Unsterbliche

Immer wieder tauchen in Schriften und Geschichten Erwähnungen mysteriöser Gestalten auf, die als Unsterbliche bezeichnet werden. Viele vermuten, daß damit Heilige und andere Favoriten der Götter gemeint sind, doch das stimmt nicht. Unsterbliche sind Männer und Frauen, denen es gelungen ist, Ozuul ein Schnäppchen zu schlagen und die ihr Leben über die Grenzen der Sterblichkeit hinaus leben. Die Zahl der Unsterblichen ist verschwindend gering; so gering, daß sie von vielen Gelehrten zum Reich der Mythen gezählt werden. Es scheint jedoch so zu sein, daß ein äußerst geringer Teil der Sterblichen Seelen verändert ist. Manche vermuten, daß diese Seelen die Seelen der Al-Nazarhy sind, jener erster Menschen, die Krom erschuf und sie anschließend wieder vernichtete, weil sie zu viel göttliche Macht besaßen.
Einige dieser Seelen sollen der Vernichtung entgangen und in die Quelle der Seelen gelangt sein, wo selbst die Götter sie nicht von sterblichen Seelen unterscheiden können.
Träger jener Seelen merken vorerst nichts davon, daß sie anders sind. Sie werden normal erwachsen, doch dann bleibt das Altern aus. Diese Männer und Frauen bleiben auf der Höhe ihrer Vitalität, während ihre Mitbürger altern, verfallen und sterben. Unsterbliche altern nicht; sie leben ewig. Auch durch Krankheiten und Verletzungen sterben sie nicht. Wenn sie getötet wurden, erwachen sie nach kurzer Zeit unversehrt, so als hätte man den Zauber Auferstehung auf sie angewandt. Es heißt, daß nur göttliche Macht einen Unsterblichen vollständig vernichten kann. Die Götter hassen die Unsterblichen als Fehler in der Ordnung des Multiversums und wollen ihren Tod. Möglicherweise sehen sie die Unsterblichen, die üblicherweise von allen Göttern verlassen sind und das Leben von Apostaten führen, als Bedrohung.
Es gibt auch Legenden, die berichten, daß manches mächtige Artefakt aus der Zeit der Schöpfung (z.B. die Quelle des Lebens der Kreevalta) ein sterbliches Geschöpf unsterblich machen kann. Über die individuellen Kräfte eines Unsterblichen ist nur wenig bekannt, aber allein ihre immense Lebensdauer allein macht sie oft zu Meistern in ihrem gewählten Metier. Es heisst, viele Unsterbliche seien mächtige Magier. Unsterbliche geben sich so gut wie nie als solche zu erkennen, sondern bewegen sich unerkannt unter den Sterblichen. Sie wollen keinerlei Aufmerksamkeit erregen; vor allem nicht auf Seiten der Götter, weshalb sie Tempel und religiöse Stätten meiden.

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