'Partisanen von Grauflucht'-Kampagne (Rückblick)

Der folgende Text ist der Feldbericht von Clevito Slender, Leutnant der Grauen Garde, Untergrundkämpfer gegen die Nekromantenkönige die 998 n.K. Grauflucht besetzt haben…

Spielleiter der Kampagne: Mantis

SCs der Kampagne:
Clevito Slender gespielt von Absinth
Talon Varguss gespielt von Wolkenstein
Smerf Argentum gespielt von Ugglug


'Partisanen von Grauflucht'-Kampagne

Sechs Wochen.
Sechs Wochen sitzen wir nun schon in den feuchten, klammen Gewölben der finsteren Unterstadt.
Sechs Wochen in denen mir wieder und wieder die Ereignisse der vergangenen Wochen durch den Kopf wandern.
Eine unerbittliche Legion verstörender Gedanken mit eisernen Schritten.
Wie die stampfenden Stiefel der tandiak’schen Soldaten, die innerhalb weniger Tage alles unter ihren erbarmungslosen Sohlen zertrampelten, für das das strahlende Grauflucht stand.
Ich erinnere mich an das triumphierende Lächeln der verräterischen Matthilda, als sie auf dem ‚Platz des freien Wortes’ den Schlächter und seine Spießgesellen hinrichten ließ und vollmundig den Anbruch einer Zeit neuen Glanzes für das edle Grauflucht versprach.
Es war der Glanz eines fahlen Leichentuchs, den ihre nekromantischen Verbündeten über meine geliebte Stadt legten.
Ich erinnere mich an das Geräusch der Drachenschwingen, als die Schwarze Horde, die Drachenritter der Besatzer, über der Stadt kreiste und das Töten begann.
Sie töteten den ehrwürdigen Rat und ein Strom mordhungriger Soldaten ergoss sich in die Straßen unserer Stadt um all’ jene zum Schweigen zu bringen, die es wagten die Stimme gegen die Lügen zu erheben, die die Machtergreifung dieser skrupellosen Frau untermauerten.
Sie behauptet, der Schlächter und seine Männer hätten im Auftrag ihres Bruders gehandelt, der sich selbst die Krone seiner ehrwürdigen Mutter aufs Haupt setzen wollte.
Und nun sitzt eine Frau auf dem Thron unserer Stadt, die nicht davor zurück schreckt, ihre eigene Familie zu verleumden.
Kubrick Polaris war einer von uns. Hauptmann der Garde und ein ehrenwerter Mann bis er verschwand, wenige Tage vor der Besatzung.
Wahrscheinlich war er der Erste, der der vergifteten Klinge seiner abtrünnigen Schwester zum Opfer fiel, bevor sie den Bund mit Schwarzmagiern und Leichenfledderern aus dem Osten besiegelte.
Und damit das Schicksal der freiheitlichsten Stadt der Reiche.
Ich erinnere mich an die bedrückende Versammlung in General Leonidas’ Gemächern, als wir beschlossen, uns dem Regime der Usurpatorin zu widersetzen.
Während die Schergen von Lord Draknis und seinem finsteren Gefolge die Straßen in Blut tauchten, Leute aus ihren Betten zerrten und Männer vor den Augen ihrer Familien erschlugen, auf der Suche nach Gegnern der neuen Fürstin, gab Leonidas den Befehl zur Flucht.
Den Befehl zum Hochverrat.
Und ich zögerte nicht.
Ich hatte auf die Verfassung der Stadt geschworen, als ich den Gardeneid ablegte, hatte geschworen die Freiheit der Stadt und ihrer Bürger mit meinem Leben zu verteidigen und mich jenen zu widersetzen, die unsere Ideale bedrohten.
Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es eines Tages die Fürstin selbst sein sollte, gegen die wir zu Felde ziehen würden.
Ich erinnere mich an die Furcht in den Augen meiner Gefährten als Leonidas seine Pläne verkündete, als sie begriffen, dass wir uns einer Übermacht entgegen stellen würden und zu Gejagten werden würden.
Und von draußen hallten die Schreie.
Nicht wenige von uns zögerten aus Angst um ihr Leben und das ihrer Familien und jenen gegenüber zeigte Leonidas sich großzügig.
Mein Ziehvater Otis Slender verbannte mit den Kräften seines Geistes die Erinnerung an unsere Unterredung aus den Köpfen der Wankelmütigen bevor wir flohen, so dass man sie nicht der Mitwirkung an unserer Flucht beschuldigen konnte.
Otis hätte uns im Untergrund mit seinen beeindruckenden telepathischen Kräften von großem Nutzen sein können, doch die Götter waren gegen uns.
Frielda, ein abtrünniger Leutnant aus unseren Reihen, der der verräterischen Fürstin hörig war und nicht unserem General, tötete Otis während wir in die lichtlosen Katakomben unter der Stadt flohen.
Sein Tod schmerzt mich mehr als jeder andere Verlust, den wir erleiden mussten und seit unserer Ankunft in diesen finsteren Tiefen ist kein Tag vergangen, an dem ich mir nicht geschworen habe, sie alle zur Rechenschaft zu ziehen.
Matthilda Polaris, Draknis und sein nekromantisches Gefolge, die Hure Frielda…
Ihnen allen werden wir in Grauflucht ein blutiges Grab schaufeln…

- aus den persönlichen Aufzeichnungen von Clevito Slender, Leutnant der Grauen Garde

Feldbericht von Leutnant Clevito Slender, 13. Tag des Nyssandrikal, 998 n.C.

Wir befinden uns in der sechsten Woche seit der Flucht von der Oberfläche. Die geräumige Höhle, in der sich die Garde niedergelassen hat, ist zum größten Teil für unsere Zwecke hergerichtet. Die 350 Gardisten und gut 100 Hilfskräfte sind in Zelten oder kleineren Nebenhöhlen untergebracht. Wir haben eine Küche und mehrere Werkstätten errichtet und die unmittelbare Umgebung gesichert. Die Kundschafter, die regelmäßig zur Oberfläche entsandt werden, bringen bedrückende Kunde. Grauflucht ist besetzt und das Volk hat es nicht gewagt, gegen Matthilda Polaris und ihre Bündnispartner aufzubegehren. Die Stadt ist fest in den Händen der Nekromanten.

Meine Männer und ich sind gerade mit Arbeiten an der Palisade beschäftigt, die die Höhle von den angrenzenden Tunnelsystemen abschirmt, als General Leonidas Crusernis nach mir schickt.
Als ich im Kommandozelt Meldung mache, berichtet der General von einer beunruhigenden Situation.
Das feuchte Klima in den Gewölben hat unseren Vorräten zugesetzt und ein großer Teil der Lebensmittel ist verdorben. Der Proviantmeister schätzt, dass der Rest der Vorräte die Truppe noch drei Tage ernähren kann. General Leonidas hat sich entschieden, die Graue Garde an die Oberfläche zu entsenden und die Verpflegung zu sichern. Er befiehlt, ein Vorratslager der Besatzer ausfindig zu machen, zu sichern und dann den Abtransport der Lebensmittel zu überwachen. Ein Gardist, Corin, wird uns begleiten und einen Trupp von Trägern mit Maultieren an die Oberfläche führen, sobald wir der Vorräte habhaft sind.
General Leonidas gewährt uns volle Handlungsfreiheit, solange wir die Heimlichkeit der Mission wahren.
Ich rufe meine Männer zusammen und gebe Befehl zum Aufbruch.
Es erfüllt mein Herz mit Stolz und Neugier, als ich die Männer der Grauen Garde zum ersten Mal nach der langen Ausbildung gerüstet und marschbereit vor mir sehe.
Korporal Talon Varguss, Sohn eines Schmieds, ein Berg von einem Mann, den seine Kameraden die „Faust von Grauflucht“ nennen. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie er zwei erwachsene Männer über sich in die Luft gestemmt hat und ich weiß, wie sein Langschwert die unzähligen Übungspuppen im Hof der Garnison zugerichtet hat. Der Mann ist zuverlässig, furchtlos und loyal. Ich bin froh, dass er dabei ist.
Smerf Argentum, Merkanier, ist der zweite im Bunde. Ein Exot unter den Gardisten, der mit einem Doppelklingenschwert kämpft und eine geringe Anzahl von Zaubern beherrscht.
Über seine Herkunft ist nicht viel bekannt und er erzählt kaum etwas aus seinem Leben, doch er ist ein loyaler Gardist, dessen Fähigkeiten uns von großem Nutzen sind.
Der Dritte, der Zwerg Engus Makrot, Spezialist für Sprengstoffe, Fallen und andere Mechanismen und ein hervorragender Kämpfer, ist das Sorgenkind unserer kleinen Truppe.
In der Vergangenheit fiel er mehrere Male durch Befehlsmissachtung und körperliche Angriffe auf seine Vorgesetzten auf, was ihm mehrfache Degradierungen einhandelte.
Aus der Ausbildung kenne ich ihn als wertvollen Gefährten, doch sollte er sich meinen Anweisungen im Felde widersetzen, werde ich mich nicht mit unnützen Degradierungen aufhalten.
Mein vierter Mann, ebenfalls ein Zwerg, ist seit der Flucht aus der Garnison verschollen. Mögen die Götter mit ihm sein.
Als wir, in Begleitung von Corin, losmarschieren, erläutere ich den Männern den Befehl.
Mir entgeht nicht die Verwunderung über die Natur des Auftrags in ihren Mienen, denn die Graue Garde ist als Kampfeinheit zur Infiltration und Vernichtung gegnerischer Strukturen ausgebildet worden.
Das Sichern von Verpflegung scheint auf den ersten Blick eher die Aufgabe von Kundschaftern zu sein, doch je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr verstehe ich die Beweggründe für die Entscheidung des Generals.
Die Graue Garde hatte bisher nie die Gelegenheit, sich im Ernstfall zu beweisen und unsere Ausbildung war aufwendig und kostspielig.
Vermutlich möchte Leonidas bei einem eher einfach anmutenden Auftrag die Effektivität der Truppe testen, bevor er uns direkt gegen den Feind einsetzt.
Wir werden ihn nicht enttäuschen.

Nach etwa zwei Stunden Marsch bergauf bemerkt Smerf Licht in einem Seitengang unserer Route.
Smerf und Talon rücken vor und bringen eine Gruppe von neun bewaffneten Männern in leichten Rüstungen und dunklen Kleidern auf, die sich um eine Schatulle scharen.
Korporal Varguss ruft die Männer an, doch diese erschrecken und greifen umgehend an.
Ich weiß, welches Gesindel die Gefahren der Unterstadt für zwielichtige Geschäfte in Kauf nimmt und die ertappte Reaktion der Fremden bestätigt die Vermutung: Kriminelle.
Die Graue Garde stellt sich den Angreifenden entgegen und ich befehle, mindestens einem der Angreifer lebend habhaft zu werden.
Die Angreifer sind zu dumm und zu schlecht organisiert, um ihre Überzahl zu ihrem Vorteil zu nutzen und meine Männer kämpfen wacker und furchtlos, während ich ihnen mit der Armbrust den Rücken frei halte.
(Notiz: Trotz meines Befehls tötet Smerf den letzten Überlebenden. Angesichts der Aufregung des ersten Feindkontaktes nach langer Zeit sehe ich über die Missachtung des Befehls hinweg, zumal sich einer der Gegner als lediglich verwundet erweist und mit nur geringem Aufwand in einen verhörfähigen Zustand versetzt werden kann.)
Trotz seiner misslichen Lage redet der Gefangene überheblich und respektlos daher, eine Eigenschaft, die vielen Kleinkriminellen der Stadt zu eigen ist und ihre Dummheit nur allzu offensichtlich macht. Wir versprechen ihm Schonung im Austausch gegen Informationen und der Abschaum willigt ein.
Der Mann, ein Krimineller namens Torgir, Angehöriger der ‚Dankenden Hand’, der örtlichen Diebesgilde, war mit seinen Männern hier um Beute einem Mittelsmann der Gildenoberen zu übergeben. Bei der Beute handelt es sich um eine silberne Halskette mit Rubinanhänger. Ich nehme sie an mich. Besagter Mittelsmann, ein Mann namens Tonn, befindet sich unter den Leichen.
Die Unbedarftheit, mit der die Männer ihr Leben für ein wertvolles Schmuckstück fortwarfen, erstaunt und entsetzt mich.
Wir fragen den Dieb nach Lagerhäusern und Speichern der Besatzer und nach mehreren kläglichen Betrugsversuchen des Verhörten berichtet er schließlich von einem Lagerhaus im Nord-Westen der Stadt, in dem der Feind Vorräte lagert und welches außerdem von der Kanalisation zugänglich ist, ein Aspekt der den Abtransport der Waren deutlich erleichtern würde.
Wir geben uns mit den erhaltenen Informationen zufrieden und ich befehle Korporal Varguss dem Gefangenen eine Hand abzuschlagen, als Strafe für seine Verbrechen.
Der Korporal kommt dem Befehl umgehend nach und brennt die Wunde anschließend mit einer Fackel aus und betäubt den Mann.
Wir lassen den Mann ohne Lichtquelle zurück und marschieren weiter Richtung Oberfläche.
Der Gardist Corin wirkt entsetzt über unsere Vorgehensweise und während des Marsches biete ich dem Jungen ein Gespräch an.
Der Gardist Corin erweist sich als Idealist, der sich nicht scheut dem Vorgesetzten gegenüber sein Unbehagen über die gewählte Vorgehensweise zu äußern. Corin ist der Ansicht, dass dem Mann ein fairer Prozess zugestanden hätte. Ich erläutere dem Jungen, dass der Dieb wissentlich Gesetze gebrochen hat, die trotz der Besatzung der Stadt weiterhin Bestand haben müssen. In Kriegszeiten herrschen besondere Bedingungen, die es einem Gardisten abverlangen, gleichzeitig Richter und Henker zu sein. Ich übernehme für diese Entscheidung die volle Verantwortung.
(Notiz: Der Gardist Corin hat wacker gekämpft und im anschließenden Gespräch Aufrichtigkeit und Rückgrat bewiesen. Ich werde ihn General Leonidas Crusernis gegenüber lobend erwähnen.)

Nach etwa drei Stunden Marsch gelangen wir in die Kanalisation. Engus führt uns zu einem Ausstieg in der Nähe unseres Zielgebietes.
Es ist Abend an der Oberfläche und trotz der eisigen, feuchten Witterung tut uns die frische Luft nach Wochen in den stickigen Kavernen der Unterstadt gut.
Die Männer bitten um eine Rast und schlagen die Einkehr in einen Gasthof vor.
Obwohl mir eine solche Pause riskant erscheint, gebe ich dem Wunsch der Männer in Hinblick auf die Moral der Truppe nach.
Wir kehren im ‚Goldenen Schefel’ ein und nehmen eine warme Mahlzeit zu uns, die allen gut tut, und besprechen unsere weitere Vorgehensweise.
Da uns der riskanteste Teil der Mission die Überbrückung der Zeit zwischen der Säuberung des Lagerhauses von Feinden und dem Eintreffen des Trägertrupps zu sein scheint, planen wir ein Ablenkungsmanöver.
Engus schlägt vor, einen Wachturm am Südende des Viertels zu sprengen und somit die Aufmerksamkeit des Feindes von unserer eigentlichen Mission abzulenken.
Engus hat genug Sprengstoff dabei, um das Gebäude ernsthaft zu beschädigen.
Der Turm liegt nicht in unmittelbarer Nähe des Lagerhauses um unsere Mission gefährden zu können, kann aber dennoch relativ zügig erreicht werden.
Ich stimme dem Vorschlag zu.
(Notiz: Korporal Varguss macht der Bedienung des Gasthofes schöne Augen. Angesichts der Heimlichkeit unserer Mission ist es unklug, sich Zivilisten durch derartiges Verhalten in Erinnerung zu bringen. Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt mit ihm darüber sprechen.
Außerdem hat Engus eine Flasche Zwergenschnaps erworben. Angesichts der Temperaturen habe ich dem Trinken eines Glases des hochprozentigen Getränks zugestimmt. Trotz meines Hinweises haben er und Korporal Varguss sich ein zweites Glas gegönnt. Ich werde weitere Zuwiderhandlungen dieser Art nicht tolerieren.
)

Nach der Rast brechen wir zu dem Lagerhaus des Feindes auf. Das Lagerhaus ist nördlich und östlich von einem Kanal umgeben. Die Straße, an der es liegt, ist ruhig und dank der Witterung sind kaum Passanten unterwegs. Smerf kundschaftet die Umgebung aus und bemerkt zwei Eingänge. Smerf, Corin und ich übernehmen den Vordereingang während Korporal Varguss und Engus den Nebeneingang sichern.
Smerf schlägt vor, uns mittels eines Zaubers, der das Gegenüber dazu bringt, ihm freundlich gesonnen zu sein, in das Gebäude zu bringen, um ein Gefecht auf der Straße zu vermeiden.
Smerfs Zauber gelingt und die Wache an der Tür lässt uns ohne zu zögern ein. Wir geben uns als Kontrolleure aus, die den Lagerbestand überprüfen sollen und der Wächter, scheinbar ein ziviler Wachmann, hegt keinerlei Zweifel.
Gleichzeitig gelingt es Talon und Engus durch den Nebeneingang einzudringen und zwei Wachen in einer an die Halle angrenzende Kammer nahezu lautlos auszuschalten.
Das Gespräch mit dem Wächter lockt weitere drei Wachen aus dem oberen Stockwerk herbei, die misstrauisch werden. Eine der Wachen ist eine Frau. Ich ziehe meine Militärflinte, rufe ihr ein „Fahr’ zur Hölle!“ zu und schicke sie ohne Verzögerung auf die Reise. Auch ihr Gefährte stirbt durch einen Schuss aus der Flinte. Den dritten Wächter greift Talon an und liefert sich einen Kampf. Nachdem er allerdings leicht verwundet wird, töte ich seinen Gegner mit einem Gedankenschlag, um keine weiteren Risiken einzugehen.
(Notiz: Die Übernahme des Lagerhauses erfolgte ohne Zwischenfälle. Die Truppe ist besonnen vorgegangen und die Männer haben einander sinnvoll ergänzt. Es war unklug, mich während des Angriffs auf die Frau kurzfristig von meinem Hass auf die Besatzer überkommen zu lassen. Der Fluch war einem Offizier meines Ranges nicht angemessen. Ich muss meinen Männern gegenüber ein Vorbild sein und mich mit einer dem Rang angemessenen Würde verhalten.)

Nachdem der Bezauberte verrät, dass alle anwesenden Wachen ausgeschaltet wurden, beginnen wir die Lagerbestände zu sichten.
Das Lagerhaus ist voll von Kisten und Fässern mit Getreide, Dörrfleisch und anderen lang haltbaren Vorräten. Auf die Frage, warum das Lagerhaus relativ lasch bewacht erscheint, räumt der Wächter ein, dass sich die Wachen neben ihrem Lohn ein Zubrot verdienen, indem sie das Gebäude der ‚Dankenden Hand’ als Zwischenlager für Schwarzen Lotus zur Verfügung stellen. Es befindet sich ein Fass des gefährlichen Rauschgiftes in dem Gebäude, welches noch in der selben Nacht von Mitgliedern der Diebesgilde abgeholt werden soll.
Dieser Aspekt verkompliziert die Mission etwas und so beschließen wir, die Rollen der Wächter einzunehmen und den Dieben das Rauschgift zu übergeben, um den erfolgreichen Abschluss des Auftrags nicht zu gefährden (auch wenn uns das Rausgeben des Rauschgiftes ein Dorn im Auge ist).
Der bezauberte Wächter zeigt uns den Zugang zur Kanalisation und ich schicke Corin unverzüglich los. Er glaubt, frühestens in fünf Stunden mit den Trägern eintreffen zu können.
Anschließend säubern wir die Lagerhalle und beseitigen die Spuren des Kampfes, um die erwarteten Diebe nicht misstrauisch zu machen.
Wir stellen die ausgewählten Vorräte bereit, um einen zügigen Abtransport gewährleisten zu können und warten dann auf das Eintreffen der ‚Dankenden Hand’.

- gez. Clevito Slender, Leutnant der Grauen Garde

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