SC: Skermishh Natternbiss

Skermishh 'Fünftöter' Natternbiss ist ein Spielercharakter in der Orks!-Kampagne. Skermishh wurde gespielt von Absinth.
Skermishh ist ein Ork, Waldläufer 5./ Kämpfer 2./ Gebirgsjäger 2., RB.


Die Jugend von Skermishh Natternbiss, Erbe des Brandschützen
Es herrschte Glutsommer, als Skermishh und sein Bruder Shirekk das Licht der Welt erblickten1.
Der Schlimmste seit Jahren….
Steppenbrände loderten in den Heulenden Hügeln und der Stamm der Churuk Bezz musste sich bis in die höchsten Regionen seines Territoriums zurückziehen, um den Flammen zu entgehen.
Das Vieh verdurstete auf verdörrten Weiden und Heuschrecken plagten das Land.
Die Flachland-Orks des Zentralen Westens kämpften um ihr Überleben und die Rivalitäten unter den Stämmen erreichten damals einen blutigen Höhepunkt.
Westlich der Schänderspitzen fand seiner Zeit so mancher Stamm in der glühenden Hitze seinen Untergang.

Skermishh’s Mutter hatte im Kindsbett den Tod gefunden und viele der Blutfrauen des Stammes sagten hinter vorgehaltener Hand, dass die Geburt dieses zweiten, schwächlichen Kindes diesen Tribut gefordert hätte.
Skermishh konnte sich glücklich schätzen, dass der Stamm aus dem Glutsommer stärker und mächtiger hervorging, als er es zuvor war, denn unter den Orks des Zentralen Westen ist es Brauch, sich schwacher Kinder während Zeiten von Hunger und Not zu entledigen.
Seine Kindheit verbrachte Skermishh im Schatten seines überlegenen Bruders, der das Ideal des zähen, starken Orks verkörperte und der sich schon in Jungen Jahren den Namen „Ogertritt“ verdiente (indem er einen Oger-Sklaven der Churuk Bezz in den Dreck stieß und ihn so dem Gespött des Stammes aussetzte.).
Skermishh’s weniger ruhmreicher Name leitete sich wiederum von der Tatsache ab, dass er als kleiner Junge den Biss einer giftigen Orkev-Natter nur knapp überlebte.
Während seiner Kindheit hatte Skermishh die Position eines Außenseiters unter gleichaltrigen Orks, denn schon in jungen Jahren zeigte sich, dass seine Interessen sich von denen anderer Ork-Kinder deutlich unterschieden.
Während Letztere sich im Ringen, im Faustkampf oder im Fellsack-Treten2 maßen, verbrachte der junge Skermishh seine Zeit meist damit, kleine Tiere mit selbstgebauten Fallen zu fangen oder durch die umliegenden Felder und Hügel zu streifen.
Diese Eigenarten brachten ihm unzählige Male Stockhiebe und den Zorn jener Orks ein, die auf die Kinder des Stammes aufzupassen hatten.
Nur seine Freundschaft mit dem wilden Matush, eines Ork-Jungen im gleichen Alter, bewahrte ihn häufig vor den Hänseleien und Gemeinheiten der anderen Heranwachsenden.
Allzu oft war es Skermishh’s eigener Bruder, Shirekk, der die Anderen gegen ihn aufbrachte.
Vermutlich befürchtete dieser, die Andersartigkeit seines Bruders könne auf ihn zurückfallen, denn Shirekk war schon in jungen Jahren außergewöhnlich ehrgeizig und hatte sich vorgenommen, eines Tages zum Häuptling seines Stammes aufzusteigen (und es gab viele erwachsene Orks, die es ihm durchaus zutrauten, dieses hohe Ziel tatsächlich zu erreichen).
Doch Skermishh waren solche Ambitionen fremd.
Wenn sich die anderen Jungen darüber stritten, wer beim gemeinsamen „Ork gegen Goblin“-Spiel der Häuptling sein dürfe, gab er sich stets damit zufrieden, einen einfachen Jäger des Stammes zu verkörpern.

Bereits als kleiner Junge konnte Skermishh die heimischen Pflanzen und Tiere beim Namen nennen.
Er wusste, wann die Schneegans ihre Eier legt, wo im Wald man die größten Pilze finden konnte und welche davon man essen konnte.
Stunden lang konnte er sich mit dem Deuten von Fährten und der Pirsch beschäftigen und eines seiner liebsten Spiele war es, sich scheuen Tieren zu nähern, ohne das diese es bemerkten.
Skermishh bewunderte die Jäger des Stammes, die sich den Gefahren der Wildnis aussetzten, um den Stamm mit Fleisch und Fellen zu versorgen und die das Lager während der strengen Wintermonate vor den Raubzügen hungriger Schreckenswölfe oder anderer Bestien beschützten.
Skermishh war dankbar, als man bei der rituellen Jugendweihe der Kinder seines Alters seine Begabung erkannte und ihn den Jägern des Stammes zuteilte.
Fortan war er nicht mehr gezwungen, sich heimlich davonzustehlen, um seinem Drang, die Natur zu erforschen, nachzukommen.
Viele der Jäger waren erstaunt über die Tatsache, dass dieser Grünschnabel die Heulenden Hügel wie seine Westentasche kannte und manchmal bessere Jagdgründe und Pfade fand, als sie selbst.
Schon damals wurde vielen bewusst, dass Skermishh sich als Jäger unter Seinesgleichen durchaus behaupten konnte.

Der alte Gebirgsjäger3 Kirbashh Prankenhieb nahm ihn unter seine Fittiche und lehrte ihn den Umgang mit Pfeil und Bogen, das Spurenlesen und Fallenstellen und Etliches mehr.
Der junge Skermishh lernte viel in den Jahren an der Seite dieses gestandenen Jägers, doch eine der Bedeutendsten Einsichten eröffnete sich ihm selbst.
Während des Heranwachsens bemerkte er, dass die Götter seine mangelnde Stärke mit einer weitaus nützlicheren Gabe vergolten hatten, einem wachen Geist.
Er begriff, dass er klüger und weitsichtiger war, als viele der angesehenen Krieger seines Stammes und er lernte bald, diese Gabe zu seinem Vorteil einzusetzen.
Viele jener Orks, die ihn früher verhöhnt und gequält hatten, fanden sich in dieser Zeit in einer seiner heimtückischen Fallen wieder und ernteten den Spott des Stammes.

Auch jetzt noch war es allzu oft die Gegenwart Matush’s, der sich zu einem bärenstarken und furchterregenden Krieger entwickelt hatte, die die Verhöhnten davon abhielt, sich an dem jungen Waldläufer zu rächen.
Skermishh genoss die Freundschaft und den Schutz dieses wilden Mannes, die sich zu gleichermaßen durch Zuneigung und gegenseitigem Nutzen auszeichnete.
Im Gegensatz zu vielen typischen Kinderfreundschaften unter Orks, die sich während des Heranwachsens oft in blutige Rivalität wandelten, schien es, als würde die Gegensätzlichkeit dieser beiden das Band zwischen ihnen nur Stärken.
Nach dem Tode Kirbashh’s, der bei der Jagd auf einen ausgewachsenen, rasenden Eulenbären sein Leben verlor, war Matush sein einziger Freund unter den Männern des Stammes.
Obwohl ihn die meisten mittlerweile als ein fähiges Mitglied des Stammes akzeptierten, lag über Skermishh noch immer der Schatten des Einzelgängers.

Es begab sich etwa ein Jahr nach Kirbashh’s Tod, dass ein Ereignis eintrat, dass Skermishh’s Zukunft deutlich prägen sollte.
Ein Kriegstrupp der Churuk Bezz kehrte eines Tages von einem Raubzug an die südliche Grenze des Stammes-Territoriums zurück
und führte eine interessante Beute mit sich, einen Menschen.
Skermishh war schon länger fasziniert von Geschichten über diese Wesen, die, im Vergleich zu den Orks der Churuk Bezz, schwächlich wirkten und dennoch, den Worten des Schamanen zufolge, die halbe Welt beherrschten.
Der Mann, ein unglücklicher Händler namens Forlix Marmenyr4 aus dem fernen Ernambor, war mit seiner Karawane auf der einsamen Rotdrachenroute in die Hände der Orks geraten und sollte diese nun in die Geheimnisse der menschlichen Zivilisation einweihen.
Der Gefangene wurde, einer wertvollen Beute angemessen, recht rücksichtsvoll behandelt.
Allerdings stellte sich die Verständigung mit dieser Kreatur als schwieriger heraus, als ursprünglich vermutet und bald bemerkten die Führer des Stammes, das der verängstigte Mann nur in geringem Maße in der Lage war, Wunder zu vollbringen.
Allerdings kannte der Mann sich mit Fuhrwerken, Pflügen und ähnlichen Dingen aus und erwies sich so eines gewissen Nutzens (eine Tatsache, die ihm zweifellos das Leben rettete).
Im Gegensatz zu den meisten Orks des Stammes interessierte Skermishh sich sehr für diese schwächliche, traurige Gestalt und die Sklavenwächter waren froh, dass der junge Waldläufer ihnen immer häufiger die Wache abnahm, um das merkwürdige Wesen zu beobachten.
Viele Monate lang kümmerte sich Skermishh um den Menschen, der unter den Churuk Bezz wahrlich kein einfaches Leben führte.
Er kümmerte sich um dessen Wunden (die für einen Churuk Bezz harmlos waren, aber einem Menschen aus der Zivilisation den Tod bringen konnten) und half ihm, sich bei Kräften zu halten, denn bei den Nahrungsstreitigkeiten unter den Sklaven konnte der arme Mann sich nicht behaupten.
Nach einiger Zeit entwickelte sich so etwas wie Vertrauen zwischen dem Waldläufer und dem Gefangenen.
Scheinbar hatte Forlix bemerkt, dass sein Beschützer sich von der Masse der anderen Orks deutlich unterschied, denn er begann eines Tages dem neugierigen Skermishh die Handelssprache der Menschen beizubringen.
Wahrscheinlich hatte der verzweifelte Mann die Hoffnung, der Waldläufer würde ihm aus Dankbarkeit zur Freiheit verhelfen (ein Gedanke, den Skermishh nicht einmal in Erwägung zog).
Doch der junge Ork erwies sich als gelehrig und nach einigen anfänglichen Mühen begriff er schnell, wie man diese seltsame Sprache sprach, die sich so sehr von seiner Eigenen unterschied.
Viele Nächte verbrachte Skermishh in der Höhle, in der Forlix mit den anderen Sklaven angekettet war, und lauschte Erzählungen von den zivilisierten Reichen, von mächtigen Königen und Magiern und von Städten aus purem Gold.
Der junge Skermishh begriff nur wenig von diesen Berichten und noch weniger konnte er sich vorstellen, doch sie weckten in ihm eine Faszination, die er nicht abzuschütteln vermochte.
Doch schließlich erlangte der mächtige Vaol, ein Ork-Krieger wie er im Buche steht, durch die Herausforderung5 seines Vorgängers, die Herrschaft über den Stamm der Churuk Bezz.
Noch in derselben Nacht lies der neue Häuptling den Gefangenen in einem blutigen Ritual den Göttern opfern.

Für Skermishh bedeutete der Tod des Mannes keinen Verlust, lediglich ein ärgerliches Hindernis seines Wissensdurstes.
Zukünftig versuchte er häufig sich jenen Jagdgruppen anzuschließen, die die Erlaubnis hatten, sich bis an die südliche Grenze des Territoriums, wo die Rotdrachen-Route liegt, vorzuwagen.
Stets hatte er auf diesen Jagden die Hoffnung, einen Blick auf eine menschliche Karawane oder ähnliches werfen zu können.
Damals nahm er sich fest vor, eines Tages die wundersamen Reiche der Zivilisation mit eigenen Augen zu erblicken.

Und schließlich kam der Tag, an dem Skermishh und Matush ausziehen sollten, um die traditionelle Reifeprüfung , der sich alle Orks ihres Alters stellen mussten, anzutreten.
Keiner der beiden Orks hätte es damals für möglich gehalten, dass diese Mission ihr gesamtes Leben von Grund auf verändern sollte und das tief unter der Erde ein grausiger König nach Macht hungerte und wartete…


Zitate:
"Dein Dank sei mir gewiss!"
Dieser ungewollte, freud'sche Versprecher stellte einen stets wiederkehrenden Kalauer in der 'Orks!'-Kampagne dar. Eigentlich war es anders herum gemeint… Skermishh sagte ihn, als er eine Hure etwas unsanft aus seinem Zelt im Lager der Churuk Bezz komplimentierte.


Highlights:
Die 'Orks!'-Kampagne hatte viele, viele Highlights, aber die Begebenheit, an die ich mich noch immer am liebsten erinnere, ist die mit dem Stuhl.
Skermishh, Matush und Ugglug (die drei SC) befanden sich in der Trinkhalle von Shaster Dredshoggs Heerlager und Ugglug zettelte - wie üblich - einen Streit mit anderen Gästen an. Ein Oger, der als Aufseher der Halle fungierte, kam hinzu und schickte sich an, den vorlauten Ugglug kräftig zu beuteln. Skermishh, der kein Blut vergießen aber den Angriff auf seinen Gefährten dennoch nicht hinnehmen wollte, griff sich einen Stuhl und schlug damit auf den Oger ein. Da Skermishh nicht über 'Umgang mit Stühlen' verfügte, wurde der Angriffswurf natürlich mit -4 ausgeführt. Ich habe nicht wirklich damit gerechnet, mit dem Stuhl etwas zu bewirken, sondern wollte lediglich den Oger von dem (niedrigstufigeren) Ugglug ablenken. Um so erstaunter waren wir, als die schwarze Fee eine 20 zeigte! Kritisch! Schnell den Bestätigungswurf ausgeführt, der trotz des Malus langte, um den Kritischen Treffer zu bestätigen. Rumms! Der Schadenswurf war auch glücklich (ich erinnere mich nicht mehr an den genauen Wert…) und der Oger war bewusstlos! Sehr cool… Die Aktion hat unter den anwesenden Orks natürlich Eindruck hinterlassen. Das war großartig! Eine der besten Szenen im Rollenspiel ever!

sc
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