Mikhail

Mikhail – auch genannt Erster unter den Engeln – war für Ewigkeiten Kroms Bote und Herold. Er ist der Träger von Kroms legendärer Klinge des Lichts, die Mikhail ihm entrang, als sich der Erzengel während des Aufruhrs gegen seinen Schöpfer wandte.
Es war Mikhail, der nach den Ereignissen um den Pakt der Ordnung von den Göttern ein Bekenntnis zum Guten einforderte, das viele – und zum großen Schmerz des Erzengels auch sein Herr selbst – verweigerten und so den Aufruhr der Engel entfesselte.
Krom blendete seinen einst so treuen Engel, um sich vor der göttlichen Klinge in Sicherheit zu bringen. Seitdem hat Mikhail sein Augenlicht verloren und es heißt, der Erzengel sehe nun mit anderen Sinnen und könne Sterblichen direkt in ihre Seelen schauen. Bis heute erzählen sich die Engel, daß Mikhail den Schöpfer hätte besiegen können, doch den Gott aus Trauer und Gnade heraus zu seiner Zuflucht im Inneren des Berges Gilgamyr entkommen ließ.

An diesem Tage brach auch Mikhails Freundschaft mit seinem Gefährten Garviel, der den Herold der Feigheit bezichtigt.
Mikhail und seine getreuen Engel glauben, daß der Zerfall des Pantheons und der Verrat der Götter das Werk Salukus, des Herrn des Chaos, ist und Mikhail hat die Hoffnung nicht aufgegeben, daß ein Sieg über den Prinzen des Eisigen Abgrunds all’ die Ereignisse ungeschehen machen könnte.
Dennoch hat er allen Göttern abgeschworen, auch wenn er Krom selbst nicht hasst.
Möglicherweise fühlt Mikhail sich dem Schöpfer noch immer verbunden, denn die beiden waren für Äonen Gefährten – auch wenn Mikhail der Diener und Krom der Meister war.
Mikhail ist einer der kriegerischsten Erzengel und von seinem Kastell der Gerechten auf den niederen Hängen von Gilgamyr aus ziehen noch immer Legionen von Engeln und Droshyn in die Schlacht gegen die Dämonen.
Als Herold und Bote des Schöpfers verfügt Mikhail über die göttliche Macht, zu jeder Ebene des Multiversums vorzudringen und so führt er sein Heer gewöhnlich persönlich und direkt in den Eisigen Abgrund, wo er wieder und wieder versucht, Saluku herauszufordern.
Man sagt, Mikhail wolle sich mit diesen Taten auch von dem Vorwurf der Feigheit durch Garviel reinwaschen.
Trotz dieser Schmach ist Mikhail eine der treibenden Kräfte in der Gemeinschaft der Erzengel und wie kaum ein Zweiter sorgt er für ihre Einigkeit, indem er Kontakte zu allen wahren Seraphin unter den Erzengeln pflegt. Oft sind diese jedoch durch Mikhails Durst nach Kriegen gegen den Eisigen Abgrund motiviert, für die er stets Bündnispartner sucht.

Mikhail ist von blendend schöner Gestalt. Er hat schneeweiße Haut und goldenes Haar, das ihm in Wellen über die Schulter fließt. Seine gewaltigen Schwingen sind ebenfalls aus leuchtendem Gold und können jedes Wesen blenden, das nicht reinen Herzens ist.
Die blassblauen, blinden Augen des Erzengels sind ein unheimlicher Anblick, die ihm ein kühles, unnahbares Äußeres verleihen.
Mikhail erhört die Gebete einiger weniger Sterblicher, denen er wohl gesonnen ist. Meist sind dies Helden, die ein schier unerreichbares Ziel verfolgen und dennoch nicht verzagen.
Ansonsten richtet sich seine Aufmerksamkeit jedoch beständig auf den Eisigen Abgrund und auf jene Ebenen, mit denen dieser verbunden ist.

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