Raziel

Raziel, die Engelsmutter, war – wenn man den Schriften des Krom glauben mag - die Zweite unter Kroms Engeln und Begründerin der Dynastie der Seraphin.
Sie war die Gefährtin des Baldaskhan, bis dieser seiner fanatischen Verfolgung des Gedankens der Ordnung erlag und dem Bösen verfiel.
Raziel ist ein Geschöpf von strahlender Schönheit, das unvorstellbar alt und doch von jugendlicher Schönheit ist.
Raziel hat die Schöpfung beobachtet, erlebte Baldaskhans Sturz und den Pakt der Ordnung und auch den Bruch des Pantheons und Kroms Abkehr vom Guten.
Sie hat – mit Ausnahme der Deva Akuriel – all’ ihre leiblichen Kinder überlebt.
Und sie hat den Tod ihrer Zwillingsschwester Inriel durch die Hände ihres einstigen Geliebten mit ihren eigenen Augen gesehen.
Heute ist sie das Oberhaupt der Seraphin und die Bürde die Hüterin über das Gute im Multiversum zu sein, lastet schwer auf ihren Schultern.
Raziel versucht weise über die Ebenen des Lichts zu herrschen und sorgt sich vor allem darum, daß die Gemeinschaft der Erzengel – dem Rückgrat des Guten in den Welten – nicht zerfällt, wie es die Gemeinschaft der Götter tat.
Ihre persönlichen Ziele – wie die Zerstörung des Feurigen Abgrunds und seines Herrn und die Auflösung des Pakts der Ordnung – verfolgt sie nur zögerlich, aber beharrlich. Kaum etwas fürchtet sie so, wie von der Macht in ihren Händen korrumpiert zu werden und blind Baldaskhans Beispiel zu folgen.
Sie residiert im prächtigen Saal der Seraphin, auf der Spitze des verlassenen Palasts der Göttlichkeit, der alle anderen schwebenden Paläste von Palis überragt.
Nur wenige Besucher der Stadt werden bis zu ihrem Thron vorgelassen.
Farlasyr, Führer ihrer Leibgarde von Seraphin-Rittern (und, Gerüchten zufolge, Raziels gegenwärtiger Geliebter), hat stets ein wachsames Auge auf seine Herrin und weist die meisten Anwärter auf eine Audienz mit Raziel ab.
Trotz ihres bürdenreichen Amtes beobachtet Raziel noch immer wachsam die Materielle Ebene und die Welt der Sterblichen.
Besonders über Kinder, die ihren Namen tragen oder die ihr als Schutzpatronin anvertraut wurden, wacht sie mit großer Güte, wenn sie dem Weg des Guten folgen.
Unter den Sterblichen gilt sie als Schutzpatronin der Mütter und aller Familienoberhäupter, die sich um ihre Angehörigen sorgen.
Obwohl sie keine Göttin ist, hat sie viele Anhänger in den Welten und schon mancherlei Wunder geschah durch ihr Tun.
Sie lauscht stets den Bitten ihrer Anhänger und jeder, der reinen Herzens ist, kann sich ihrer Hilfe sicher sein, wenn er ihrer bedarf.
Allerdings hat sie sich selbst schon lange keinem Sterblichen mehr offenbart, denn sie verlässt Celestrias so gut wie nie.
Sie greift höchstens in Geschehnisse ein, indem sie Farlasyr oder einen anderen ihrer Seraphin-Ritter schickt.

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