Korrupte Magie

Jene Magieanwender, die sich der Schwarzen Magie zuwenden, lernen gelegentlich von einer Form der Zauberei, die mächtige, schreckliche Auswirkungen hervorruft und dem Anwender dafür einen schrecklichen Preis abfordert.Korrupte Magie in Angraenor
Korrupte Magie wird als die finsterste und schwärzeste Form der Magie angesehen. Selbst die meisten Zauberanwender, die von Laien als Schwarzmagier angesehen werden (beispielsweise Nekromanten oder Beschwörer), lehnen diese Praktiken ab.
Magier und Kleriker, die sich zu dieser Form der Magie bekennen, werden meist gefürchtet und geächtet. Das Praktizieren Korrupter Magie ist nahezu überall – selbst in Reichen wie Tandiak – verboten und wird streng bestraft. In vielen Magiergilden oder Arkanen Akademien ist das Anwenden Korrupter Zauber ein Grund für den sofortigen Ausschluss (und für teilweise noch härtere Strafen). Woher die Praktiken Korrupter Magie stammen, ist unbekannt. Viele Gelehrte vermuten, daß sie von den Dravoten des Staubigen Abgrunds entwickelt wurden und dann in die Hände Sterblicher gelangten. Für Magieanwender sind die notwendigen Praktiken erschreckend einfach zu erlernen, dennoch werden sie nur hinter vorgehaltener Hand und verschlossenen Türen weiter gegeben. Das Argophargia (Belragund für das Buch der Hungrigen Zauber), das legendäre, korrupte Zauberbuch des Magiers Auvan Derleth, gilt als das bedeutendste Werk zum Thema Korrupte Magie. Das Original ist schon lange verschollen, doch Auszüge und Abschriften sind unter Arkanisten verbreitet. Es ist in allen zivilisierten Reichen Angraenors verboten. Auch wenn Auvan Derleth gemeinhin als Autor des Argophargia gilt, hält sich das hartnäckige Gerücht, daß es in Wirklichkeit aus der Feder des Dravotenfürsten Saxis stammt.

Diese Form der Magie ist als Korrupte Magie bekannt.
Es gibt nur wenige bekannte Zauber dieser schrecklichen Unterart der Magie, doch die wenigen, die bekannt sind, beschwören Furcht und Schrecken herauf, wenn sie Anwendung finden.
Das Wirken korrupter Zauber ist immer eine böse Handlung.
Korrupte Magie steht nur solchen Magieanwendern zur Verfügung, die Zauber vorbereiten müssen (z.B. Kleriker und Magier). Magieanwender, die spontan zaubern, können korrupte Zauber nicht sprechen. Ihnen steht Korrupte Magie nur in Form von Spruchrollen oder Magischen Gegenständen zur Verfügung.

Korrupte Zauber haben keine Materialkomponenten. Stattdessen ziehen sie ihre Kraft aus dem körperlichen und psychischen Wohlbefinden des Anwenders (meistens in Form von Attributschaden oder –Entzug).
Üblicherweise erleidet der Anwender diese Auswirkungen, wenn die Wirkung des Zaubers endet. Es existieren keine Korrupten Zauber mit permanenter Wirkung und es ist nicht möglich, Korrupte Zaubers mittels Dauerhaftigkeit permanent zu machen.
Wenn ein Korrupter Zauber auf einem Trank, einer Schriftrolle oder einem Gegenstand liegt, muss der Anwender den Korrupten Preis bezahlen, nicht der Erschaffer. Der Korrupte Preis, der in der Beschreibung des Zaubers angegeben ist, muss vom Anwender bei jeder Verwendung des Gegenstandes entrichtet werden.
Benutzt ein Charakter einen Zauberstab Sengende Blindheit, so muss er jedes Mal, wenn er den Stab benutzt, den angegebenen Attributsschaden hinnehmen.
Korrupte Zauber werden den bekannten Schulen der Magie zugeordnet, doch sie sind nicht auf bestimmte Klassen bezogen (mit Ausnahme der erwähnten Einschränkungen für spontane Magieanwender) und werden noch nicht einmal in Arkane oder Göttliche Magie unterteilt.
Magier sprechen diese Zauber als Arkane Zauber, während Kleriker sie als Göttliche Zauber sprechen. Ein Kleriker könnte also auch eine von einem Magier angefertigte Spruchrolle benutzen und den enthaltenen Zauber als Göttliche Magie wirken.

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