Wellen des Wahnsinns : Prolog

Der Schweiß lief in Bächen über seine Stirn und der Staub der Straße klebte an seinem Gaumen, doch Bai Khordor marschierte unbeirrbar weiter.
Es war bereits Mittag und die ganiordaesche Sommersonne brannte erbarmungslos auf ihn hinab.
Wie sollte es auch sonst sein am dreißigsten Tag des Kreevaltin, der den Höhepunkt des Sommers markierte?
Schon seit dem frühen Morgen, als es noch angenehm frisch war, war Bai auf der Straße und normalerweise hätte er sich schon längst in den schützenden Schatten eines Baumes gesetzt, um die fast unerträgliche Mittagshitze abzuwarten, doch er wusste, daß sein Ziel nicht mehr fern war und dieses Wissen ließ ihn die Quälerei in Kauf nehmen.
Der weite Leinenkittel, den er trug, war von seinem Schweiß getränkt und er spürte ihn seinen Rücken hinab rinnen, während seine Kehle so trocken war, wie die Straße unter seinen Füßen.
Der Rucksack und die schwere, doppelläufige Militärflinte auf seinem Rücken ließen seine Schultern schmerzen und die Blasen an seinen Füßen brannten bei jedem Schritt.
Früher hätte er diese Reise an Bord der Reißzahn verbracht, der Hitze mit Hilfe der kühlen Brise vom Gwandalischen Meer getrotzt und sich bequem zurück gelehnt, während die aufgeblasenen Segel des Schoners ihn geschwind und mühelos seinem Ziel entgegen getragen hätten.
Früher, als Hlom noch lebte…
Die Straße wand sich eine Anhöhe hinauf, die die Muskeln in Bais Beinen schmerzen ließ, doch diese Unannehmlichkeit bemerkte er kaum, als seine Gedanken in die Vergangenheit wanderten; wie so oft.
Die Hitze, die ihn umgab, erinnerte ihn an die Nacht, in der er Shembanyor hinter sich gelassen hatte.
An das Feuer, das das Haus verschlang, das er so viele Jahre sein Zuhause nannte.
An das Feuer, dem er Hloms von der Krankheit gezeichneten Leib überantworten musste, als die Pestwehr ihm mit vorgehaltenen Waffen verboten hatte, seinem Meister ein ehrwürdiges Begräbnis zu bereiten.
An das Feuer…

…des brennenden Klosters in seinem Nacken musste Rahne denken; wie immer, wenn das tanzende Licht der Tranlaterne rote Schemen auf die Wände des engen Laderaums warf.
Und die Geräusche jener Nacht…
Er konnte fast das Keuchen seiner Gefährten neben sich hören, als sie barfuss den schneebedeckten Hügel hinab gerannt waren.
Das Hämmern des Herzens in seiner Brust und das Kreischen der Mönche, das über die Hügel hallte.
Ihm war, als könne er die beißende Kälte an seinen nackten Füßen spüren, die Panik, die in ihm aufwallte wie ein überkochender Eintopf und den brennenden Schmerz an seinem Unterarm.
Das Knarren des Schiffsrumpfs unter seinen Füßen und das Poltern auf dem Deck über ihm ließ ihn aufschrecken und mit einem Kopfschütteln vertrieb er die Erinnerungen an jene Nacht aus seinem Geist.
Beherzt packte er eines der Fässer, in dem der zähflüssige Tran schwappte, und keuchend zerrte er es unter die Luke, die aufs Deck führte.
Von oben drangen das Kreischen der Möwen und die Rufe des Kapitäns zu ihm hinab, der seine Männer antrieb, die Ladung zum Löschen vorzubereiten.
Rahne wusste, daß es höchstens noch eine Stunde dauern würde, bis die Tranbraut endlich Glazuria erreichte, die bedeutendste Hafenstadt des reichen Ganiordaes.
Zwei seiner Kameraden schleppten Kisten mit eingesalzenem Walfleisch aus den hinteren Laderäumen herbei, während sie sich fröhlich über den Schnaps und die Weiber unterhielten, die sie in der Hafenstadt erwarteten.
Fast war Rahne dankbar für diese Schufterei, die ihn von den quälenden Erinnerungen an die Vergangenheit befreite und mit Eifer griff er nach einem weiteren Fass.

Das Grunzen eines Kamels, das auf der Kuppe der Anhöhe auftauchte, holte Bai in die Gegenwart zurück. Das Tier war mit schweren Gepäcksstücken beladen und ein Reiter in einem langen, sandfarbenen Gewand hockte zwischen den Höckern und strich mit einer schlanken Gerte über die Flanken des Tiers, um es die Straße hinab zu treiben.
Weitere Kamele überquerten die Kuppe der Anhöhe und ihre Hufe wirbelten den Staub der Straße auf, so daß Bai auf das verbrannte Gras am Rand trat, um die Karawane passieren zu lassen.
Die Gesichter der Reiter waren zum Schutz vor dem Staub mit Tüchern vermummt, die nur die Augen der Reisenden frei ließen. Als die Reiter vorüber ritten, musterten sie den verschwitzten Ork am Wegesrand aus den für Bornesen typischen Mandelaugen mit dem unergründlichen Blick, der für dieses Volk aus dem Süden so typisch war.
Bais ausdruckloser Blick folgte der Prozession der Lasttiere, die sich den Hang hinab wand und sich auf den Weg nach Pelessia, Shembanyor oder einem noch weiter entfernten Ziel machte.
Als das letzte Tier der Karawane vorüber geschritten war, erklomm Bai die letzten Meter der Anhöhe und schließlich sah er sein Ziel vor sich.
Glazuria, sicherster Hafen der Reiche.
Die Stadt lag in einer weitläufigen Bucht, eingeschlossen von einem Ring aus schroffen Klippen, an deren Rändern das Grün des Aschenforsts in der Sonne dampfte.
Jenseits der Bucht glitzerten die sanften Wogen des Gwandalischen Meers in der Mittagssonne, das sich bis zum Horizont erstreckte.
Die Stadt lag hinter gewaltigen Mauern und dahinter ragten die Giebel und Flachdächer der Häuser auf. Die unüberwindbaren Grenzen der Klippen hatten bewirkt, daß die Stadt sich in die Höhe ausgedehnt hatte und die prächtigen Bauwerke, deren für Ganiordaes typisches Weiß in der Sonne leuchtete, ragten vielerorts dutzende Meter in die Höhe, wo sie nicht selten in dicht begrünten Dachterrassen endeten.
Ein Meer von Masten großer Handelsschiffe ragte im weitläufigen Hafen der Stadt auf und unzählige kleinere Boote, Küstenschiffe und Lastkähne, pflügten durch das azurblaue Wasser der Bucht, während Schwärme von Möwen und anderen kreischenden Seevögeln am Himmel kreisten.
Am Eingang der Bucht konnte Bai die Türme der gewaltigen Flutburg erkennen, einer beeindruckenden Festungsanlage, von der aus der berühmte Erzherzog Ricomantris die Stadt mit eiserner Hand regierte und die darüber hinaus das Quartier des Goldenen Geschwaders darstellte; der legendären ganiordaeschen Piratenjägerflotte.

Vor dem gewaltigen Südtor der Stadt, auf das Bai jetzt mit neuem Elan zuhielt, war ein Gewimmel von Reisenden zu erkennen. Die Wagen und Lasttiere einer Händlerkarawane drängte sich vor den offenen Toren und nun konnte der Reisende auch die in der Sonne schimmernden spitzen Kupferhelme der Stadtwachen erkennen, die die Waren der Neuankömmlinge inspizierten und ihnen schließlich den Zugang zur Stadt gewährten.
Der letzte Wagen der Karawane wurde gerade durch das Tor gewunken, als Bai schließlich den Platz vor dem Stadttor erreichte.
Einer der Wächter, ein von der unbarmherzigen Sonne des Südens gebräunter Gwandalier, wandte sich ihm zu und musterte den Ork mit einem prüfenden Blick.
„Willkommen in Glazuria, Reisender“, grüßte der Wächter, doch es lag nur wenig Herzlichkeit in dessen Stimme.
Bai hatte in den vergangenen Wochen viel von den Rassenunruhen gehört, die in der Stadt tobten; von blutigen Auseinandersetzungen zwischen Menschen und Hobgoblins, in deren Verlauf etliche Tote auf beiden Seiten zu beklagen waren.
Derartige Konflikte waren untypisch für das ansonsten so tolerante und weltoffene Ganiordaes, doch auch wenn er diese nicht gut heißen konnte, so konnte Bai sie nachvollziehen.
Glazuria, der bedeutendste Handelshafen des Reiches, litt am ärgsten unter der immer weiter ausufernden Piraterie, die auf dem Gwandalischen Meer herrschte und viele dieser gefürchteten und verhassten Piraten waren Hobgoblins; Kaperfahrer aus Orgish, einer Inselnation im Osten.
Orgish galt als Brutstätte der Piraterie, denn die Herrscher der Insel empfingen die Seeräuber mit offenen Armen und machten ihre Häfen zu sicheren Zufluchten für diese skrupellosen Männer und Frauen, die überall sonst im Gwandalischen Meer gnadenlos gejagt wurden.
Viele Bürger Glazurias, vor allem solche, die Waren oder gar Angehörige an Orgish’s Piraten verloren hatten, machten keine Unterschiede zwischen den Hobgoblins der Stadt und ihren plündernden Vettern auf See.
Und Erzherzog Ricomantris selbst ging bei diesen Vorurteilen mit einem traurigen Beispiel voran, indem er den Goblinoiden der Stadt das Bürgerrecht verwehrte und sie so zum Bodensatz der lokalen Gesellschaft degradierte.
„Wie ist euer Name und was führt euch in unsere Stadt?“, fragte der Wächter schroff, während ein zweiter Uniformierter mit einem auf einem Schreibbrett gespannten Pergament hinzu trat, um Bais Antworten zu notieren.
„Mein Name ist Bai Khordor“, antwortete der Ork, während der Wächter ihn langsam umrundete und ihn und sein Gepäck von allen Seiten musterte.
Bai spürte den Blick des Mannes, der die roten Flecken auf seiner ansonsten blassgrünen Haut misstrauisch musterte.
„Was seid ihr, Reisender?“, verlangte der Mann zu wissen, „Hobgoblin?“.
„Ork.“
Bai konnte die Abneigung des Wächters förmlich spüren und er wusste, daß Menschen – nicht nur in Glazuria – selten zwischen Orks und den goblinoiden Völkern unterschieden. Für viele waren die Angehörigen dieser Rassen nichts weiter als Wilde; selbst wenn sie sich nahtlos in die zivilisierte, ganiordaesche Gesellschaft einzufügen vermochten.
Der Wächter machte keinen Hehl daraus letzterer Volksgruppe anzugehören, als er den mit Schnitzereien versehenen Schaft von Bais Militärflinte inspizierte.
„Wofür braucht ihr das?“, knurrte der Mann, während sein Kamerad den Ork ebenfalls abschätzend musterte.
Das leuchtende Gelb in Bais starrendem Blick veranlasste den Schreiber jedoch, seinen Blick hastig wieder dem Pergament in seinen Händen zuzuwenden.
„Ich bin Kurier“, entgegnete Bai fast ebenso schroff, „und die Regionen, die ich durchreise sind nicht immer so sicher, wie es diese Stadt zu sein scheint.“.
Bai hielt es für überflüssig, dem unfreundlichen Wächter darüber zu informieren, daß ihn keinesfalls ein Auftrag in die größte Hafenstadt des Reiches führte, sondern ein durch und durch persönliches Anliegen.
Den Zynismus in der Stimme des Orks ignorierend, baute der Wächter sich wieder vor Bai Khordor auf.
„Ihr dürft passieren“, erklärte der Mann ohne zu verbergen, daß er Bai vermutlich abgewiesen hätte, wenn ihn seine Vorschriften nicht davon abhalten würden.
Bai wusste, daß dieser einfache Torwächter ihm nicht mehr anzutun vermochte, als ihn zu schikanieren und seine Laune zu verderben und auch wenn er in der Vergangenheit nicht immer auf der rechten Seite des ganiordaeschen Gesetzes verkehrt hatte, so war er doch ein freier Bürger des Reiches.
Ein dankbares Nicken andeutend machte der Ork einen Schritt auf das Tor zu, als er plötzlich die Hand des Wächters auf seiner Schulter spürte.
„Ich rate euch, den Frieden in Glazuria zu achten“, raunte der Wächter ihm zu.
Sein Atem roch nach Zwiebeln und billigem Wein.
„Wir haben ein waches Auge auf Leute wie euch und ich gebe euch diese Warnung mit auf dem Weg, damit ihr später nicht behaupten könnt, man hätte euch nicht eines Besseren belehrt, wenn ihr euch im Kerker des Erzherzogs wieder finden solltet.“.
Der Schreiber konnte sich ein gehässiges Lächeln nicht verkneifen.
„Willkommen in Glazuria“, murmelte er, wobei er es vermied, dem Ork erneut in die Augen zu schauen.
Ohne die anmaßenden Worte des feindseligen Wächters mit einer Antwort zu quittieren, schüttelte Bai Khordor die Hand des Torwächters ab und schob sich an den Uniformierten vorbei in den kühlen Schatten des offenen Stadttors.

Für Rahne war es ein ungewohntes Gefühl, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. In den zwei Jahren an Bord der Tranbraut war er nur selten in den Häfen von Bord gegangen, die der Walfänger anlief.
Meist hatte er seine Heuer ein wenig aufgebessert, indem er die Wachen jener Kameraden übernommen hatte, die darauf brannten, dem rauen Leben an Bord des Schiffs für ein paar Stunden in den Armen von billigem Brandwein und Hafenhuren zu entfliehen.
Doch in den letzten Wochen war in ihm mehr und mehr der Entschluss gereift, den Walfang aufzugeben und seinem Leben eine neue Wendung zu verleihen. Zwei Jahre waren eine lange Zeit; lang genug um ihm bewusst zu machen, daß seine Zukunft nicht auf den Weiten des Meeres lag.
Er war nicht mehr der ängstliche, verzweifelte Jüngling, der in Kap Fenwar an Bord gegangen war.
Er war zum Mann gereift und nun war es an der Zeit, mehr aus seinem Leben zu machen, als Wale zu flensen und Tran zu rühren.
Der Kapitän der Tranbraut war traurig, einen so begabten Harpunier wie Rahne ziehen lassen zu müssen und hatte ihm sogar eine kräftige Erhöhung seiner Heuer versprochen, um ihn zum Bleiben zu bewegen, doch sein Entschluss stand fest.
Glazuria war der ideale Hafen für seinen Neuanfang; fremd und fern von seiner Heimat…
Und fremd fühlte er sich wahrhaft, nachdem zwei Zollbeamte seinen Namen vermerkt hatten und er vom Pier ging und in das Gewimmel der Menge auf Glazurias Straßen eintauchte.
Obwohl seine einstmals helle Haut von den Jahren unter der gleißenden Sonne des Bleichen Meeres gebräunt war, entlarvte ihn sein blondes Haar in der dunklen Menge als Ausländer. Sein Bündel fest unter den Arm geklemmt ließ sich der junge Thalisier von der Menge treiben, die die engen Gassen von Glazurias Hafenviertel belebte.
Mit großen Augen nahm er die ihn überflutenden Eindrücke in sich auf.
Nach dem harten und eintönigen Leben auf See war die schiere Menge von Farben, Geräuschen und exotischen Gerüchen, die auf ihn einstürzten fast zu viel für seinen jungen Verstand.
Goldhäutige Bornesen in seidenen Gewändern und mit Hüten auf dem Kopf, die an Türme erinnerten, drängten sich an ihm vorbei, Kutscher schimpften wütend in einem unbekannten Dialekt, wenn er vor ihre Wagen geriet, die von schnaufenden, dickhäutigen Echsen gezogen wurden, wie er sie noch nie zuvor gesehen hatte.
In den Garküchen wurden fremdartige Speisen zubereitet und von krächzenden Tengu verzehrt, während blauhäutige, kahlköpfige Merkanier lachend unter den Sonnendächern der zahlreichen Tavernen saßen und den rötlichen, merkwürdig riechenden Rauch mannshoher Wasserpfeifen in sich aufsaugten. Lampions in allen Farben schwebten wie von Zauberhand über den Köpfen der Menge und eine Kakophonie aus unzähligen Sprachen und Dialekten, dem Blöken der Lasttiere, den Rufen der Händler und den Klängen fremdartiger Musik ließen seine Ohren dröhnen.
In manchen Fenstern saßen junge und leicht bekleidete Schönheiten, die ihm verlockende Angebote machten oder ihm lachend Obszönitäten zuriefen, für die sie in seiner fernen Heimat an den Pranger gestellt worden wären. Exotische Gewürze, Schalen mit rauchenden Inszenzen, wabernde Tabakschwaden und die vielfältigen Ausdünstungen der ihn umgebenden Menge benebelten seine Sinne.

Wie im Rausch stolperte der junge Mann durch das pralle Leben des Hafenviertels; vorbei an mit Waren überladenen Marktständen, bunten Geschäften und unzähligen Tavernen, Speisehäusern und Gasthöfen, bis er schließlich dem Gedränge entkam und sich auf einer prächtigen, breiten Straße wieder fand, die die Stadt in zwei Hälften zu teilen schien und die das enge, schmutzige und laute Hafenviertel von den Vierteln trennte, die sich westwärts bis zu den Klippen, die die Stadt umgaben, zogen.
Entlang dieser Prachtstraße, die glänzende Messingschilder als Straße des Admirals auswiesen, erhoben sich prächtigste Bauten in den stahlblauen Himmel.
Marmorne Fassaden mit aufwendigen Fresken, bunten Mosaiken und Wasserspeiern versehen ragten Stockwerk um Stockwerk über ihm auf.
Eine gänzlich andere, in edlere Gewänder und Parfümwolken gehüllte Menge nahm ihn nun auf und staunend und sich beständig in alle Richtungen hin umschauend, ließ er sich nun südwärts treibend.
Zwar hatten seine ehemaligen Kameraden von der Tranbraut ihm viel von den exotischen und wundersamen Städten am Gwandalischen Meer berichtet, doch keine der Erzählungen wurden den Eindrücken gerecht, die nun von allen Seiten auf ihn einprasselten.
Schließlich kam er an einen großen Platz, in dessen Mitte eine gewaltige Wasserfontäne gen Himmel schoss, um sich in einem weiten, flachen aus weißem Marmor gearbeiteten Brunnen zu ergießen.
Der Platz war voller Leute, die entweder unter Sonnendächern oder Schirmen der Mittagssonne trotzten und sich von dem Sprühnebel des riesigen Springbrunnens erfrischen ließen. Andere schlenderten an den Auslagen der zahlreichen Handelshäuser vorüber oder beobachteten die Gaukler und Barden, die die Passanten mit ihren Darbietungen erfreuten.

Auf einem der zahlreichen Podeste, die überall um die Fontäne herum aufgestellt waren, stand ein Mann, der lautstark verkündete, daß die ansässige Gilde der Überseefahrer Seeleute für ihre Handelsschiffe anheuerte.
„Seht die fernsten Reiche, Männer!“, rief der Mann, als Rahne in Hörweite kam.
Eine stattliche Menge hatte sich um das Podest versammelt und lauschte dem Sprecher.
„Reist nach Mandrill und ins ferne Nova Bakairis und seht die Wunder des Südens! Die Gilde der Überseefahrer heuert erfahrene, ehrbare Seeleute an, die das Abenteuer nicht scheuen! Höhere Heuern werden nirgendwo gezahlt! So eine Möglichkeit kommt kein zweites Mal! Schreibt euch noch heute in der Hafenmeisterei in die Heuerlisten ein, wenn ihr mit eigenen Augen sehen wollt, wovon andere nur träumen!“.
Diese Worte hörten sich in den Ohren des jungen Thalisiers recht viel versprechend an, doch schließlich war er eben erst in Ganiordaes angekommen und das turbulente Glazuria schien schon mehr Exotik vorzuhalten, als er im Moment verkraften konnte.
Rahne wurde bewusst, daß er zum ersten Mal in seinem Leben sein eigener Herr war. Er konnte gehen, wohin er wollte.
Er konnte bei den Überseefahrern anheuern und den Süden sehen oder in Glazuria bleiben und hier sein Glück versuchen oder er konnte etwas ganz anderes tun; etwas, von dem er im Moment noch überhaupt keine Vorstellungen hatte…
Diese Erkenntnis vermischt mit den überschäumenden Eindrücken der fremden Umgebung ließen ihn einen Augenblick schwindelig werden und so setze er sich an den Rand der Fontäne und ließ seinen Blick über den Platz schweifen; in der Hoffnung, das Durcheinander in seinem Schädel würde zur Ruhe finden.
Ein niedriges, weißes Gebäude mit einem kupfernen Walmdach, das in der Mittagssonne glänzte und seine Aufmerksamkeit weckte, wies sich durch eine große Marmortafel als Badehaus aus.
Rahne beschloss, dort einzukehren, um sich für eine Weile dem überwältigenden, berauschenden Trubel auf Glazurias Straßen zu entziehen und sich in Ruhe ein paar Gedanken über seine Zukunft zu machen…

Terzon kam nicht umhin, das Gesicht zu verziehen, als der Quartiermeister der Zimtnelke ihm die Heuer für die letzte Fahrt auszahlte.
Drei Goldmünzen und ein paar Silberlinge für drei Monate auf hoher See; für die Reise an der Südküste der Gwandalischen Halbinsel entlang bis ins ferne Viviandis!
Drei Goldmünzen und ein paar kümmerliche Silberlinge für Stürme, Seekrankheit, schlechtes Essen, Langeweile, ungehobelte Kameraden und eine höllische Plackerei von morgens bis abends!
Terzon ließ die Münzen seufzend in seinen Beutel wandern und betrachtete mit einer Mischung aus Erstaunen und Abscheu, wie die anderen Matrosen – jene Männer, die in den letzten Monaten zwangsläufig seine Kameraden waren – lachend und bestens gelaunt mit ihrer ebenso mageren Heuer auf die Planke zusteuerten, die auf den Pier hinab führte; gerade so, als hätte man ihnen gerade ein kleines Vermögen gegeben, das sie nun nach Herzenslust verprassen konnten.
Er würde nie verstehen, wie man sich mit einem solchen Leben, das sich aus einem großen Teil übler Schufterei und einem verschwindend geringen Teil billiger Vergnügungen zusammensetze, zufrieden geben konnte.
Doch auch Terzon konnte ein erleichtertes Lächeln nicht verbergen, nachdem er den Zollbeamten ein Exemplar aus seiner stetig wachsenden Sammlung falscher Namen in die Feder diktiert hatte und nun in das Gewühl in den Straßen von Glazuria eintauchte.
Nachdem er sich in einer Schenke am Hafenrand einen Krug kühlen, mit Brandwein vermischten Aprikosensaftes geordert und seine schmerzenden Gliedmaßen ausgestreckt hatte, beschloss er, dieser als ehrbares Gewerbe getarnte Sklaventreiberei, die als Seefahrt bezeichnet wurde, ein für alle Mal den Rücken zu kehren.
Für die Wochen nach seiner etwas überstürzten und nicht ganz freiwilligen Abreise aus Gvanifay war die Zimtnelke eine durchaus brauchbare Alternative zu einem weitaus unangenehmeren Schicksal gewesen, doch nun war es Zeit, sich wieder weitaus angenehmeren und vor allem lukrativeren Unternehmungen zuzuwenden.
Die angenehme Wärme, die der Brandwein in seinem Magen verbreitete trug zu seiner Entspannung bei und so lehnte er sich zurück und entzündete seine Pfeife.
Nicht wenige der jungen Damen, die an dem genüsslich rauchenden dunkelhaarigen und gut aussehendem Mann vorüber kamen, warfen ihm verstohlene Blicke zu und manchen von ihnen warf er ein keckes Augenzwinkern zu; nur um sich daran zu erfreuen, wenn sie erröteten und eilig in der Menge verschwanden.
Ja, Glazuria war schon weit eher nach Terzons Geschmack als die öden und ungemütlichen Weiten der Meere. Während er abwechselnd trank und an seiner Pfeife zog, fragte er sich, warum er dieser viel versprechenden Stadt nicht schon früher einen Besuch abgestattet hatte.
Sicher, in Gvanifay erzählten sie sich Geschichten über die strenge Regentschaft des Erzherzogs, über das harte Durchgreifen der Stadtwache und die unerbittlichen Urteile der hiesigen Richter, doch all das waren allenfalls Unannehmlichkeiten im Vergleich zu dem Reichtum, den diese Stadt voller Stolz zur Schau stellte.
Hier kamen sie an, die schwer mit Reichtümern beladenen Überseefahrer aus dem fernen Süden und hier hausten die steinreichen Händler, die die Portalwaren in aller Herren Länder verschifften.
Interessiert beobachtete er, wie ein in Seide gekleideter Bornese gerade seine Zeche aus einem prall gefüllten Geldbeutel bezahlte, während eine mit Juwelen behangene, gelangweilt wirkende Adelige in einer von schwarzhäutigen Dienern getragenen Sänfte an ihm vorüber zog.
Terzon lachte in sich hinein.
Oh ja, Glazuria schien eine durch und durch viel versprechende Stadt zu sein.
Er nahm einen weiteren Schluck aus dem Becher, genoss die langsam einsetzende Wirkung des Alkohols und betrachtete die nicht enden wollende Prozession der Passanten.
Doch, diese Stadt schien wie geschaffen für einen fähigen, ambitionierten Mann und für einige vergnügliche Unternehmungen.
Es müssten sich nur ein paar Gefährten finden, die seine Bewunderung für den Reichtum der Bürger teilten…

Bai Khordor hatte derweil seinen Durst in einer Schenke am Südtor gestillt und wanderte nun deutlich erfrischter die Straße des Admirals entlang gen Norden.
Seine Blicke wanderten immer wieder über die Menge der Passanten, die ihm entgegen strömten und die ihn nicht selten mit einer Mischung aus Neugier und verhaltener Furcht musterten.
In all den Jahren, die er Ganiordaes nun schon bereiste, hatte er sich daran gewöhnt, daß er in diesem Reich, in dem selbst fremdartigste Besucher von den Ebenen keine Seltenheit waren, dennoch die Blicke der einfachen Menschen auf sich zog.
Wie üblich ignorierte er das Starren und Tuscheln und suchte stattdessen ein ganz bestimmtes Gesicht in der Menge.
Wäre es nicht eine angenehme Abwechslung, wenn sich diese schwierige Suche, auf der er sich seit Monaten befand, unerwartet ihrem Ende zuneigen würde, indem sie ihm einfach hier vor die Füße liefe?
Es wäre interessant zu wissen, was dieses kleine Miststück dann zu sagen hätte…
Wie hatte sie ihn nur so übers Ohr hauen können? Ausgerechnet sie…
Als Hlom noch lebte, war Gaslo wie eine Schwester für ihn gewesen.
Er war mit ihr aufgewachsen, nachdem Hlom ihn einem skrupellosen, bornesischen Sklavenhändler abgekauft hatte.
So viel wie er aus dem verschwiegenen Hobgoblin herausbekommen konnte, hatte er es mit der hübschen Gwandalierin genauso gemacht.
Hlom hatte ein Auge für viel versprechende Kinder, die er mit viel Geduld zu loyalen, zuverlässigen Gefährten formen konnte.
So hatte er es auch mit Gaslo gemacht, dieser hübschen und fröhlichen kleinen Bornesin, der er im Armenviertel von Kimblatay begegnet war und die er ihren herunter gekommenen und nach Schwarzem Lotus süchtigen Eltern für ein paar Goldmünzen auf der Stelle abgekauft hatte.
Ein Lächeln überspielte Bais Lippen, als er sich daran erinnerte, wie er sich als Junge mit der kleinen Gaslo in vielerlei waghalsigen Mutproben gemessen hatte und wie Hlom geflucht hatte, wenn sie etwas ausgefressen hatten, das der alte Hobgoblin anschließend wieder ausbügeln musste.
Gaslo war zu einem äußerst hübschen Mädchen heran gewachsen und genau wie Bai wurde sie von Hlom zu einer geschickten und fähigen Kämpferin herangezogen und hatte wie er den Alapesh erlernt; die Kunst der Leeren Hand.
Bai erinnerte sich an unzählige, schweißtreibende Übungen unter dem Dach von Hloms Haus im Hafen von Shembanyor und an den ewigen Wettstreit mit ihr, den sie selbst als Heranwachsende nicht beilegen konnten oder wollten.
Unzählige Male hatten ihre kleinen, geschickten Fäuste ihn ins Reich der Träume geschickt oder war sie einem sicher geglaubten Haltegriff entglitten, um ihn dann mit einem hinterhältigen Tritt zu Boden zu schicken.
„Du bist gut, Ork“, hatte Hlom dann oft zu ihm gesagt. „Dein Alapesh ist stark und Du wirst mir keine Schande bereiten, aber Gaslo ist hervorragend!“.
Später hatte Bai begriffen, daß diese Worte Hloms ihn lediglich anspornen sollten, sie zu übertreffen und er hatte wenig Zweifel, daß der listige Hobgoblin ähnliche Worte in Gaslos Ohr geflüstert hatte.
Und er hatte Erfolg damit, die Konkurrenz zwischen ihnen zu nähren.
Sie wurden besser und besser…
Zwar gelang es ihnen nie, den alten Hlom zu besiegen, doch die Zahl williger Straßenjungen, die der Hobgoblin anheuerte, um sich schwer bewaffnet und rücksichtslos auf seine Schüler zu werfen, wurde stetig kleiner, denn es sprach sich herum, daß Bai und die zierliche Gaslo alles andere als leichte Beute waren und mehr und mehr dieser Schläger winkten ab, wenn der alte Hlom mit seiner Geldbörse klimperte.
Bai schüttelte energisch den Kopf, als er gewahr wurde, daß seine Aufmerksamkeit sich in der Vergangenheit zu verlieren drohte und sein Lächeln erstarb, als er sich den Grund für seine Reise nach Glazuria ins Gedächtnis zurück rief.
Dieses Miststück…
Als Bai ein junger Mann war und Hlom begann, ihn auf die zahlreichen Kurierfahrten mitzunehmen (die nicht selten die Grenze zur Schmugglerei überschritten), war aus Gaslo eine atemberaubend schöne, junge Frau geworden.
Sie war verführerisch und verdrehte nicht nur den Männern Shembanyors, sondern nicht selten auch den Frauen den Kopf.
Und sie begann, ihre Reize auf äußerst erträgliche Weise einzusetzen. Unwissende hätten die schöne Bornesin als einfache Hure bezeichnet, doch sie war weit mehr als das…
Sie war eine geschickte Betrügerin, die es auszunutzen verstand, daß reiche und einflussreiche Männer und Frauen ihrer Schönheit verfielen. Sicher, sie setzte ihren schönen Körper zu diesem Zwecke ein, doch im Gegensatz zu gewöhnlichen Freudenmädchen entlohnte sie sich selbst reich für diese gelegentlichen Unannehmlichkeiten.
Während Hlom und Bai für ein paar Goldmünzen die Strapazen und Gefahren langer Reisen auf sich nahmen und das Reich rauf und runter bereisten, verkehrte Gaslo in prunkvollen Ballsäälen, speiste mit Adeligen und Reichen Händlern und teilte das Bett mit Ratsherren und Richtern.
Einige Male hatte sie ihre Verbindungen spielen lassen, wenn die Beamten des Zollbüros Hlom und Bai an den Kragen wollten und sie hatte nicht wenig dazu beigetragen, daß der alte Hobgoblin die Reißzahn erwerben konnte; die schöne Brigg, mit der Bai so viele aufregende Fahrten auf ganiordaeschen Gewässern unternommen hatte.
Und trotz dieser Höhenflüge war Gaslo stets ein Teil ihrer merkwürdigen, zusammen gewürfelten Familie geblieben.
Gern erinnerte sich Bai an die schönen Abende, wenn Hlom und er von einer Reise heimgekehrt waren und sie zu dritt in dem alten Haus in Shembanyors Hafen gesessen hatten und sich an Delikatessen und edlen Likören gelabt hatten. Es war schön, wunderschön und Gaslo war für den Ork wie eine Schwester gewesen bis die Purpurpocken nach Shembanyor kamen…

Das Johlen Halbwüchsiger riss Bai aus seinen Gedanken und abermals schalt er sich innerlich für seine Träumerei.
In Städten wie Glazuria, ganz gleich wie sicher sie sich erachten mochten, sollte man stets ein waches Auge auf seine Geldbörse haben.
Als der Ork sich vergewissert hatte, daß die Taschendiebe der Stadt ihn verschont hatten, schaute er sich um und fand sich vor einem gewaltigen Gebäude wieder.
Kupferfarbene Backsteinwände ragten vor ihm in die Höhe.
Das eindrucksvolle Bauwerk hatte einen sternenförmigen Grundriss und erhob sich einer Kathedrale gleich in den Himmel über der Stadt.
Alle Fenster des Gebäudes waren mit schmiedeeisernen Gittern versperrt und auf den Stufen, die zu den gewaltigen Flügeltüren aus schwarzem Eisen führten, standen ein Dutzend Stadtwachen, die grimmig die vorüber strömende Menge beobachteten.
Die Worte ‚Palast der Gerechtigkeit’ waren in großen Lettern in den Stein über der Flügeltür gemeißelt und Bai begriff, daß er sich vor dem großen Gerichtsgebäude der Hafenstadt befand, das im ganzen Reich für seine erbarmungslosen Piratenprozesse gleichsam berühmt und berüchtigt war.
In großen, schwarzen Käfigen, die in einer Reihe von der beeindruckenden Fassade des Palastes hingen, waren zerlumpte Gestalten zu erkennen.
Die Käfige waren mit dem trockenen Matsch fauligen Gemüses und dem Blut und Körpersäften der Insassen besudelt.
Es waren allesamt Menschen und Hobgoblins, die in den Käfigen dahin vegetierten.
Ihre Haut schlug Blasen von der erbarmungslosen Sonne, die die Fassade des Gerichtes in gleißendes Licht tauchte, ihr Haar war verfilzt und zerzaust und sie waren von Misshandlungen deutlich gezeichnet.
Die meisten dieser Gestalten kauerten regungslos in ihren Käfigen und dem Gestank und den Fliegen, die die Käfige umschwärmten, zufolge, war mindestens einer dieser Gemarterten bereits zu den Göttern gegangen.
Eine Gruppe Heranwachsender hatte sich unter einem der hängenden Käfige versammelt und warf , unter den Augen der Wächter, immer wieder lachend und johlend Steine auf einen ausgemergelten Menschen, der verzweifelt versuchte, sich hinter den Gittern des Käfigs vor den Wurfgeschossen zu verstecken.
Etliche klaffende, blutende Wunden an Kopf und Oberkörper des Gefangenen zeigten, daß er damit nur mäßig Erfolg hatte.
Der Mann, ein Gwandalier mittleren Alters, dessen Gesicht von einem dichten, schwarzen Bart mehr verunstaltet als verziert wurde, schien am Ende seiner Kräfte.
„Wasser…“ keuchte er, fast zu schwach um die geschwollenen und gesprungenen Lippen zu bewegen. „Wasser…“.
Ein weiterer Stein sauste zwischen die Gitterstäbe und schlug dem Mann gegen den Kopf, der mit einem jammernden Laut in seinem Käfig zusammen sackte.
Die Jungen brüllten und lachten und klopften dem Werfer anerkennend auf die Schulter, als Bai zu ihnen trat.
„Was sind das für Männer?“, fragte er die Jungen, die angesichts seiner Erscheinung zusammen zuckten und ihn argwöhnisch betrachteten.
„Das sind Piraten!“, antwortete einer der Älteren schließlich, „dreckiges Seeräubergesindel!“.
„Genau!“, stimmten ihm die anderen nickend zu, „die haben es verdient, da zu hängen!“.
Bai bemerkte, daß zwei der Wächter auf ihn aufmerksam geworden waren und nun zu ihm herüber schauten.
„Ist das hier ihre Strafe?“, wollte Bai wissen, der nicht vollständig verbergen konnte, wie barbarisch er diese Praktik fand.
„Nein“, rief einer der Jungen, der einen schimmeligen Apfel aus einem Beutel fischte und sich zum Werfen bereit machte. „Die hängen hier, bis ihr Prozess beginnt und dann werden sie richtig bestraft!“.
Bai war erstaunt und entsetzt zugleich.
So wenig Liebe Bai der Piraterie auch entgegen brachte; dies hier zeugte von barbarischer Grausamkeit.
Erzherzog Ricomantris herrschte wahrhaft mit harter Hand.
Mit einem Klatschen zerplatzte der Apfel an den Gittern des Käfigs und Bai konnte den Gefangenen erkennen, der mit zitternden Fingern die Pampe von den Stäben kratzte und sie gierig verschlang.
„Der Hurensohn!“, rief einer der Jungen, als er das sah, „los! Gebt mir noch einen Stein!“.
„Heh, Du!“, rief einer der Wächter und deutete auf Bai, „fort mit Dir! Geh’ weiter!“.
Mit finsterem Blick ließ Bai die Jungen stehen und tauchte wieder in die vorüberziehende Menge.
Der Glanz des Fortschritts und der Menschlichkeit, mit dem Ganiordaes sich andernorts schmückte, schien in Glazuria verblasst zu sein…

Fortsetzung unter: Kapitel 1: Im Silbernen Goblin

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