas: Dieser grauenhaft entstellte merkanische Leichnam war lange der Erste in Vikonas' Gunst, und säte Chaos und Krieg in den Ländern am Gwandalischen Meer. 997 n.K. wurde er von den Wissenshütern von Shembanyor gefangen und in ein magisches Gefängnis an einem unbekannten Ort gezwungen. Bisher hat der Wurmgott keine Anstalten gemacht, seinen Herold aus diesem Kerker zu befreien. Sylombas ist bekannt für seine Boshaftigkeit und seinen immensen Hass auf die menschlichen Völker, die er zu seinen bevorzugten Opfern zählt.
Ublaskyr: Ublaskyr, auch der Wandernde Wurm genannt, ist ein Leichnam mit grauenhafter Gestalt. Er ähnelt einem blinden, aufrecht gehenden Vikonaswurm und trägt die Keule von Yoch. Es heisst, Ublaskyr hätte den Vikonas-Priester Telsuun Splitterhorn bei der Entwicklung und Verbreitung der Wurmseuche unterstützt. Was nach Splitterhorns Tod aus Ublaskyr geworden ist, ist unbekannt.
der Schwarze Mognis: Der dritte unter Vikonas’ untoten Herolden ist ein Iqueri. Es heisst, von den drei Leichnamen sei er der Mächtigste. Mognis’ Haut sondert fortwährend die Träne des Vikonas ab und jede Kreatur, die ihn berührt, muss sterben. Mognis hat das Reich Girblash, tief im Süden von Mandrill, unterjocht und herrscht dort seit 988 n.K. als Tyrann.
Kelatru: Dieser ehemalige, menschliche Priester ist bekannt für seine intriganten Machenschaften. Er kann jede Gestalt annehmen und erscheint üblicherweise als ausgesprochen attraktives Exemplar eines verbreiteten Volkes der Region, in der er aktiv ist. Lediglich seine Finger, die schwarze Vikonaswürmer sind, verbirgt er meist in Handschuhen, um nicht erkannt zu werden. Kelatru liebt es, in den Kreisen von Herrschern und Mächtigen zu intrigieren und Chaos zu verbreiten. Er war es, der die drei bildschönen Töchter des Königs Forlis aus Ipanesha in den Selbstmord trieb und damit die Ipanesischen Kriege auslöste.
Igris: Igris ist die Jüngste unter Vikonas’ Herolden. Sie war einst eine Hohepriesterin des Krom in Vandelari. Einem Bund männlicher Priester war sie ein Dorn im Auge und unter einem Vorwand klagte man sie der Hexerei an. Die Inquisition verurteilte sie trotz unreichender Beweise im Jahre 987 n.K. zum Tod auf dem Scheiterhaufen. Brennend schwor sie dem Schöpfer ab und schwor ihren Peinigern Rache. Vikonas erhörte sie und machte die hasserfüllte, von Brandnarben gezeichnete Frau zu einem seiner Herolde. Igris hasst die Orden des Kromkults und geht gegen sie vor, wann immer sich ihr die Möglichkeit bietet. Ihr Durst nach Rache führt außerdem dazu, daß sie versucht, einen Weg zu finden, mit dem ihr neuer Herr der Göttin Iljatreska die Domäne der Rache entreißen könnte.

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